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Hoffnung in New England
Als die New England Patriots 2007 Randy Moss verpflichteten, kam einer der talentiertesten Receiver der NFL nach schwierigen Jahren in Oakland nach Foxborough - mit dem klaren Ziel, der Liga noch einmal zu beweisen, dass er zu den Besten gehört. Fast zwei Jahrzehnte später hoffen die Patriots auf eine ähnliche Wirkung durch die Verpflichtung von A.J. Brown.

Brown wechselt nach einer turbulenten Zeit bei den Philadelphia Eagles nach New England und bringt dabei eine Motivation mit, die die Patriots an Moss erinnert: den Wunsch, Kritiker zum Schweigen zu bringen und ein neues Kapitel seiner Karriere zu schreiben. Genau dieser Antrieb wurde 2007 zu einem entscheidenden Faktor für eine der spektakulärsten Offensiv-Saisons der NFL-Geschichte.
Die Patriots sehen bei Brown viele Parallelen zu Moss. Beide Receiver kamen nach New England zu einem Zeitpunkt, an dem ihre Situation von außen kritisch betrachtet wurde. Moss galt nach seinen Jahren bei den Raiders für viele bereits als Spieler auf dem absteigenden Ast. Brown verlässt Philadelphia nach einer Saison voller Spekulationen, Diskussionen über seine Rolle im Angriff und anhaltender Trade-Gerüchte.
Brown selbst machte zuletzt deutlich, dass sich seine Beziehung zu Eagles-Quarterback Jalen Hurts verändert hatte. "Wir haben uns einfach auseinandergelebt", sagte Brown. Gleichzeitig betonte er, dass zwischen beiden weiterhin "Liebe und Respekt" vorhanden seien.
Für New England kommt der dreimalige Pro Bowler nun genau zur richtigen Zeit. Die Patriots suchen nach einem dominanten Playmaker für Quarterback Drake Maye und investierten dafür einen Erstrundenpick.
Die Hoffnung der Patriots speist sich aus den Erfahrungen des Jahres 2007. Moss wechselte damals nach New England und erlebte eine historische Renaissance seiner Karriere.
Der Star-Receiver fing 98 Pässe für 1.493 Yards und stellte mit 23 Touchdown-Catches einen bis heute gültigen NFL-Rekord für eine Saison auf. Gemeinsam mit Tom Brady führte er die Patriots zu einer perfekten 16:0-Regular-Season.
Moss beschrieb seine damalige Begeisterung über den Wechsel nach Foxborough mit den Worten: "Ich bin immer noch überwältigt, Teil dieser Organisation zu sein." Über Head Coach Bill Belichick sagte er außerdem: "Ich glaube, er ist die Art von Coach, die mich motivieren kann."
Diese Mischung aus neuem Umfeld, persönlicher Motivation und einem passenden sportlichen Umfeld machte Moss damals wieder zu einem der gefährlichsten Receiver der Liga.
Natürlich sind die Voraussetzungen nicht identisch. Moss wechselte 2007 zu einem bereits etablierten Titelkandidaten mit Tom Brady als Quarterback. Brown stößt zu einem Patriots-Team, das trotz der Super-Bowl-Niederlage gegen Seattle noch immer um seine langfristige Identität herum aufgebaut wird.
Dennoch bringt Brown beeindruckende Voraussetzungen mit. Trotz einer schwierigen Saison in Philadelphia knackte er 2025 erneut die Marke von 1.000 Receiving Yards und erzielte sieben Touchdowns. Zudem kennt er Patriots-Head-Coach Mike Vrabel noch aus gemeinsamen Zeiten bei den Tennessee Titans.
In New England hoffen sie nun darauf, dass Browns Wechsel denselben Effekt entfaltet wie einst der von Moss: Ein Elite-Receiver mit persönlichem Antrieb, der in einem neuen Umfeld zu alter beziehungsweise neuer Bestform findet.
nkr