12.02.2026
"Werde kein Benzin ins Feuer gießen"
Die Trade-Gerüchte um Maxx Crosby reißen nicht ab. Und der Pass Rusher der Las Vegas Raiders vermeidet weiterhin ein klares öffentliches Bekenntnis zu seinem Verbleib. In einem Podcast äußerte sich der Defensivstar zu den Spekulationen um seine Zukunft, betonte seinen Fokus auf Gesundheit und Football, ließ jedoch offen, wie es für ihn in Las Vegas weitergeht.

Im Gespräch mit Jim Gray im Podcast "Let’s Go!" erklärte Crosby, dass er sich nicht öffentlich zu den kursierenden Berichten äußern wolle. "Ich werde kein Benzin ins Feuer gießen", sagte der 28-Jährige. Sein Fokus liege aktuell auf der Genesung seiner anhaltenden Knieprobleme und seiner Familie. "Das ist alles, was ich kontrollieren kann."
Gerüchte seien Teil des Geschäfts. Er werde regelmäßig auf Aussagen angesprochen, die er so nie getätigt habe. "Ich kann das nicht kontrollieren", so Crosby. Aufmerksamkeit entstehe zwangsläufig, wenn ein Spieler Leistung bringe. Insbesondere in sportlich schwierigen Phasen eines Teams.
Doch auch ein eindeutiges Bekenntnis zu den Raiders vermied Crosby. Gleichzeitig machte er deutlich, dass ihn öffentliche Deutungen seiner Aussagen wenig interessieren. "Ich weiß, wofür ich stehe", sagte der fünfmalige Pro Bowler. Er habe gelernt, externe Meinungen auszublenden und sich nicht ständig rechtfertigen zu müssen. Der Pass Rusher betonte, dass er sich voll auf Football konzentrieren wolle. Ohne die Ablenkungen, die mit einer enttäuschenden Saison - wie die der Raiders - einhergehen.
Crosbys Zukunft in Las Vegas steht auch deshalb zur Diskussion, weil er laut Berichten unzufrieden damit war, wie ihn die Organisation zum Ende der Regular Season aus dem Spielbetrieb nahm. Erst im vergangenen März hatte der Edge Rusher eine Vertragsverlängerung über 106,5 Millionen US-Dollar unterschrieben.
Was Crosby will, formuliert er unmissverständlich. "Ich habe viele Ziele, aber ich will gewinnen. Das ist letztlich alles, was zählt." Gleichzeitig gehe es ihm darum, unter den richtigen Voraussetzungen arbeiten zu können. "Ich will an einem Ort sein, an dem ich mental zu 100 Prozent ich selbst bin. Ich will mich einfach auf Football konzentrieren. Das ist es, was ich wirklich will."
Wie ernst es Crosby mit diesem Anspruch ist, machte er anhand seines täglichen Ablaufs deutlich. "Ich gebe mein ganzes Leben jeden einzelnen Tag für diesen Sport", sagte er. Sein Alltag sei seit Jahren gleich strukturiert. "Mein Wecker klingelt jeden Morgen um 4:55 Uhr, dann fahre ich 35 Minuten quer durch die Stadt in ein leeres, dunkles Gebäude und mache jeden Tag dasselbe - um meinem Team zu helfen und mich selbst besser zu machen."
Gerüchte, Diskussionen und Kommentare in sozialen Netzwerken spielen für ihn dabei kaum eine Rolle. "Die Leute können reden, was sie wollen. Ich bekomme die Hälfte davon gar nicht mit. Mir geht es nur darum, Football zu spielen und Football-Spiele zu gewinnen."
Ein verständlicher Wunsch, statistisch blickt Crosby nämlich auf sieben NFL-Saisons mit nur einem einzigen Playoff-Einsatz zurück. Die Raiders beendeten in dieser Zeit lediglich einmal (2021) eine Saison mit positiver Bilanz (10-7). In den vergangenen beiden Spielzeiten zusammen kam das Team auf sieben Siege bei 27 Niederlagen.
Bis eine Entscheidung fällt, bleibt Crosbys Status eines der zentralen Themen der Offseason in Las Vegas. Ein möglicher Trade eines Spielers dieses Kalibers hätte erhebliche Auswirkungen - sowohl sportlich als auch strukturell. Der neue Head Coach Klint Kubiak hatte zuletzt öffentlich betont, Crosby gern halten zu wollen.
Mehr zur NFL auf football-world:
>> Der komplette Guide zur NFL Offseason 2026
>> Kolumne von Adrian Franke - Lehren dieser Saison: So sieht die Antwort der Offenses aus
>> Alle neuen Coaches und Verantwortlichen: Trainer-Karussell im Liveticker
>> NFL Draft Order 2026: Die offizielle Reihenfolge im Überblick
>> Schlagzeilen aus der NFL
mhh