27.08.2026
Zu viel Energie?
Cam Skattebo begeistert viele NFL-Fans mit seiner kompromisslosen Spielweise. Im Training ist der Running Back nun jedoch mit zwei Giants-Teamkollegen aneinandergeraten. Head Coach John Harbaugh fordert von seinem Leistungsträger mehr Beherrschung.

Kurz vor dem Saisonstart ist es im Training der New York Giants zu einer hitzigen Auseinandersetzung gekommen. Nach einem Laufspielzug geriet Cam Skattebo mit den Defensive Backs Jevón Holland und Greg Newsome II aneinander. Mehrere Teamkollegen mussten die Beteiligten daraufhin voneinander trennen.
Zu Schlägen kam es nach übereinstimmenden Berichten nicht. Skattebo suchte später zudem selbst das Gespräch mit seinen Mitspielern, um die Situation zu beruhigen. Dennoch soll es nicht das erste Mal gewesen sein, dass seine aggressive Spielweise bei den Verteidigern für Unmut sorgte.
Da Tackles während der Einheiten nur eingeschränkt erlaubt sind, können die Defensive Backs Skattebos körperlichen Laufstil nicht vollständig erwidern. Der Running Back senkt dennoch regelmäßig die Schulter und teilt nach erfolgreichen Spielzügen auch verbal aus.
Head Coach John Harbaugh lobte nun zwar die mitreißende Energie des 24-Jährigen, verwies aber zugleich auf die Konsequenzen des Vorfalls. Skattebo habe sich am Ende der Einheit eine 15-Yard-Strafe eingehandelt. Diese Art von Energie sei eher "wie eine ansteckende Krankheit", scherzte Harbaugh.
"Das wollen wir nicht. Seine Energie soll in eine positive Richtung gelenkt werden", stellte der Giants-Coach anschließend klar.
Skattebo arbeitet derzeit an seinem Comeback nach einer schweren Verletzung am rechten Bein. Der Viertrundenpick von 2025 erlitt in Woche acht seiner Rookie-Saison eine Sprunggelenksluxation, einen Wadenbeinbruch und einen Bänderriss. Zuvor hatte er in acht Spielen 410 Rushing Yards, 207 Receiving Yards und sieben Touchdowns gesammelt.
Zum Saisonauftakt gegen die Dallas Cowboys soll Skattebo wieder eine zentrale Rolle im Backfield der Giants übernehmen. Seine kompromisslose Spielweise bleibt dabei ausdrücklich erwünscht - unnötige Strafen und Auseinandersetzungen mit den eigenen Teamkollegen allerdings nicht.
mhh