26.04.2025
Fünf andere Quarterbacks vorgezogen
Kaum ein Spieler sorgte im College-Football in den vergangenen Jahren für einen solchen Hype wie Quarterback Shedeur Sanders. Im NFL Draft 2025 stürzte der Sohn von Hall of Famer Deion Sanders allerdings komplett ab - in den ersten drei Runden wurde er nicht gewählt.

"Wir haben das natürlich alle nicht erwartet", hatte Sanders gesagt, nachdem er am ersten Draft-Tag in Green Bay von keinem Team gewählt worden war. Die Tennessee Titans hatten sich mit dem First Overall Pick wie erwartet für Cam Ward (Miami) entschieden, die New York Giants daraufhin an 25 für Jaxson Dart (Ole Miss). "All das ist natürlich Öl für das Feuer. Morgen ist der Tag. Wir werden trotzdem glücklich sein", meinte Sanders, lange als Kandidat für einen vorderen Pick gehandelt, im Haus seiner Familie in Texas.
Doch auch am Freitag (Ortszeit) ging das Warten für Sanders weiter, der das Team der Colorado University unter der Leitung seines berühmten Vaters Deion (Super-Bowl-Champion mit den San Francisco 49ers und den Dallas Cowboys) nach langer Bedeutungslosigkeit wieder auf die Landkarte des College-Footballs gebracht hatte.
Denn wer gedacht hatte, die Cleveland Browns könnten den zweiten Draft-Tag mit der Wahl von Sanders beginnen, sah sich getäuscht: Mit ihren beiden Picks zu Beginn der zweiten Runde (33 und 36) entschieden sich die Browns für Linebacker Carson Schwesinger (UCLA) und Runningback Quinshon Judkins (Ohio State). Sanders, dessen Nummer in Colorado nicht mehr vergeben wird, ließen sie erneut links liegen.
Der freie Fall ging weiter, als die New Orleans Saints mit Pick Nummer 40 zwar einen Quarterback vom Board nahmen, sich allerdings den bereits 25 Jahre alten Tyler Shough (Louisville) schnappten. Einen Pick später wurde endlich der Name Sanders ausgerufen - allerdings der von Defensive Tackle T.J. Sanders, den die Buffalo Bills wählten.
Ein weiteres Ziel hätten Mitte der dritten Runde die Pittsburgh Steelers sein können, die in der zweiten Runde wegen des Trades für D.K. Metcalf (kam von den Seattle Seahawks) über keinen Pick verfügt hatten. Doch auch zu diesem späten Zeitpunkt konnten sich die Steelers, die immer noch auf Aaron Rodgers hoffen, nicht dazu durchringen, Sanders zu wählen. Pick Nr. 83 verwendeten sie für Runningback Kaleb Johnson (Iowa).
Und es wurde noch bitterer für Sanders, denn zwei weitere Quarterbacks wurden dem einstigen Top-Kandidaten vorgezogen. Die Seahawks wählten mit dem 92. Pick Jalen Milroe (Alabama) - und die Browns schlugen doch noch bei einem QB zu: Dillon Gabriel (Oregon, 94.). In den Draft Boards aller Experten waren beide wesentlich tiefer eingestuft worden als Sanders. Dieser blieb auch nach drei Runden ohne NFL-Team und muss auf Tag 3 hoffen.
ski