27.03.2018
Los Angeles Rams rüsten auf
Dank Ndamukong Suh wird aus einer sehr guten eine monströse Defense. Die Los Angeles Rams haben sich den letzten verbliebenen dicken Fisch der Free Agency geangelt - geholfen haben auch ein Talkshowmoderator und zwei Schauspieler.
Ndamukong. Vielleicht nochmal: Ndamukong. Ndamukong Suh ist nicht nur ein Zungenbrecher, sondern auch ein sehr guter Football-Spieler. Der Defensive Tackle, vor wenigen Wochen von den Miami Dolphins entlassen, war der letzte ganz große Name auf dem Free-Agency-Markt. Verhandelt hat der fast zwei Meter große und 140 Kilo schwere Abwehrspieler unter anderem mit den Tennessee Titans und den Jets, wobei New York sein lukratives Angebot doch noch zurückgezogen hat.
Den Zuschlag erhielten am späten Montagabend die Los Angeles Rams. In Südkalifornien erhält Suh einen Einjahresvertrag über 14 Millionen Dollar. Wie NFL-Insider berichten, haben Tennessee und New York mehr Geld geboten, doch die Aussicht auf den Super-Bowl-Sieg war bei den schon im letzten Jahr stark verbesserten Rams am besten.
Ein bisschen geholfen hat allerdings auch der Hollywood-Faktor; getroffen hat sich Suh mit Rams-General-Manager Les Snead, Head Coach Sean McVay, COO Kevin Demoff und Eigentümer Stan Kroenke zum Dinner in Malibu. "Zufälligerweise" stießen sie dabei unter anderem auf "Late Late Show"-Moderator James Corden sowie Schauspieler Chris Rock und David Spade.
In Los Angeles hat Suh Großes vor und findet inzwischen ideale Bedingungen vor. Das erste Jahr nach der Rückkehr aus St. Louis verlief mäßig (4:12), doch Manager Snead hatte bereits in der vergangenen Offseason mächtig Gas gegeben, wurde für das Risiko mit dem damals 31-jährigen Head Coach McVay belohnt, rüstete zunächst die Offense auf und formte ein Play-off-Team.
Nach dem Erstrunden-Aus gegen Atlanta sollte die Defense adressiert werden - und viel besser hätte es vor dem Draft nicht laufen können. Mit Marcus Peters und Aqib Talib haben sich zwei Cornerbacks mit Pro-Bowl-Kaliber zum Team gesellt, das neue Tackle-Duo Aaron Donald und Suh bereitet den Offensive Coordinators der NFC jetzt schon Kopfschmerzen.
Was die Rams mit Suh erhalten, beweist die Bilanz seit 2010: Keiner weist mehr Quarterback-Hits (147) und Tackles for loss (103) auf, nur einer hat mehr Sacks (51,5). Los Angeles gehört spätestens dank Suh zum Titelkandidaten.
mkr