20.09.2025
GFL-Playoffs
Die Viertelfinal-Spiele der ERIMA GFL Playoffs haben am Samstag ihren Auftakt gefeiert - und das mit reichlich Drama. Während die Munich Cowboys in einer wahren Nervenschlacht die Berlin Rebels niederrangen, setzten sich die Potsdam Royals souverän gegen die Schwäbisch Hall Unicorns durch. Am Samstag spielten zudem auch die Dresden Monarchs gegen die Pforzheim Wilddogs, bevor Ravensburg und Kiel die Playoff-Viertelfinalrunde am Sonntag abrunden werden.

Die ERIMA GFL Playoffs sind gestartet und lieferten gleich zwei hochklassige Partien. In München boten sich die Cowboys und Rebels ein Offensiv-Feuerwerk mit dramatischer Overtime-Entscheidung, während die Royals in Potsdam den Unicorns keine Chance ließen. Die Ausgangslage in einem Halbfinale ist damit schon klar: Die Cowboys reisen zu den Royals. Wer das andere Halbfinalspiel komplettiert, entscheidet sich am Sonntag.
Die Zuschauer in München erlebten ein echtes Football-Spektakel. Headcoach Christos Lambropoulos und Quarterback Zachary Whitehead eröffneten das Spiel mit einem Field Goal, bevor Berlins Spielmacher Connor Kaegi früh einen Trickspielzug auspackte: Ein Flea Flicker fand Filip Uderhardt tief in der Endzone zur 7:3-Führung für die Rebels.
Die Cowboys antworteten prompt mit einem Touchdown-Lauf von Running Back Mustafa Othman-Khaldun und erhöhten nach einer Interception von Kaegi durch Peter Tarantino mit einem Touchdown-Pass von Whitehead auf Gabriel Boccella auf 17:7. Zwar verkürzte Kaegi danach selbst per Lauf, doch München nahm noch ein Field Goal mit und ging mit einer 20:14-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Momentum: Die Rebels gingen nach einem Touchdown von Aaron Jackson erstmals mit 24:20 in Führung, während München erneut nur per Field Goal antworten konnte. In einer dramatischen Schlussphase brachte Nazar Bombata Berlin auf 31:23 nach vorn, doch die Cowboys kämpften sich zurück. Fabian Kempter sorgte per Touchdown für die wichtigen sechs Zähler, während die anschließende Two Point Conversion zum Ausgleich ebenfalls erfolgreich war - 31:31 kurz vor Schluss. Whitehead improvisierte dabei unter Druck und fand seinen Landsmann Boccella in der Endzone.
Noch war Zeit auf der Uhr. Im 3rd & 10 verlängerte eine fragwürdige Roughing-the-Passer-Strafe den Drive der Rebels, bevor Bombata im nächsten Spielzug den Ball fumblete. Die Cowboys eroberten das Leder und hatten eine Minute vor Ende die Chance auf den Game Winning Drive. Doch Kicker Maximilian Mittasch vergab aus knapp 45 Yards das Field Goal - Overtime!
In der Verlängerung legten die Cowboys vor. Othman-Khaldun lief von der 1-Yard-Linie in die Endzone. Die Rebels mussten nachziehen, doch ein Fumble im vierten Versuch beendete das Spiel und wurde von der Münchener Defense noch zum Touchdown zurückgetragen. Am Ende jubelten die Cowboys über ein spektakuläres 44:31 und das Ticket fürs Halbfinale gegen die Potsdam Royals.
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Weniger eng, aber nicht minder intensiv verlief das zweite Viertelfinale. Die Unicorns starteten stark mit Quarterback Josh Taylor, der Austin Brock in der Endzone fand. Auch die Two Point Conversion im Philly-Special-Stil saß - 8:0. Potsdam schlug sofort zurück: Quarterback Xeavier Bullock bediente Milan Spiller tief, und die Conversion stellte auf 8:8. Kurz darauf lief Bullock selbst in die Endzone zum 14:8.
Die Unicorns antworteten mit einem spektakulären Catch von Alexandre Agnimel, der ein neues First Down ermöglichte, und ein Field Goal von Toni Trefzer - 14:11. Doch Potsdam blieb effizient. Kenyatte Allen fand erneut Spiller, und kurz vor der Halbzeit baute Bullock die Führung weiter aus. Zur Pause führten die Royals souverän mit 26:11.
Im dritten Viertel blieb die Partie punktelos, auch weil Taylor sich verletzte und Backup Ian Gehrke übernehmen musste. Schwäbisch Hall verkürzte zwar im Schlussabschnitt durch Running Back Jerome Manyema auf 26:17, doch Potsdam antwortete eiskalt. Wieder war es Spiller, der für einen Touchdown sorgte, diesmal mit erfolgreicher Two Point Conversion - 34:17. Danach bauten die Royals durch weitere Scores die Führung bis auf 42:17 aus.
Taylor kehrte noch einmal zurück und fand Agnimel für einen Touchdown, doch der Rückstand war zu groß. Potsdam legte noch einmal nach und siegte am Ende klar mit 48:25. Damit haben die Royals nun Heimrecht im Halbfinale gegen die Cowboys.
Die Dresden Monarchs setzten sich souverän mit 41:22 gegen die Pforzheim Wilddogs durch und untermauerten damit ihre Ambitionen im Titelrennen. Am Sonntag folgt dann das letzte Viertelfinale zwischen den ifm Razorbacks Ravensburg und den Kiel Baltic Hurricanes. Danach stehen alle Halbfinalisten der ERIMA GFL fest.