02.01.2025
101 Yards zur Bestmarke
Am Ende einer furiosen Regular Season wird Saquon Barkley den 40 Jahre alten Rushing-Rekord der NFL nicht brechen. Die Philadelphia Eagles setzen den Running Back am letzten Spieltag gegen die New York Giants nicht ein.

Mit einer 167-Yard-Vorstellung gegen Dallas hatte Barkley am vergangenen Wochenende als erst neunter Spieler der NFL-Geschichte die Marke von 2000 Rushing Yards in einer Saison durchbrochen.
Mit 2005 Yards fehlten dem 27-Jährigen nur noch 101 Yards, um einen Saisonrekord zu brechen, der in der NFL seit 1984 Bestand hat: Hall of Famer Eric Dickerson erlief für die Los Angeles Rams seinerzeit in seiner damals erste zweiten Spielzeit 2105 Yards.
Brechen können hätte Barkley den Rekord ausgerechnet gegen sein altes Team, die New York Giants, die er vergangenen Sommer als Free Agent Richtung Philadelphia verlassen hatte. Im ersten Duell beider Teams in Woche 7, das die Eagles mit 28:3 gewannen, war Barkley für 176 Yards und einen Touchdown gelaufen.
Die Eagles haben jedoch andere Prioritäten. Sie stehen vor dem abschließenden Spieltag bereits als Gewinner der NFC East fest und gehen sicher als Zweiter in die Playoffs der NFC, die am 11. Januar beginnen. Zu kostbar ist da ein Wochenende Pause - gerade für die Eagles, die ihre Bye-Week schon früh in der Saison (Woche 5) hatten. Zu groß das Risiko, dass sich ein Leistungsträger bei einem bedeutungslosen Spiel verletzt. Rekord hin oder her. Das Ziel ist der Super Bowl.
So beendete Head Coach Nick Sirianni am Donnerstag alle Diskussionen um den möglichen Rushing-Rekord (die es auch in der Eagles-Kabine gegeben hatte) und verkündete: Barkley wird am Sonntag (19 Uhr MEZ) gegen die Giants nicht spielen. Es sei "nicht die einfachste Entscheidung" gewesen - aber nach vielen Gesprächen habe er sie getroffen, so Sirianni.
Und auch Barkley konnte es nachvollziehen. "Es gibt einen Grund, dass er der Head Coach ist. Er trifft diese Entscheidungen", sagte er über Sirianni, den er wissen lassen hatte: "Wenn ihr mich spielen lasst, werde ich rausgehen und sicherstellen, dass ich mir den Rekord hole. Und wenn ich nicht spiele, ist das für mich auch ok." Den Erfolg des Teams wolle er für den Rekord nicht riskieren.
Daraus, dass es etwas Besonderes gewesen wäre, sich diesen ausgerechnet gegen die Giants zu holen, machte der Running Back aber auch keinen Hehl. "Das wäre schon ein Full-Circle-Moment gewesen", sagte der 27-Jährige. "Aber ich habe größere Dinge im Kopf - und wir bekommen die Chance, uns auszuruhen und für die Playoffs bereit zu sein."
Die Eagles sind nicht die einzigen Playoff-Teilnehmer, die ihren Startern zum Ende der Regular Season hin eine Pause gönnen. Star-Quarterback Patrick Mahomes wird beim abschließenden Spiel der Kansas City Chiefs bei den noch nicht gesicherten Denver Broncos genauso wenig zum Einsatz kommen wie sein Kollege Matthew Stafford beim Duell der Los Angeles Rams mit den Seattle Seahawks.
ski