10.01.2026
Geht Drake Maye leer aus?
Die MVP-Wahl der NFL bleibt bis zuletzt spannend - und Matthew Stafford hat sich durch die Bekanntgabe der All-Pro-Teams zurück ins Rennen gebracht. Der 37-jährige Rams-Quarterback wurde zum First-Team All-Pro gewählt und ließ damit Drake Maye hinter sich, der als klarer Frontrunner galt.

Der Rams-Quarterback erhielt die Auszeichnung nur Stunden vor seinem wichtigen Playoff-Spiel gegen die Carolina Panthers. Stafford erhielt 31 First-Place-Votes, Maye nur 18 - ein deutliches Statement der Voter. Hinzu kommt: Tom Brady hatte sich bereits letzte Woche vehement für Stafford als MVP ausgesprochen.
"Das ist unglaublich", sagte Stafford, als er von der Auszeichnung erfuhr. "Damit habe ich nicht gerechnet. Ich habe viele Jahre gespielt und habe großen Respekt vor diesem Spiel - großen Respekt vor den anderen Jungs, die tun, was ich tue. Es ist nicht einfach. Das bedeutet mir sehr viel".
Stafford ist laut Elias Sports Bureau erst der zweite Spieler überhaupt, der in seiner 17. Saison oder später zum ersten Mal First-Team All-Pro wurde - nach Kicker Gary Anderson 1998. Für Quarterbacks ist es die längste Wartezeit aller Zeiten: Zuvor hielt Fran Tarkenton den Rekord, der 1975 in seiner 15. Saison erstmals All-Pro wurde. Stafford führte die NFL mit 4707 Passing Yards und 46 Touchdowns an, sein Passer Rating von 109,2 lag nur knapp hinter Mayes 113,5.
Historisch gesehen gewinnt meist der Quarterback, der First-Team All-Pro wird, auch die MVP-Auszeichnung. Allerdings gab es erst letztes Jahr eine Ausnahme: Lamar Jackson wurde First-Team All-Pro, doch Josh Allen holte sich den MVP. Dennoch gilt die All-Pro-Wahl als starker Indikator - und Staffords deutlicher Vorsprung vor Maye in der Abstimmung (31 zu 18 Stimmen) könnte ein Vorbote für die finale Entscheidung sein.
Tom Brady, selbst dreimaliger MVP, hat sich in den vergangenen Tagen klar positioniert: "Matthew Stafford hat seine beste Saison gespielt. 46 Touchdown-Pässe - das ist eine Fantasy-Saison für jeden Quarterback. Er war unglaublich, und ich liebe die Art, wie er sein Team führt", sagte Brady im Gespräch mit Colin Cowherd.
Brady räumte zwar ein, dass Maye ebenfalls ein beeindruckendes Jahr hatte, betonte aber: "Drake hat eine vielversprechende Zukunft vor sich. Aber meine Wahl wäre Matthew Stafford". Auch Rams-Coach Sean McVay machte deutlich: "Keine Frage - er ist unser MVP!".
Maye hatte sich in den letzten Wochen eigentlich als klarer Favorit etabliert. Der Patriots-Quarterback führte New England zu einem beeindruckenden 13-3-Record und mit über 4300 Passing Yards, 31 Touchdowns und dem höchsten Passer Rating der Liga (113,5) hat Maye alle statistischen Argumente auf seiner Seite. Doch die All-Pro-Abstimmung zeigt: Die Voter sehen Staffords Gesamtleistung als MVP-würdiger an.
Die offizielle MVP-Bekanntgabe erfolgt am 5. Februar bei den NFL Honors. Bis dahin bleibt das Rennen offen - doch Staffords All-Pro-Sieg hat das Momentum verschoben.
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mhh