10.02.2026
Deutscher Lions-Star im Interview
Amon-Ra St. Brown gehört längst zu den prägenden Gesichtern der NFL. Im exklusiven Interview spricht der Wide Receiver der Detroit Lions über die besondere Faszination des Super Bowls, seine Motivation für die kommenden Jahre, den Traum von einem Spiel in Deutschland - und darüber, was junge Football-Talente aus Deutschland von ihm lernen können.

Für Amon-Ra St. Brown ist der Super Bowl weit mehr als ein Endspiel. Er ist der Maßstab, an dem sich jede NFL-Saison messen lässt - sportlich wie emotional. "Im Super Bowl spielen die zwei besten Mannschaften der Liga", sagt der Wide Receiver. "Es ist das größte Spiel der Welt im Football."
Was dieses Ereignis so besonders macht, ist für St. Brown nicht nur das sportliche Niveau. Es ist die Einmaligkeit. Ein Spiel, einmal im Jahr, mit einer Bühne, die es so kein zweites Mal gibt. "Der Super Bowl findet nur einmal im Jahr statt", erklärt er. "Und genau das macht ihn so besonders. Das ist Football Heaven hier in Amerika."
Mit den Detroit Lions gelang ihm es bislang noch nicht, das große Endspiel zu erreichen, diese Saison war sogar schon nach der Regular Season Schluss. Doch auch jenseits des aktuellen Geschehens bleibt der Super Bowl für St. Brown der zentrale Antrieb seiner Karriere. "Ich habe jedes Jahr die Motivation, im Super Bowl zu stehen", sagt er. Dieses Ziel sei unabhängig vom Austragungsort - doch ein Finale in Los Angeles hätte für ihn trotzdem eine ganz besondere Bedeutung.
"Viele Familienmitglieder leben dort", erklärt St. Brown. "Sie müssten nicht weit reisen." Der Super Bowl im kommenden Jahr, nur wenige Kilometer von seinem Heimatort entfernt, ist für ihn daher mehr als nur ein weiteres Endspiel - er ist ein persönlicher Traum. Gleichzeitig betont er: Entscheidend sei nicht der Ort, sondern der Weg dorthin. "Am Ende ist es egal, wo der Super Bowl stattfindet. Ich will jedes Jahr in diesem Spiel auf dem Feld stehen."
Mit großem Interesse verfolgt St. Brown auch die Entwicklung des American Football in Deutschland. Seine Verbindung zum Land ist tief - und der Wandel aus seiner Sicht bemerkenswert. "Als ich kleiner war, war ich jedes Jahr in Deutschland", erinnert er sich. "Damals war Football hier überhaupt kein Thema."
Heute habe sich das Bild komplett verändert. "Jetzt wird es immer größer. Es gibt echte Football-Fans in Deutschland." Ein NFL-Spiel vor deutschem Publikum zu bestreiten, wäre für ihn ein weiterer Meilenstein - sportlich wie persönlich. "Das wäre auch noch ein Traum", sagt St. Brown.
Besonders wichtig ist auch der Blick auf den Nachwuchs. Viele junge Spieler in Deutschland orientieren sich an seinem Weg, und genau an diese Talente richtet St. Brown eine klare Botschaft. "Das Wichtigste ist hartes Arbeiten", sagt er. "Harte Arbeit übertrifft jedes Talent. Immer."
"Es gibt viele talentierte Kinder, die glauben, sie seien schon die Besten", erklärt er. Entscheidend sei jedoch, was man aus den Chancen mache, die sich bieten. "Man braucht nur eine Chance. Und wenn man sie bekommt, dann muss man das Beste daraus machen."
Der Super Bowl steht für genau diese Idee: jahrelange Arbeit, ein klares Ziel - und die Hoffnung, irgendwann auf der größten Bühne des Sports zu stehen.
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mhh