28.09.2025
NFL erstmals in Dublin
Die Pittsburgh Steelers gewinnen das erste Spiel der NFL-Geschichte in Irland mit 24:21 gegen die Vikings. Matchwinner war neben Kenneth Gainwell und D.K. Metcalf die überragende Defensive der Steelers.

Die erste NFL-Partie in Dublin begann direkt turbulent: Nach einem Lauf von Jordan Mason verloren die Vikings früh den Ball. Steelers-Neuzugang Jalen Ramsey schnappte sich das Leder und trug es bis in die Endzone, doch der vermeintliche Touchdown zählte nicht, da ein Verteidiger Pittsburghs beim Fumble bereits im Aus stand.
Minnesota behielt den Ball und nutzte den Drive für ein Field Goal zur 3:0-Führung.
Die Antwort von "Steel City" ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem starken Drive marschierten sie das Feld hinunter, ehe Kenneth Gainwell aus einem Yard Entfernung den Touchdown zum 7:3 besorgte.
Die Vikings hingegen taten sich in der Offensive weiter schwer und mussten punten.
Im Gegenzug schlug Pittsburgh sofort wieder zu: Aaron Rodgers fand seine Top-Anspielstation D.K. Metcalf mit einem tiefen Pass über 80 Yards - Touchdown und die 14:3-Führung. Für "A-Rod" war es bereits der 60. Touchdown seiner Karriere gegen die Vikings, ein weiteres Kapitel seiner eindrucksvollen Bilanz gegen den ehemaligen Divisionsrivalen.
Minnesota konnte den Rückschlag nicht sofort abschütteln. Carson Wentz, der Ersatzmann für den verletzten J.J. McCarthy, suchte Receiver Jordan Addison, der nach seiner abgesessenen Sperre erstmals wieder auf dem Feld stand. Doch der Ball wurde abgefälscht, und Safety DeShon Elliott fing die Interception für die Steelers.
Pittsburgh setzte den Drive fort, musste aber durchatmen, als Rodgers bei einem Lauf den Ball verlor. Glücklicherweise konnte O-Liner Broderick Jones das Leder rechtzeitig sichern.
nkr
Die Steelers versuchten anschließend, per Field Goal die Führung auszubauen, doch Isaiah Rodgers blockte den Kick, ein erneutes Ausrufezeichen nach seiner starken Leistung gegen Cincinnati in der Vorwoche.
Kurz vor der Pause meldeten sich die Vikes dann immerhin noch einmal zurück und verkürzten durch ein Field Goal auf 6:14.
Mineapolis kam zudem gut aus der Pause und marschierte gleich wieder das Feld hinunter. Doch T.J. Watt übernahm das Spiel und sorgte mit einer Interception für die Wende.
Wentz' Wurf war hier in der Luft abgeblockt worden - und Watt fing den Ball an der eigenen 30-Yard-Linie, der zweite Turnover des Nachmittags für Minnesota.
Pittsburgh nutzte die Gelegenheit eiskalt: Gainwell lief für seinen zweiten Touchdown des Spiels und erhöhte den Vorsprung auf 21:6. Die Vikings konnten dem jetzt anrollenden Steelers-Momentum wenig entgegensetzen.
Im weiteren Verlauf war die Defensive beider Teams das bestimmende Element. Minnesota ging mehr Risiken ein - und Carson Wentz musste deutlich mehr werfen, als ihm lieb war, was die Steelers-Defensive immer wieder zu kapitalisieren wusste. Im vierten Quarter erhöhte "Steel City" obendrein durch ein Field Goal aufs vorentscheidende 24:6.
Die Vikings gaben sich jedoch nicht geschlagen. Carson Wentz fand seinen Running Back Zavier Scott mit einem Pass in die Endzone. Die anschließende Two-Point-Conversion verwandelte Jalen Nailor, und die Vikings verkürzten auf 14:24.

Trotz des Aufbäumens ließen sich die Steelers nicht aus der Ruhe bringen. Sie liefen den Ball effektiv und sorgten dafür, dass nur noch wenig Zeit auf der Uhr blieb. In einer entscheidenden Szene diskutierte Rodgers mit Coach Mike Tomlin beim vierten Versuch und drei Yards. Tomlin wollte das Field Goal schießen, doch Rodgers drängte darauf, den Versuch auszuspielen. Letztlich setzte sich Rodgers durch, doch der Versuch misslang - und die Vikings konnten den Turnover on Downs erzielen.
Plötzlich wurde es wieder spannend in Dublin. Wentz fand Addison und brachte den Ball mit einem gewaltigen Raumgewinn von 81 Yards nach vorne. Im anschließenden vierten Versuch war es dann Wentz selbst, der Jalen Nailor anspielte - Score für die Vikings. Mit der erfolgreichen Two-Point-Conversion verkürzten sie den Rückstand plötzlich nur noch auf 21:24 und brachten das eigentlich entschiedene Spiel noch einmal richtig in Bewegung.
Der folgende Onside scheiterte jedoch. Und auch wenn die Vikings nochmals den Ball mit einer Minute auf der Uhr erhielten, reichte es nicht mehr fürs anvisierte große Comeback. Auch weil die Defense der Steelers hier einmal mehr den Spielverderber gab. Damit gewannen die Steelers ein spannendes Spiel mit 24:21 gegen die Vikings und verbesserten sich auf 3-1.
Rodgers führte sein Team dabei mit 200 Yards, zwei Touchdowns und keiner Interception zum Sieg. Besonders gut war seine Verbindung mit D.K. Metcalf. Der Receiver fing fünf Bälle für 125 Yards und einen Touchdown. Darüber hinaus erreichte Gainwell zwei Scores.
Matchwinner war aber vor allem die Defensive der Steelers: Zwei Interceptions und sechs Sacks sorgten für große Probleme bei den Vikings. Wentz hingegen zeigte eine durchwachsene Leistung. Der Backup warf für 349 Yards, zwei TDs und zwei Int. Besonders gut war seine Verbindung zu Justin Jefferson. Der Receiver fing zehn Bälle für 126 Yards.