28.12.2025
Burrow überragt
Die Cincinnati Bengals haben im Duell mit den Arizona Cardinals von Beginn an keine Zweifel an den Kräfteverhältnissen aufkommen lassen. Angeführt von einem stark aufspielenden Ja’Marr Chase feierte Cincinnati einen deutlichen Sieg, während Arizona vor allem defensiv mit eklatanten Tackling-Problemen zu kämpfen hatte.

Gleich der erste Drive setzte den Ton für den Abend. Ja’Marr Chase erzielte seinen ersten Touchdown seit mehreren Wochen - und wie: Nach einem speziell designten Spielzug ließ er mehrere Cardinals-Verteidiger stehen und brachte die Bengals mit 7:0 in Führung.
Cincinnati blieb gnadenlos effizient. Running Back Samaje Perine erhöhte wenig später auf 14:0 und belohnte eine dominante Anfangsphase der Bengals-Offense.
Arizona meldete sich zwischenzeitlich zurück. Receiver Michael Wilson verkürzte nach einem eigenen YAC-Spielzug auf 14:7. Doch auch dieser Touchdown offenbarte bereits eines der Hauptprobleme der Cardinals: schlechtes, unsauberes Tackling - ein Thema, das sich durch den gesamten Abend ziehen sollte.
Ein Field Goal brachte Cincinnati zunächst auf 16:7 davon, ehe die Partie endgültig kippte. Wieder war es Ja’Marr Chase, der profitierte: An der Fünf-Yard-Linie bekam er Outside-Leverage, lief einen simplen Slant - und spazierte nahezu ungehindert in die Endzone. Selten war ein Touchdown für Chase so einfach. Mit einer 23:7-Führung ging es in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. Chase Brown erhöhte nach erneut bodenlosem Tackling der Cardinals. Kurz darauf sorgte eine kuriose Szene für Aufsehen: Offensive Lineman Cody Ford lief eine Hitch Route, fing tatsächlich den Ball und brach sogar ein Tackling. Zwar wurde der anschließende Touchdown zunächst zurückgenommen, doch wenig später drückten die Bengals den Ball dennoch über die Linie - 37:7.
Bei aller Dominanz der Bengals gab es aus Sicht der Cardinals zumindest einen historischen Lichtblick. Tight End Trey McBride schrieb NFL-Geschichte: Mit 117 Catches in einer Saison stellte er einen neuen Allzeit-Rekord für Tight Ends auf - mehr Receptions als je zuvor ein Spieler seiner Position in einer NFL-Saison erzielen konnte. Ein persönlicher Meilenstein, der jedoch die deutliche Niederlage nicht kaschieren konnte. Kurz darauf veredelte McBride seinen Rekord mit einem Touchdown. 37:14 lautete der Endstand.
nkr