28.12.2025
Entscheidung in Week 18
Die Pittsburgh Steelers haben es verpasst, vorzeitig alles in der AFC North klarzumachen. Bei den Cleveland Browns unterlagen sie in einem nervös geführten, von Fehlern geprägten Spiel und müssen das Playoff-Ticket nun auf beim direkten Duell mit Baltimore in Week 18 ausfechten. Nach dem Sieg der Ravens bei den Packers wäre ein Erfolg Pflicht gewesen.

Die divionsinterne Partie begann denkbar schlecht für die Pittsburgh Steelers um einen wenig ins Spiel findenden Aaron Rodgers. Die Cleveland Browns marschierten direkt mit ihrem ersten Drive über das Feld - und Kicker Andre Szmyt eröffnete das Spiel mit einem 50-Yard-Field-Goal zur frühen 3:0-Führung.
Quarterback Shedeur Sanders spielte anschließend weiter mutig auf. Nach einem 42-Yard-Pass auf Cedric Tillman fand er Rookie Tight End Harold Fannin Jr. mit einem 28-Yard-Touchdown-Pass - Mitte des ersten Viertels stand es überraschend schon 10:0 für Cleveland.
Pittsburgh tat sich offensiv lange schwer. Einzelne Big Plays - unter anderem ein 28-Yard-Catch von Tight End Connor Heyward - brachten die Gäste zwar in Reichweite, doch mehr als Field Goals sprangen nicht heraus. Kicker Chris Boswell verkürzte zunächst aus 44 Yards auf 3:10 und sorgte kurz vor der Pause mit einem 40-Yard-Schuss für den 6:10-Halbzeitstand aus Sicht von "Steel City".
Dazwischen gelang Pittsburgh immerhin der erste Turnover des Spiels. Ein Pass von Sanders wurde an der Line of Scrimmage abgefälscht und von Linebacker Jack Sawyer abgefangen - doch auch diese Gelegenheit verpuffte in den Folgeminuten offensiv. Hier krankte das Spiel ohne den gesperrten DK Metcalf deutlich.
Nach der Pause bot sich den Steelers erneut die Chance, das Spiel zu drehen. Sanders warf seine zweite Interception, diesmal fing Safety Kyle Dugger das Ei ab. Doch wieder fehlte im Anschluss der Ertrag. Der allgemein so zuverlässige und seit Jahren abliefernde Boswell scheiterte wenig später zudem passenderweise an diesem gebrauchten Spieltag mit einem 54-Yard-Field-Goal, sodass es beim knappen Rückstand blieb.
Währenddessen blieb die große Geschichte auf Seiten der Browns unerfüllt: Edge Rusher Myles Garrett kam seinem historischen Ziel nicht näher, konnte den All-Time-Sack-Rekord für eine Saison jedoch nicht erreichen.
mgs, mag
In der Schlussphase wuchs der Druck spürbar. Die Steelers, die mit einem Sieg die Division hätten clinchen und die Ravens (41:24 bei den Green Bay Packers) aus dem Playoff-Rennen werfen können, gingen zwei Minuten vor Schluss bei 4th&10 volles Risiko - und scheiterten. Cleveland übernahm den Ball, erzielte ein 33-Yard-Field-Goal, erhöhte auf 13-6 und stand plötzlich kurz davor, den Auswärtssieg nach Hause zu bringen.
Pittsburgh bekam 1:40 vor Schluss zwar noch einmal den Ball, arbeitete sich in einer spannenden Schlussphase sogar bis an die Endzone der Browns vor. Doch hier scheiterte Routinier Rodgers regelmäßig mit seinen Passversuchen zum Touchdown. Nach drei unvollständigen Würfen - gesucht wurde vom 42-Jährigen vor allem Receiver Marquez Valdes-Scantling - war die Messe gelesen. Die Browns hatten tatsächlich die Steelers besiegt.

Damit war klar: Pittsburgh hatte es nicht geschafft, den Sack fürs Playoff-Ticket zuzumachen. Statt Divisionstitel und Sicherheit für die Endrunde wartet nun das direkte Duell mit Baltimore in Week 18 auf das Team von Head Coach Mike Tomlin und den vor dieser Saison erst geholten Oldie-Quarterback Rodgers (nur 168 Yards an diesem Spieltag, kein TD, keine Int.). Für die Browns um Rookie-Spielmacher Sanders (186 Yards, ein TD, zwei Int.) hingegen war es ein Auftritt, der den Favoriten schockte und das AFC-North-Rennen somit offenhielt.
