08.10.2026
UDFA Breakout
Jalon Daniels steht heute Abend gegen die Dallas Cowboys vor seinem zweiten NFL-Start. Nach zwei Interceptions bei seinem Debüt gegen Green Bay ist die Skepsis groß. Das Matchup könnte dem Rookie allerdings deutlich mehr entgegenkommen, als es zunächst scheint. Denn Dallas hat aktuell massive Probleme in der Defense.

Jalon Daniels trifft in seinem zweiten NFL-Spiel im Thurday Night Game mit den Tampa Bay Buccaneers auf die Dallas Cowboys. Während das Debüt des ungedrafteten Rookies noch von vielen Fehlern gezeichnet war, könnte der 23-Jährige gegen die Cowboys eine deutlich bessere Figur machen, da die Verteidigung von America's Team zu den schwächsten der Liga zählt.
Für Tampa Bay wird also die Frage sein, ob die Buccaneers die schwächen der Cowboys-Defense ausnutzen kann. Daniels muss dafür nicht zum überragenden Passer werden, sondern versuchen Fehler zu vermeiden. Der Undrafted-Rookie-Quarterback braucht dafür aber definitiv die Unterstützung des Run Games.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Cowboys erlauben in dieser Saison 389,5 Yards pro Spiel, Platz 30 in der NFL. 28,0 zugelassene Punkte pro Partie bedeuten Rang 29, bei den Rushing Yards liegt Dallas mit 150,3 zugelassenen Yards pro Spiel sogar auf Platz 31. Auch gegen den Pass ist die Defense nur 24. der Liga. Dazu kommen nur vier Sacks und noch keine Interception.
Außerdem lässt Dallas aktuell +0,201 EPA pro Play zu, der schlechteste Wert der NFL. Bei den gegnerischen Dropbacks sind es sogar +0,440 EPA pro Dropback, ebenfalls Platz 32. Die Cowboys erlauben zudem bei 52,5 Prozent aller Plays eine erfolgreiche Ausführung, ebenfalls Liga-Schlusslicht.
Das Problem ist also nicht nur, dass Dallas viele Yards kassiert. Die Defense schafft es regelmäßig nicht, gegnerische Drives früh zu stoppen und negative Plays zu erzwingen. Genau das könnte Tampa Bay mit einem beweglichen Quarterback wie Daniels ausnutzen.
Ein Blick auf Week 1 zeigt, wie Dallas zu schlagen ist. Die New York Giants hielten den Ball lange in den eigenen Händen und beschränkten die Cowboys dadurch auf nur zwei Possessions in der gesamten zweiten Halbzeit. New York kontrollierte den Ball insgesamt 36:40 Minuten und gewann das Spiel 28:20.
Für Tampa Bay sollte deshalb nicht das Ziel sein, Dallas in einen offensiven Schlagabtausch zu verwickeln. Die Bucs erzielen selbst nur 19,0 Punkte pro Spiel und stehen damit auf Platz 24 der NFL. Davon war in drei Spielen sogar noch Baker Mayfield Under Center. Sinnvoller wäre es, über das Laufspiel die Uhr zu kontrollieren, lange Drives aufzubauen und Dak Prescott möglichst lange an der Seitenlinie zu halten.
Dass Tampa den Ball am Boden bewegen kann, zeigte sich zuletzt gegen Green Bay. Die Bucs kamen auf 141 Rushing Yards bei 4,5 Yards pro Lauf. Bucky Irving erzielte 61 Yards, Daniels steuerte selbst 55 Yards bei.
Und genau Daniels' Mobilität könnte heute besonders wichtig werden. Beim Start gegen Green Bay lief der Rookie achtmal für 55 Yards. Für einen Quarterback, der erst zum zweiten Mal in der NFL startet, ist das eine zusätzliche Waffe, die Dallas vor Probleme stellen kann. Wenn Daniels dem ersten Druck über seine Beine entkommt und dabei immer wieder neue First Downs erzielt, kann Tampa genau das Spiel aufziehen, das Dallas am wenigsten gebrauchen kann.
Daniels muss gegen Dallas also keineswegs plötzlich ein Star-Quarterback sein. Wenn Tampa das Laufspiel etabliert, die Uhr kontrolliert und den Rookie nicht zu 35 oder 40 Passversuchen zwingt, könnte Daniels gegen diese anfällige Cowboys-Defense deutlich besser aussehen, als es seine zwei Interceptions aus dem Packers-Spiel vermuten lassen.
par