02.01.2026
Oregon wartet im Halbfinale der College Football Playoff
Die Indiana Hoosiers haben das College Football Playoff-Viertelfinale im Rose Bowl klar für sich entschieden. Beim 38:3-Erfolg gegen die Alabama Crimson Tide kontrollierte der First Seed des CFP die Partie über weite Strecken und sicherte sich souverän den Einzug ins Halbfinale, wo nun ein Duell mit Oregon wartet.

Die Begegnung im Rose Bowl Stadium begann mit einer kurzen Abtastphase. Beide Teams eröffneten defensiv diszipliniert, das erste Viertel blieb punktlos - eine Seltenheit in Pasadena. Mit zunehmender Spieldauer gewann Indiana jedoch an Kontrolle, insbesondere an der Line of Scrimmage. Ein 84 Yards langer Drive über 16 Plays brachte schließlich die ersten Punkte: Kicker Nicolas Radicic traf aus 31 Yards zum 3:0.
Wenig später setzte Indiana nach. Die Hoosiers stoppten Alabama bei einem vierten Versuch nahe der Mittellinie, und Quarterback Fernando Mendoza nutzte die gute Feldposition. Vier Plays später fand er Wide Receiver Charlie Becker mit einem hohen Pass über 21 Yards in der Endzone. Es war der erste Rose-Bowl-Touchdown in der Geschichte des Programms.
Alabama hatte in dieser Phase Mühe, offensiv Rhythmus zu finden. Quarterback Ty Simpson brachte zwar einzelne Pässe an, doch längere Drives blieben aus. Kurz vor der Halbzeit folgte der nächste Rückschlag: Nach einem Scramble verlor Simpson den Ball, die Folge war ein Fumble und Indiana übernahm in aussichtsreicher Position. Mendoza verwertete auch diese Gelegenheit und warf 17 Sekunden vor der Pause einen 1-Yard-Touchdown-Pass auf Omar Cooper Jr. Zur Halbzeit führten die Hoosiers mit 17:0. "Ich fand unsere Herangehensweise sehr gut", sagte Indiana-Head-Coach Curt Cignetti nach dem Spiel. "Es war am Anfang ein hart umkämpftes Spiel. Alabama hat uns offensiv vor Herausforderungen gestellt. Aber wir haben in den entscheidenden Momenten die Plays gemacht und in der zweiten Hälfte die Kontrolle übernommen."
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Alabama musste auf Ty Simpson verzichten, der mit einer Rippenverletzung ausschied. Backup Austin Mack übernahm und führte die Crimson Tide zu ihrem einzigen erfolgreichen Drive des Abends, der in einem kurzen Field Goal mündete. Mehr ließ die Indiana-Defense nicht zu.
Die Hoosiers antworteten umgehend mit zwei weiteren langen, kontrollierten Drives. Kaelon Black und Roman Hemby sorgten im Schlussviertel mit Rushing Touchdowns für klare Verhältnisse. Indiana baute den Vorsprung auf 38:3 aus und nahm damit frühzeitig jede Spannung aus der Partie. Indiana beendete das Spiel mit 407 Total Yards, während Alabama auf 193 Yards begrenzt wurde. Die Crimson Tide erzielten ihre einzigen Punkte erst im dritten Viertel und hatten insbesondere im Laufspiel kaum Durchschlagskraft. "Die Front Seven ist ein großer Schlüssel für uns", sagte Defensive Back Louis Moore. "Von hinten sieht man, wie konstant der Druck auf den Quarterback ist - egal ob gegen den Pass oder den Lauf."
mgs
Mendoza, der sein erstes Spiel seit dem Gewinn der Heisman Trophy absolvierte, kam auf 192 Passing Yards und drei Touchdowns bei 14 von 16 angekommenen Pässen. Seine Anspielstationen waren breit verteilt: Becker, Cooper Jr. und Elijah Sarratt erzielten Touchdowns, während das Laufspiel im Schlussabschnitt den Vorsprung absicherte.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt Center Pat Coogan, der zum Offensive MVP des Rose Bowls gewählt wurde - eine seltene Auszeichnung für einen Offensive Lineman. "Diese Jungs sind unglaublich", sagte Coogan. "Der Glaube, den wir ineinander haben, hört nicht auf. Es ist ständiges Wachstum." Auf Seiten Alabamas zeigte sich Head Coach Kalen DeBoer nach dem Spiel gefasst, aber enttäuscht: "Wir können frustriert sein, weil Verlieren für uns nicht akzeptabel ist. Aber wir müssen das einordnen und daraus lernen."
Mit dem Erfolg im Rose Bowl ziehen die Hoosiers ins CFP-Halbfinale ein und treffen dort im Peach Bowl auf Oregon. Die Ducks konnten sich im Halbfinale souverän gegen die Texas Tech Raiders durchsetzen. Es ist die nächste Etappe in einer bemerkenswerten Saison für Indiana, das ungeschlagen bleibt und weiterhin um den ersten nationalen Titel der Schulgeschichte spielt. Alabama war nach dem Sieg in der ersten Runde gegen die Oklahoma Sooners selbstbewusst ins Viertelfinale gegangen, doch die Hoosiers ließen dem Ninth Seed keine Chance - die Crimson Tide scheiden nach der klaren Niederlage aus dem College Football Playoff aus.
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