05.01.2026
Wildes letztes Viertel
Die Philadelphia Eagles gingen im letzten Spiel der Regular Season mit einer stark rotierten Mannschaft ins Duell mit den Washington Commanders und verpassten am Ende die Chance, ihre Ausgangslage für die Playoffs weiter zu verbessern. Trotz zwischenzeitlicher Kontrolle über das Spiel unterlagen die Eagles mit 17:24 und beendeten die Saison als Nr.-3 Seed der NFC.

Philadelphia startete mit Backup-Quarterback Tanner McKee, der die Offense zunächst ruhig führte. Nachdem Washington ihren langen Auftaktdrive wegen einem verpassten Field Goal von Jake Moody aus kurzer Distanz ohne Punkte gelassen hatte, brachte McKee die Eagles mit einem Touchdown-Pass auf Grant Calcaterra mit 7:0 in Führung.
Die Commanders antworteten im zweiten Quarter mit einem Touchdown-Lauf von Chris Rodriguez Jr. zum 7:7, ehe ein spätes Field Goal Washington eine 10:7-Halbzeitführung bescherte. Beide Teams ließen bis dahin weitere Chancen liegen, Philadelphia unter anderem nach Turnovern und guter Feldposition.
Nach der Pause kippte das Spiel zunächst zugunsten der Eagles. Ein missglückter Snap der Commanders führte zu einem Ballgewinn, den Philadelphia nutzte. Angeführt von Running Back Tank Bigsby erarbeiteten sich die Eagles erneut die Führung, Bigsbys Touchdown brachte das 14:10. Ein weiteres Field Goal baute den Vorsprung im dritten Quarter auf 17:10 aus, während die Defense Washington weiter in Schach hielt.
Im Schlussviertel drehte sich das Spiel jedoch nochmal. Washington arbeitete sich mit einem langen Drive zurück und glich nach mehreren Strafen der Eagles-Defense durch einen Touchdown-Pass von Josh Johnson auf John Bates zum 17:17 aus. Die Eagles-Offense antwortete mit einem schnellen Three-and-Out, was den Commanders die Tür öffnete.
Zwei Minuten vor dem Ende brachte Johnson Washington mit einem Touchdown-Lauf endgültig in Führung. Für den Journeyman-Quarterback war es der erste eigene Rushing Touchdown seit 2018, entsprechend emotional fiel der Jubel aus. Die Eagles erhielten zwar noch eine letzte Chance, doch ein Sack von Vonnie B’Vsean Von Miller gegen McKee beendete die letzten Hoffnungen.
Damit war nicht nur das Spiel entschieden, sondern auch die Playoff-Position der Eagles fixiert. Ein Sieg hätte, begünstigt durch den parallelen Lions-Sieg in Chicago, noch den Sprung auf den Nr.-2-Seed ermöglicht. Stattdessen geht Philadelphia trotz des zweiten Divisionstitels in Folge mit einer 3-3-Bilanz in der NFC East als dritter Seed in die Postseason. In der Wild Card Round warten nun die San Francisco 49ers.
mhh
Auffällig waren die Probleme in der Secondary der Eagles. Der 39-jährige Josh Johnson nutzte Abstimmungsfehler und zahlreiche Strafen konsequent aus. Insgesamt leistete sich Philadelphia neun Penalties für 123 Yards, während Washington mit nur vier Strafen für 19 Yards deutlich disziplinierter blieb.
Josh Johnson brachte für Washington 14 seiner 22 Passversuche für 131 Yards an, warf einen Touchdown und leistete sich eine Interception. Auf Seiten der Eagles kam Tanner McKee auf 21 erfolgreiche Pässe bei 40 Versuchen für 241 Yards, einen Touchdown und ebenfalls eine Interception.