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Begeisterung in New York
Die Indianapolis Colts stecken tief in der Krise. Nach der Entlassung von General Manager Chris Ballard begann das Team nun damit, wichtige Spieler gegen Draftpicks einzutauschen. Doch genau das bringt ein ganz anderes Franchise zum Jubeln. Die New York Jets beobachten mit großer Freude den Ausverkauf den Colts - aus einem ganz bestimmten Grund.

Die Indianapolis Colts haben einen Ausverkauf gestartet. Gestern trennte sich das Team bereits von Star-Offensive-Linemen Quenton Nelson und von Star- Pass-Rusher DeForest Buckner. Beide verließen Indianapolis per Trade. Nelson schloss sich den Seahawks an und Buckner wurde an die San Francisco 49ers abgegeben.
Die Colts bekamen im Gegenzug drei Draftpicks. Während sie für Nelson einen Drittrundenpick in 2027 und einen Fünftrundenpick in 2028 erhielten, konnten sie von den 49ers einen Viertrundenpick in 2027 einstreichen. Mit diesen Trades haben die Colts einen großen Umbruch eingeleitet, dessen eigentlicher Start, schon ein wenig zurückliegt. Klar wurde Indianapolis prekäre Situation nämlich schon bei der Entlassung von General Manager Chris Ballard. Durch sein Scheiden setzten die Colts ein Zeichen, dass das Franchsie vor großen Veränderungen steht. Nun haben sie damit begonnen, diese Veränderungen anzugehen und in die Wege zu leiten.
Was aber haben die New York Jets damit zu tun. Während in Indianapolis an allem ein Zu-Verkaufen-Schild hängt, was nicht bei drei auf dem Baum ist, genießt man im Big Apple die Situation und lässt schon die Korken knallen. Denn die Jets halten den Erstrundenpick der Colts. In der vergangenen Saison kam es zum Tauschgeschäft zwischen den beiden Franchises. Die Jets gaben ihren Star-Cornerback Sauce Gardner an die Colts ab und erhielten im Gegenzug den Erstrundepick des vergangenen Drafts und den Erstrundenpick des kommenden Drafts.
Während die Jets ebenfalls keine gute Saison spielen, hoffen alle in New York auf einen Downfall der Colts. Denn umso schlechter Indianapolis abschneidet, desto besser wird der Erstrundenpick, den die Jets noch aus dem Gardner-Trade haben. Während die Colts ihrerseits versuchen Spieler in wertvolle Draftpicks umzuwandeln, geben sie dabei einige ihrer besten Athleten ab. Damit steigt die Chance, dass die Colts eine sehr schwache Saison spielen, kaum noch Spiele gewinnen werden und am Ende einen sehr hohen Draftpick in der ersten Runde haben - der jetzt den New York Jets gehört.
Während alle Colts-Fans nun um ihre Lieblingsspieler bangen müssen und nur hoffen können, dass die Verantwortlichen eine gute Strategie für den Rebuild haben, gibt es in New York ab sofort ein neues Lieblingsteam. Und zwar das, gegen das die Colts an jedem Spieltag spielen. Doch nicht nur das. Denn auch die Cowboys haben ihren Erstrundenpick für 2027 an die Jets abgegeben, als sie für Quinnen Williams tradeten. Damit geht das Team mit drei Wahlmöglichkeiten in der ersten Runde in den NFL Draft 2027 und hat bereit einen jungen und hochtalnetierten Kader zusammen.
Autor: Noah Hülsmans
nhu