23.11.2025
171 Yards und zwei Touchdowns
Die Seattle Seahawks haben nach der bitteren Pleite gegen die Rams wieder geliefert, zumindest über weite Strecken. Beim Sieg in Tennessee dominierten sie drei Viertel lang, ehe Rookie-Quarterback Cam Ward und Wide Receiver Chimere Dike die Titans spät zurück ins Spiel holten. Am Ende reichte Seattles Vorsprung jedoch aus, um den achten Saisonsieg einzutüten.

Tennessee startete mutig und ging durch ein 22-Yard-Field-Goal von Joe Slye mit 3:0 in Führung. Doch danach übernahm Seattle komplett. Jason Myers egalisierte den Rückstand und eröffnete damit eine Serie von sechs Seahawks-Scoring-Drives in Folge.
Das erste große Highlight lieferte Sam Darnold: Der Quarterback fand Jaxon Smith-Njigba tief über die Mitte für einen 63-Yard-Touchdown - ein klares Statement nach seiner Vier-Interception-Vorstellung aus der Vorwoche gegen die Los Angeles Rams. Myers erhöhte kurz darauf mit Field Goals aus 30 und 36 Yards auf 16:3 zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel wurde es historisch: Smith-Njigba, in dieser Saison der beste und konstanteste Receiver der Liga, legte erst eine 56-Yard-Bombe nach und vollendete denselben Drive später mit einem 13-Yard-Touchdown-Catch. Seattle führte nun 23 unbeantwortete Punkte später mit 23:3.
Der 23-Jährige beendete den Abend mit 171 Yards und zwei Touchdowns und schrieb erneut Geschichte. Er bricht nicht nur den Rekord für die meisten Receiving Yards in einer Saison in Seahawks-History, er ist auch der erste Spieler in NFL-Geschichte, der jeweils in den ersten elf Spielen der Saison mindestens 75 Yards erzielt hat.
Erst ein Big Play der Special Teams brachte Tennessee zurück ins Spiel: Chimere Dike returnte einen Punt über 90 Yards zum Touchdown - ein dringend benötigter Moment für die Gastgeber. Doch auch darauf hatte Seattle die Antwort: Zach Charbonnet vollendete einen methodischen Drive mit einem 5-Yard-Run zum 30:10.
Rookie-Quarterback Cam Ward zeigte danach Moral: Er führte die Titans über das Feld und lief selbst für einen 5-Yard-Touchdown ein. Und als Edge Rusher Arden Key später Sam Darnold bei 4th&3 sackte, erhielt Tennessee die Chance auf eine Sensation. 47 Sekunden vor Schluss verkürzte erneut Chimere Dike - diesmal mit einem 1-Yard-Touchdown-Catch, seinem zweiten des Abends. Der anschließende Onside Kick misslang jedoch, sodass Seattle das Spiel kontrolliert auslaufen ließ.
mgs
Die Seahawks gewinnen ein Spiel, das sie eigentlich früh entscheiden, am Ende aber unnötig spannend machen. Jaxon Smith-Njigba bleibt der Spieler der Stunde - mit einer Performance, die einmal mehr unterstreicht, dass er aktuell zu den besten Receivern der NFL gehört.
Tennessee dagegen darf trotz der Niederlage zufrieden sein: Cam Ward zeigte Fortschritte und Chimere Dike hielt mit zwei Touchdowns und seinem Punt-Return die Titans fast im Alleingang im Spiel.