04.01.2026
Regenschlacht im NFC-Entscheidungsspiel
Week 18 und damit der Abschluss dieser Regular Season fuhr direkt mit dem mit Spannung erwarteten NFC-South-Vergleich zwischen den Tampa Bay Buccaneers und Carolina Panthers auf. Hier erwiesen sich die Gastgeber jedoch direkt vom Start als fokussierter, frischer, besser - und erhielten am Ende mit einem knappen Sieg ihre Playoff-Chance.

Beim direkten Duell zwischen Tampa Bay und Carolina ging es kurz nach dem Jahreswechsel um nichts Geringeres als den Divisionssieg in der NFC South und das damit verbundene Playoffs-Heimspiel.
Die Vorzeichen hatten dabei nach einem wirklich miserablen Lauf der lange Zeit souverän auf Rang 1 stehenden Buccaneers (sieben aus den jüngsten acht Spielen bis zu diesem Regular-Season-Finale verloren) voll auf die ein wenig formstarken Panthers gezeigt. Doch die Gastgeber im heimischen Raymond James Stadium erwiesen sich bei starkem Dauerregen und sich dadurch im Spielverlauf immer weiter leerenden Ränge perfekt eingestellt - und rollten direkt mit dem ersten Drive sauber übers Feld.
Nach einigen Läufen von Running Back Bucky Irving sowie drei von drei angebrachten Pässen von Quarterback Baker Mayfield auf Top-Receiver Mike Evans und Tight End Cade Otton, der am Ende dieses Angriffs einen 18-Yard-Touchdown verbuchte, stand direkt ein 7:0 zu Buche. Im weiteren Verlauf sollten den Mannen aus Florida auch noch zwei Field Goals durch Kicker Chase McLaughlin gelingen - ordentliche 13 Zähler standen damit auf der Anzeigentafel.
Das einzige Manko? Zwischenzeitlich war Mayfield bei einem Wurf durch die Mitte eine fatale Interception unterlaufen. Denn diesen Pick von Linebacker Christian Rozeboom münzte Carolinas Offense um Spielmacher Bryce Young direkt bei einem kurzen Drive über lediglich drei Spielzüge in einen eigenen TD um (8-Yard-Catch von Tight End Tommy Tremble), auch wenn ihnen kurz darauf selbst eine Interception (Young in die Arme von Cornerback Jacob Parrish) unterlaufen war. Somit musste der Gast aus North Carolina mit einem insgesamt auch verdienten 7:13-Rückstand in die Pause gehen.
Nach Wiederbeginn häuften sich dann die aus neutraler Sicht unschönen Drives. Es gab jeweils eine verpasste Field-Goal-Chance, ein paar Punts und einen Fumble zur Unzeit der Panthers. Running Back Rico Dowdle, der bei dieser Partie mit nur noch wenig benötigten Yards einen Vertragsbonus von einer Million US-Dollar aktiviert hatte, unterlief dieser Patzer nach einem punktlosen dritten Viertel mitten im vierten Quarter.
mag
So stand es bis kurz vor Spielschluss auch aufgrund eines verwandelten Field Goals Tampa Bays (McLaughlin aus 48 Yards) 16:7 - einen Zwei-Score-Vorsprung hatte sich das Team von Head Coach Todd Bowles somit herausgearbeitet. Die noch anwesenden heimischen Fans mussten sich dennoch nochmals aufrecht hinsetzen, weil Carolina unter dem weiterhin starken Regen im Verzweiflungsmodus plötzlich groß scorte. Nach einem nicht einmal drei Minuten andauernden Drive über acht Plays und 72 Yards stand unter anderem nach Pässen von Quarterback Young auf Erstrunden-Rookie Tetairoa McMillan (Eight Overall im letztjährigen Draft) über 40 Yards und dem stark in der Endzone fangenden 2024er Undrafted Receiver Jalen Coker (acht Yards) das 14:16.
Dennoch musste nun eben nochmals das Ei erobert oder zumindest mit den noch drei verfügbaren Auszeiten das Angriffsrecht der Buccaneers aufgehalten werden - und genau das gelang der Panthers-Defense nicht. Vor allem dank eines Wurfs von Tampa Bays Spielmacher Mayfield auf Tight End Otton (20 Yards) wurde die Uhr clever ausgespielt - und eben letzten Endes ein wichtiger 16:14-Erfolg im eigenen Stadion eingesackt. Drei Laufspielzüge und ein langer Punt halfen ebenso, ehe mit noch 18 Sekunden tief in der eigenen Hälfte auch kein Wunder für Carolina mehr passierte. Eine Hail Mary war hier von der eigenen 21-Yard-Linie nicht möglich für Young, ein deswegen gewähltes Lateral-Geplänkel beendete die Nummer (Fumble von McMillan).
Und somit tüteten die Bucs den dringend benötigten Sieg ein, um die Bilanz am Ende dieser Regular Season auf ein für einen möglichen Divisionssieger dennoch arg überschaubares 8:9 anzuschrauben.

Das Playoff-Ticket, das die Panthers mit einem eigenen Erfolg derweil zu 100 Prozent hätten sichern können, war der Truppe von Spielmacher Mayfield (16/22, 203 Yards, ein TD, eine Int.) aber noch nicht sicher. Sie mussten nun noch darauf hoffen, dass der längst aus dem Rennen um die Endrunde ausgeschiedene NFC-South-Rivale Atlanta Falcons sein Heimspiel gegen die New Orleans Saints verlor, um eben nicht auch noch auf 8:9 zu kommen. Denn sonst würde es zu einem Dreiervergleich zwischen Panthers, Bucs, Falcons kommen (jeweils 8:9 in diesem Szenario) - und hier hätte dann doch plötzlich Carolina wieder die besseren Karten.
Bedeutete kurzum, dass beide Teams nach diesem eigenen wie direkten Endspiel ums siebte und letzte NFC-Playoff-Ticket vom Sofa auf auf Schützenhilfe der Falcons hoffen mussten. Tampa Bay eben auf eine Niederlage Atlantas gegen New Orleans, die Panthers um Quarterback Young (24/35, 266 Yards, zwei TDs, eine Int.) und Head Coach Dave Canales in dessen erst zweiten NFL-Jahr als Chef auf ein Erfolgserlebnis der Falcons.