23.10.2026
Steelers sagten Training ab
Ein Sturm hat die Vorbereitungen auf die NFL-Premiere in Paris empfindlich gestört und die Steelers zur Absage ihres Trainings gezwungen. Gleichzeitig ist die Sicherheitslage so angespannt, dass bereits ein Ligue-1-Spiel verlegt wurde - droht nun auch Steelers gegen Saints die Absage?

Paris sollte an diesem Wochenende zur Football-Hauptstadt Europas werden. Erstmals trägt die NFL ein Regular-Season-Spiel in der Stadt der Liebe aus. Am Sonntag um 14.30 Uhr sollen die Pittsburgh Steelers und New Orleans Saints im Stade de France aufeinandertreffen.
Doch ausgerechnet vor der historischen Premiere ist die französische Hauptstadt zu einem Unruheherd geworden. Nach schweren Ausschreitungen werden am Samstag neue Proteste erwartet. Die Steelers sagten deshalb bereits ihre geplante Fanveranstaltung im Bastille-Viertel ab.
Und als wäre das nicht schon genug, kam am Freitag auch noch heftiges Unwetter dazu. Plötzlich stellt sich eine Frage, die vor wenigen Tagen noch absurd geklungen hätte: Müssen die Steelers und Saints womöglich unverrichteter Dinge wieder nach Hause fliegen?
Pittsburgh landete am Freitagmorgen in Frankreich und wollte anschließend eine Einheit im Stade de France absolvieren. Starker Wind und Regen machten diesen Plan jedoch schnell wieder zunichte. Die Steelers sagten das Training ab und verlegten auch ihre Pressekonferenz ins Teamhotel.
Die Saints konnten dagegen wie vorgesehen in Versailles trainieren. Wegen der Wetterbedingungen wurde lediglich der für Medien zugängliche Teil der Einheit gestrichen. Auch die "NFL Experience Paris" musste am Freitag vorzeitig schließen.
Das Unwetter verursachte in Frankreich massive Verkehrsprobleme und legte zeitweise die Stromversorgung von fast 300.000 Haushalten lahm. Auch im Pariser Bahn- und Flugverkehr kam es dadurch zu Einschränkungen.
Zusätzliche Sorgen löst nun die Verlegung des Ligue-1-Spiels zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Lyon aus. Die ursprünglich für Sonntag angesetzte Fußballpartie findet erst am Montag statt.
Der Grund dafür ist allerdings nicht das Unwetter. Die Polizei untersagte die Austragung am Sonntag aufgrund der Proteste und der angespannten Sicherheitslage. Zahlreiche Einsatzkräfte werden an anderen Stellen der Hauptstadt benötigt. Das NFL-Spiel im rund zehn Kilometer vom geplanten Demonstrationsbeginn entfernten Saint-Denis soll dagegen weiterhin stattfinden.
Eine akute Absage droht damit nach aktuellem Stand nicht. Die Liga hält am angesetzten Kickoff fest, während sich die Wetterlage bis Sonntagnachmittag voraussichtlich etwas beruhigen wird. Der größere Unsicherheitsfaktor bleiben die angekündigten Demonstrationen.
Auch Aaron Rodgers zeigte sich zuversichtlich. Die NFL habe sehr genau im Blick, was in Paris passiere. "Wenn es unsicher wäre, wären wir sicher nicht hier", erklärte der Steelers-Quarterback.
Der verfrühte Rückflug bleibt damit vorerst nur ein Schreckensszenario. Von einem unbeschwerten Footballfest kann zwei Tage vor der ersten NFL-Partie in Frankreich allerdings ebenfalls keine Rede mehr sein.
mhh