21.12.2025
College Football Playoff
Offense-Spektakel in Eugene, Defensivschlacht in College Station und ein Statement-Sieg in Oxford: Oregon schlägt James Madison klar, Miami wirft Texas A&M aus dem Playoff und Ole Miss dominiert Tulane im ersten Spiel nach dem Kiffin-Abgang - damit sind die Viertelfinal-Paarungen im College Football Playoff nun komplett.

In College Station setzte sich Miami in einer zähen, von beiden Defenses dominierten Partie mit 10:3 bei Texas A&M durch. Dabei passierte auf dem Scoreboard über lange Strecken überhaupt nichts, Third Downs wurden konsequent verteidigt, das Laufspiel auf beiden Seiten weitgehend abgemeldet.
Erst im dritten Viertel brachten die Hurricanes per Field Goal die ersten Punkte auf die Anzeigetafel, bevor im Schlussabschnitt der entscheidende Touchdown-Drive folgte. Miamis Offense blieb im Kurzpassspiel diszipliniert, vermied Turnover und nutzte eine der wenigen klaren Chancen in der Redzone - im Gegensatz zu Texas A&M, das trotz respektabler Passing-Yards nie den Weg in die Endzone fand und sich am Ende mit einem späten Field Goal begnügen musste. Die Aggies zahlen damit im wichtigsten Moment den Preis für eine Saison, in der die Offense zu oft hinter der starken Defense zurückblieb.
Wesentlich spektakulärer ging es in Eugene zu: Oregon setzte sich im First-Round-Heimspiel mit 51:34 gegen James Madison durch - und war dabei klar dominanter, als es der Endstand vermuten lässt.
Oregons Offense zündete von Beginn an. Quarterback Dante Moore eröffnete früh mit einem tiefen Touchdown-Pass und fand im Verlauf der Partie mehrfach seine Playmaker für lange Scores, während Running Back Dierre Hill Jr. mit einem 50-Yard-TD-Lauf für eines der Highlights des Abends sorgte. Zur Pause führten die Ducks bereits deutlich mit 34:6, hatten die Line of Scrimmage und James Madisons Offense permanent im Griff.
Nach der Halbzeit baute Oregon den Vorsprung mit weiteren Big Plays und einem Special-Teams-Coup - einem geblockten Punt, der zum Touchdown returniert wurde - zwischenzeitlich auf über 30 Punkte aus. Erst in der Garbage Time kam James Madison mit drei späten Touchdowns noch einmal heran, ohne die Partie wirklich noch spannend zu machen.
Das wohl emotional aufgeladenste Spiel des Abends fand in Oxford statt. Ole Miss fertigte Tulane mit 41:10 ab - im ersten Spiel nach dem Abgang von Lane Kiffin zu LSU und dem Aufstieg von Defensive Coordinator Pete Golding zum Head Coach.
Goldings Team nahm ihm sofort alle Nervosität: Schon der erste Drive endete in einem 20-Yard-Touchdown-Lauf von Kewan Lacy zum 7:0, kurz darauf erhöhte Quarterback Trinidad Chambliss nach einer Interception von Cornerback Jaylon Braxton selbst per 4-Yard-Run auf 14:0. Tulane kam zwar im zweiten Viertel per Field Goal von Patrick Durkin auf 14:3 heran, doch Ole Miss hielt mit einem 42-Yard-Field-Goal von Lucas Carneiro zum 17:3-Halbzeitstand direkt dagegen.
Nach der Pause drehte Chambliss endgültig auf. Der Quarterback - zwischenzeitlich selbst kurz angeschlagen - führte einen langen Drive an und fand De’Zhaun Stribling per 13-Yard-TD-Pass zum 24:3. Ein gescheitertes Trickplay Tulanes mit Fumble von Jake Retzlaff bereitete Carneiros 48-Yard-Field-Goal zum 27:3 vor. Im vierten Viertel machten zunächst Logan Diggs mit einem 3-Yard-Touchdown-Lauf und danach erneut Chambliss mit einem 8-Yard-Scramble zum 41:3 endgültig alles klar, bevor Retzlaff mit einem 29-Yard-TD-Pass auf Justyn Reid nur noch auf 41:10 verkürzen konnte.
Chambliss schloss den Abend mit 282 Passing Yards, einem Passing- und zwei Rushing-Touchdowns ab, Ole Miss kam auf 497 Total Yards und spielte vor rekordverdächtiger Kulisse - ein Einstand, mit dem Golding sich auf einen Schlag das Vertrauen der Fanbase nach dem turbulenten Kiffin-Aus sicherte.
Nach dem Erfolg von Alabama über Oklahoma stehen mit den Siegen von Miami, Oregon und Ole Miss die Viertelfinal-Paarungen im College Football Playoff nun fest. Dort steigen die vier Top-Seeds ein und treffen auf die Gewinner der First-Round-Games:
mhh