07.08.2026
Starker erster Eindruck
Auch wenn die Arizona Cardinals das Hall of Fame Game gegen die Carolina Panthers mit 30:33 verloren, durfte sich ein Spieler über einen gelungenen Einstand freuen. Rookie-Quarterback Carson Beck nutzte seine erste Chance auf einer NFL-Bühne und zeigte eine abgeklärte Leistung.

Der Drittrundenpick führte die Offense souverän, traf kluge Entscheidungen und bewies, warum die Cardinals große Hoffnungen in ihn setzen. Trainer und Mitspieler zeigten sich nach dem Spiel entsprechend angetan.
Vor seinem ersten NFL-Einsatz fand Beck kaum Schlaf. Die Vorfreude auf das Hall of Fame Game ließ den Rookie nicht zur Ruhe kommen.
Auf dem Feld war davon allerdings nichts zu sehen. Beck brachte 15 seiner 19 Pässe für 188 Yards und einen Touchdown an den Mann und erreichte ein starkes Quarterback-Rating von 125,4. "Es fühlt sich großartig an, aufs Feld zu gehen, erfolgreich zu sein und die Offense gut auszuführen. Natürlich gibt es Dinge, die ich verbessern muss. Jetzt geht es darum, das Tape anzuschauen. Es gibt immer viel Luft nach oben - besonders als Rookie, der gerade seine ersten Erfahrungen in dieser Liga sammelt."
Head Coach Mike LaFleur zeigte sich von Becks Auftritt kaum überrascht. Genau diese Ruhe und Disziplin habe der Quarterback bereits im Training ausgestrahlt. "Ich wiederhole mich wahrscheinlich, aber genau das sehen wir jeden Tag im Training. Er kommt ins Huddle, macht die Situation nicht größer als sie ist und konzentriert sich einfach auf den nächsten Spielzug."
Besonders gefiel LaFleur, dass Beck innerhalb der Struktur der Offense blieb. "Er versucht nichts zu erzwingen. Ist der Wurf nicht da, nimmt er den Checkdown. Ist ein Spielzug ungünstig, macht er ihn nicht noch schlechter. Er kann stolz auf seine Leistung sein. Das ist ein sehr guter erster Schritt."
Zu den Highlights des Abends gehörte ein 49-Yard-Pass auf Jalen Brooks, den Beck nach einer Anpassung an die Deckung der Panthers perfekt platzierte.
Brooks war von seinem neuen Quarterback beeindruckt. "Carson war heute richtig gut. Man sieht an seinen Pässen, dass er seinen Receivern immer eine Chance gibt, ein Play zu machen. Das ist für uns enorm wichtig - und für einen Rookie-Quarterback in der NFL noch viel beeindruckender."
Wenig später folgte bereits der erste Touchdown-Pass der Karriere. Beck fand Simi Fehoko mit einem präzisen Back-Shoulder-Fade aus fünf Yards zur zwischenzeitlichen 14:7-Führung der Cardinals.
Fehoko musste den Ball nur noch sichern. "Er hat den Ball perfekt geworfen. Ich musste ihn eigentlich nur noch fangen."
Die Cardinals hatten den Einsatz ihres Rookie-Quarterbacks genau geplant. Beck spielte die komplette erste Halbzeit sowie den ersten Drive nach der Pause, um auch den Ablauf einer NFL-Halbzeit kennenzulernen.
Für den Spielmacher war selbst die deutlich kürzere Pause eine neue Erfahrung. "Das war definitiv interessant. Ich fand es sogar ganz gut, so schnell wieder aufs Feld zu kommen. Als sie gesagt haben, wie wenig Zeit wir haben, dachte ich nur: 'Wirklich? Das geht ja richtig schnell.'"
Auch wenn der Sieg am Ende ausblieb, dürfte Beck mit seinem Debüt viele positive Eindrücke hinterlassen haben. Die Ruhe in der Pocket, seine Entscheidungsfindung und die Präzision seiner Würfe machen Hoffnung, dass Arizona in seinem jungen Quarterback einen wichtigen Baustein für die Zukunft gefunden haben könnte.
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nkr