vor 22 Stunden
Spiel der Woche
Am zweiten Spieltag der neuen europäischen Football-Liga EFA trafen die Raiders Tirol auswärts auf Nordic Storm. Das hochklassige Duell blieb lange ausgeglichen und bot auf beiden Seiten spektakuläre Plays, ehe sich die Gastgeber gegen Ende der Partie deutlich absetzten.

Die Ausgangslage vor dem zweiten EFA-Spiel beider Teams war klar: Nordic Storm wollte auf der dominanten Leistung aus Week 1 aufbauen, während die Gäste aus Innsbruck nach der bitteren Niederlage gegen München vor allem defensiv verbessert auftreten wollten.
Die Hausherren aus Kopenhagen eröffneten die Partie mit ihrer Offense rund um Quarterback Jadrian Clark. Doch die in der vergangenen Woche noch mit großen Problemen kämpfende Raiders-Defense erzwang direkt einen schnellen Punt.
Doch auch die Gäste taten sich in ihrem ersten Ballbesitz schwer, den Ball zu bewegen, nachdem Linebacker Ludvig Myren Raiders-Quarterback Steven Krajewski für Raumverlust zu Boden brachte.
Mit dem nächsten Ballbesitz von Clark fand sich die Storm-Offense nahe der Mittellinie in einer 4th-&-8-Situation wieder. Doch der Pass über die Mitte konnte nicht gefangen werden, wodurch die Innsbrucker den Ball nach einem Turnover on Downs in sehr guter Feldposition übernahmen. Kapital schlagen konnten sie daraus allerdings nicht, stattdessen mussten sich die Raiders schnell wieder per Punt vom Ballbesitz trennen.
Dann folgte das erste Big Play der Partie: Storm-Tight-End Roberto Miranda sorgte nach einem kurzen Screen Pass für einen großen Raumgewinn, der die Gastgeber bis kurz vor die Endzone brachte. Wenig später erzielte er mit einem weiteren Catch auch den ersten Touchdown des Spiels.
Auch wenn die Gäste offensiv nicht mit einem Touchdown antworten konnten, verkürzten sie zumindest per Field Goal von Kicker Jonata Loria auf 3:6. Beim anschließenden Kickoff Return der Gastgeber fumbelte Returner Edvin Almeida den Ball, wodurch die Raiders direkt in der gegnerischen Hälfte wieder in Ballbesitz kamen. Wirklich bewegen konnten die Innsbrucker den Ball danach allerdings nicht, und auch der anschließende Field-Goal-Versuch verfehlte diesmal die Torstangen.
Der anschließende Drive der Kopenhagener nahm einiges an Zeit von der Uhr, ehe Clark am Ende seinen US-amerikanischen Teamkollegen Brendan Beaulieu zum Touchdown fand. Diesmal war auch der Extrapunkt erfolgreich, wodurch die Gastgeber mit 13:3 in Führung gingen.
Die Gäste antworteten mit einem starken offensiven Drive, der sie wenige Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit bis kurz vor die Endzone brachte. Doch dann zeigte Defensive Back Maceo Beard, warum er einst Zeit bei den San Francisco 49ers verbrachte. Ein kurzer Pass von Krajewski über die Mitte sollte eigentlich Marco Schneider zum Touchdown finden, doch Beard warf sich dazwischen und fing den Ball zur Interception und einem wichtigen Goal-Line-Stand ab.
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Statt mit einem potenziellen 13:10 in die Halbzeit zu gehen, sorgte der späte Turnover dafür, dass das Heimteam mit einer komfortablen 13:3-Führung in die Pause ging.
Zu Beginn der zweiten Hälfte eröffnete Krajewski mit seiner Offense den ersten Ballbesitz und leitete direkt einen effizienten Drive bis in die Redzone ein. Diesmal vermieden die Raiders den Turnover, stattdessen lief Running Back Tobias Bonatti den Ball durch die Mitte in die Endzone und verkürzte den Rückstand auf 13:10.
Doch die Gastgeber ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Ganz im Gegenteil: Wenig später bauten sie ihre Führung wieder auf neun Punkte aus, nachdem sich der Brite Glen Toonga mit einem äußerst physischen Lauf in die Endzone tankte.
Der anschließende Drive der Raiders endete nicht in Punkten. Stattdessen wurde der Ball tief in die Hälfte der Kopenhagener gepuntet, die ihren nächsten offensiven Ballbesitz kurz vor der eigenen Endzone starteten. Diese schwierige Feldposition konnte Nordic Storm nicht erfolgreich lösen, denn auch die Gastgeber mussten sich wenig später per Punt wieder vom Ball trennen.
Danach sorgte erneut Miranda, der bereits Erfahrung im Division-I-College-Football gesammelt hatte, mit einem weiteren Big Play für Gefahr. Direkt im Anschluss ging sein Quarterback tief, doch der Pass fand keinen Abnehmer außer Raiders-Defensive-Back Jonas Fuschelberger, der den Ball völlig frei intercepten konnte. Beim Spielstand von 19:10 bekamen die Raiders nach dem nächsten Turnover der Gastgeber somit eine weitere Chance, den Rückstand zu verkürzen. Doch Krajewski tat es Clark gleich und warf nur wenige Spielzüge später ebenfalls eine Interception auf Brandon Bryant.
Und dann war es erneut Miranda, der sich immer mehr zum Player of the Game entwickelte und nicht nur weitere Big Plays für die Offense von Nordic Storm produzierte, sondern auch den nächsten Touchdown zum 25:10 aufs Feld zauberte.
Mit nur noch knapp zehn Minuten auf der Uhr mussten die Österreicher schnell antworten, um ihre Chance auf den Sieg am Leben zu halten. Das mögliche Comeback erhielt jedoch den ersten Dämpfer, nachdem die Raiders den Ball offensiv kaum bewegen konnten und den Ballbesitz schnell wieder abgeben mussten. Wenig später folgte der nächste Rückschlag: Toonga trug den Ball mit einem explosiven Lauf über die linke Seite bis in die Endzone und erhöhte auf 32:10.
Kurz vor Schluss konnten die Raiders noch einmal Punkte aufs Board bringen. Lukas Haslwanter fing einen kurzen Pass und lief anschließend frei in die Endzone. Die letzten Punkte der Partie gehörten jedoch den Gastgebern. Nach einem weiteren Play-Action-Pass ging Clark tief auf Beaulieu, der den Ball spektakulär über zwei Verteidiger hinweg in der Endzone sicherte und damit den 39:16-Endstand herstellte.