15.08.2026
Gerüchte um Hilfe für Seattle
Tom Brady sorgte vor dem Super Bowl mit einer Aussage für Unmut bei den Patriots. Später kamen Gerüchte über mögliche Gespräche mit den Seahawks hinzu. New Englands Head Coach Mike Vrabel reagiert auf beide Themen gelassen.

Tom Brady ist eine der größten Legenden in der Geschichte der New England Patriots. Vor dem Super Bowl LX zwischen seinem ehemaligen Team und den Seattle Seahawks wollte sich der siebenmalige Champion allerdings auf keine Seite schlagen.
Er habe "keinen Favoriten diesem Spiel", erklärte Brady damals sinngemäß. Die Aussage verärgerte - wenig überraschend - einige Fans sowie aktuelle und ehemalige Spieler der Patriots. Head Coach Mike Vrabel, der von 2001 bis 2008 gemeinsam mit Brady in New England spielte, nahm seinem früheren Teamkollegen die Worte dagegen nicht übel.
"Tom hat sehr deutlich gemacht, dass er jetzt einen neuen Job und eine neue Rolle hat", sagte Vrabel beim US-Radiosender "WEEI". "Tom ist ein Freund und wird immer ein Freund bleiben. Er war ein ehemaliger Teamkollege, aber er hat klargemacht: 'Ich mache jetzt etwas Neues.'"
Zusätzlichen Zündstoff lieferte Seahawks-Coach Mike Macdonald. Dieser hatte nach dem Super Bowl erklärt, sich vor der Partie mit einer Person ausgetauscht zu haben, bei der ein gewisser Interessenkonflikt bestanden habe. Zwar stellte Macdonald später klar, dass damit nicht Brady gemeint gewesen sei. Spekulationen über einen möglichen Kontakt blieben dennoch bestehen.
Auf die Frage, ob Brady vor dem Spiel mit Macdonald gesprochen haben könnte, antwortete Vrabel: "Wahrscheinlich." Hintergrund ist Bradys Rolle als Mitbesitzer der Las Vegas Raiders. Seattles damaliger Offensive Coordinator Klint Kubiak sollte nämlich nach dem Super Bowl nach Las Vegas wechseln. Ein Titelgewinn der Seahawks hätte damit zumindest indirekt auch Bradys Franchise genutzt.
Vorwürfe wollte Vrabel daraus allerdings nicht ableiten. "Das ist nicht der Grund, warum wir das Spiel verloren haben", stellte der Patriots-Coach klar. "Wir haben mit vielen Leuten gesprochen und es gibt sehr viel Filmmaterial. Ich bin mir sicher, dass sie miteinander geredet haben."
Ob Brady den Seahawks tatsächlich Informationen lieferte, ist nicht bestätigt. Für Vrabel spielt die Frage ohnehin keine entscheidende Rolle: Weder macht er seinen ehemaligen Teamkollegen für die Super-Bowl-Niederlage verantwortlich, noch hat die Diskussion etwas an ihrer Freundschaft geändert.
mhh