vor 20 Stunden
Nach über einem Jahr
Deshaun Watson steht vor seinem ersten Auftritt vor den Fans der Cleveland Browns seit Oktober 2024. Damals endete seine Saison mit einem Achillessehnenriss, begleitet von Buhrufen und sogar Jubel einiger Zuschauer nach seiner Verletzung.

Vor dem zweiten Preseason-Spiel gegen die Buffalo Bills will sich der Quarterback davon jedoch nicht beeinflussen lassen. Statt über mögliche Reaktionen auf den Rängen zu sprechen, richtet Watson seinen Fokus ausschließlich auf den Konkurrenzkampf um den Starting-Job.
Wenn die Browns am Samstag die Bills empfangen, wird Deshaun Watson erstmals seit fast zwei Jahren wieder im heimischen Stadion auflaufen. Auf die Frage, welche Reaktion er von den Fans erwartet, fiel seine Antwort knapp aus. "Es ist mir egal. Es ist mir egal." Damit machte der 30-Jährige deutlich, dass ihn mögliche Buhrufe nicht beschäftigen.
Im Duell mit Shedeur Sanders kämpft Watson weiterhin um den Platz als Starting Quarterback der Browns. Während Sanders die Partie beginnen soll, wird Watson im dritten Viertel aufs Feld kommen.
Für den ehemaligen Pro Bowler geht es dabei nicht darum, auf die Konkurrenz zu schauen. "Ich will einfach beweisen, dass ich in der Lage bin, der Starting Quarterback zu sein. Mein Fokus liegt darauf, mich zu verbessern. Ich konzentriere mich nicht auf den Konkurrenzkampf. Das Front Office und Coach Todd Monken werden ihre Entscheidung treffen. Ich kann das nicht kontrollieren. Ich kann nur meine Chancen und meine Snaps kontrollieren und daraus das Beste machen."
Beim ersten Preseason-Spiel gegen die Chicago Bears führte Watson die Offense zwar zu zwei Scoring Drives, insgesamt blieb sein Auftritt aber durchwachsen. Er brachte 11 seiner 15 Pässe für 126 Yards an, erzielte keinen Touchdown und verlor nach einem Strip-Sack den Ball. Trotzdem scheint Watson im Rennen um den Starting-Job derzeit leicht die Nase vorn zu haben. Head Coach Todd Monken hatte den Quarterback in den vergangenen Wochen mehrfach öffentlich gelobt.
Nach den schwierigen vergangenen Jahren mit Verletzungen und anhaltender Kritik sieht Watson vor allem seine mentale Entwicklung als größten Fortschritt. "Das, worauf ich am meisten stolz bin, ist meine mentale Stärke. Ich schaffe es, die Nebengeräusche auszublenden, trotz allem weiter zu lächeln und meine eigene Geschichte selbst zu schreiben. Das ist für mich das Wichtigste - ruhig zu bleiben und einen klaren Kopf zu bewahren."
Für Watson bietet das Spiel gegen Buffalo damit die nächste Gelegenheit, sportliche Argumente zu sammeln - unabhängig davon, wie die Reaktion der Browns-Fans ausfallen wird.
nkr