28.10.2024
NFL, Week 8: 49ers schlagen Cowboys im Krimi
Die Kansas City Chiefs haben ihre Siegesserie in der NFL ausgebaut und sind als einziges Team auch nach sieben Partien ungeschlagen. Spektakuläres gab es derweil in Washington zu sehen.

In Las Vegas, wo die Chiefs im Februar den Super Bowl gewonnen hatten, holte die Mannschaft um Quarterback Patrick Mahomes gegen die Raiders ein 27:20. Mahomes (27/38, 262 Yards, 2 TD/1 INT) kam auf zwei Touchdown-Pässe, musste sich nach einer Interception aber auf seine Verteidigung verlassen, die die Raiders (2-6) aus drei Yards nicht bis in die Endzone ließ. Und so fiel Las Vegas um QB Gardner Minshew (24/30, 209 Yards, 2/0) auf 2-6 ab - mit den Playoffs wird es also ein schwieriges Unterfangen.
Die Chiefs wollen ihrerseits als erstes Team der NFL-Geschichte den Super Bowl zum dritten Mal in Serie gewinnen.
Zu den Teams mit sechs Siegen zählen unerwartet auch die Washington Commanders (6-2) - und das dank einer spektakulären Schlussszene, die schon jetzt zu den Momenten der Saison zählt.
Beim Stand von 12:15 im Duell mit den Chicago Bears (4-3; Caleb Williams mit 10/24, 131 Yards, 0/0) und auslaufender Uhr schleuderte Commanders-Quarterback Jayden Daniels den Ball nach 13-sekündigem Scramblen im Mittelfeld schließlich über 52 Yards bis in die Endzone zum siegbringenden Touchdown. Noah Brown fing das in der Endzone zunächst von Commanders-TE Zach Ertz sowie wohl auch Cornerback Tyrique Stevenson abgefälschte Ei und konnte sein Glück erst einmal gar nicht fassen.
"Das ist verrückt, du spürst einfach die Energie im Stadion", sagte Passgeber Daniels. Alle Punkte zuvor hatten die Commanders durch Field Goals erzielt. Durch den Sieg verteidigte die Mannschaft Rang 1 in der NFC East vor den Philadelphia Eagles (5-2), die zuvor 37:17 gegen die Cincinnati Bengals (3-5) gewonnen hatten.

DPA, aho
Die San Francisco 49ers bezwangen im Sunday Night Game die Dallas Cowboys (3-4) mit 30:24 und stellten ihre Bilanz auf 4-4. Eine gelungene Antwort auf die Niederlage im Super-Bowl-Rematch neulich gegen die Chiefs. Spielmacher Brock Purdy führte die Kalifornier in einem dominanten dritten Viertel (21:0) mit einem TD-Pass auf George Kittle und einem kurzen Run in die Endzone zum Sieg. Den daraus resultierenden 17-Punkte-Rückstand konnten die Cowboys trotz zweier TD-Pässe von Dak Prescott auf CeeDee Lamb nicht mehr wettmachen.
Purdy kam bei 18 erfolgreichen Würfen (26 Versuche) auf 260 Yards Raumgewinn (1/0) und fügte im Laufspiel weitere 56 Yards hinzu. Prescott erreichte im passspiellastigen Spiel der Texaner 243 Yards (25/38), zu seinen beiden TD-Pässen gesellten sich auch zwei Interceptions. Beim letzten Drive fabrizierte Prescott vier Incomplete Passes in Serie - das Spiel war entschieden.
Sechs Siege haben neben den Washington Commanders außerdem die Detroit Lions um Amon-Ra St. Brown, der beim 52:14 gegen die Tennessee Titans im fünften Spiel in Serie einen Touchdown erzielte, sowie die Buffalo Bills (31:10 gegen die Seattle Seahawks), die Houston Texans (23:20 gegen die Indianapolis Colts) und die Green Bay Packers (30:27 gegen die Jacksonville Jaguars).
Die Baltimore Ravens zählen nach der überraschenden 24:29-Niederlage gegen die Cleveland Browns nicht zu dieser Verfolgergruppe. Bei den Browns, die zuvor nur eines von sechs Spielen gewonnen hatten, überzeugte Jameis Winston als Quarterback im ersten Spiel nach der Verletzung von Deshaun Watson.