24.06.2026
Nach Pitts-Verlängerung
Die NFL-Draftklasse von 2021 galt schon damals als außergewöhnlich talentiert. Mehr als fünf Jahre später zeigt sich nun endgültig, wie stark dieser Jahrgang tatsächlich war. Mit der jüngsten Vertragsverlängerung von Kyle Pitts haben inzwischen zwölf der ersten 15 Picks aus dieser Draftklasse ihren zweiten großen NFL-Vertrag unterschrieben. Gemeinsam kommen diese Deals auf ein Gesamtvolumen, das Bände spricht.

Die Atlanta Falcons sorgten zuletzt für die nächste Schlagzeile aus dieser Draftklasse. Tight End Kyle Pitts erhielt einen neuen Dreijahresvertrag über 54 Millionen Dollar, davon 36 Millionen garantiert. Damit reiht er sich in eine immer länger werdende Liste von Spielern aus dem Jahrgang 2021 ein, die inzwischen zu den bestbezahlten Akteuren auf ihren jeweiligen Positionen gehören. Und genau das macht diese Draftklasse so besonders.
Als die Falcons Pitts im NFL Draft 2021 an vierter Stelle auswählten, waren die Erwartungen enorm. Der großgewachsene Tight End, der bereits am College über ein klassisches Receiver-Skillset verfügte, galt damals als ultimativer Mismatch-Spieler. Ein Wide Receiver im Körper eines Tight Ends versprach enormes Potenzial und Albträume für gegnerische Defenses.
Auch wenn der heute 25-Jährige nie ganz zu dem dominanten Albtraum für Defensivreihen wurde, den sich viele Scouts erhofft hatten, erhält Pitts nach einigen Jahren mit Höhen und Tiefen nun trotzdem seinen zweiten großen Vertrag. Damit schließt er sich einer Gruppe von Spielern an, die den Markt in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt haben.
Insgesamt haben inzwischen zwölf der ersten 15 Spieler dieses Draftjahrgangs lukrative Deals nach ihren Rookie-Verträgen unterschrieben. Zusammengerechnet bringen diese Vereinbarungen mehr als 1,3 Milliarden Dollar auf die Waage.
Allein diese Zahl verdeutlicht, wie viele Elite-Spieler aus diesem Jahrgang hervorgegangen sind.
Besonders bemerkenswert ist die Qualität der Namen, die inzwischen zu den bestbezahlten Spielern ihrer jeweiligen Position gehören. Mit Ja'Marr Chase, Penei Sewell, Patrick Surtain II, Micah Parsons und Rashawn Slater befinden sich zahlreiche All-Pro-Spieler in dieser Gruppe.
Den größten Vertrag nach Gesamtvolumen erhielt Trevor Lawrence mit 275 Millionen Dollar. Auf Platz 2 folgt Micah Parsons mit seinem 186-Millionen-Dollar-Vertrag, dicht gefolgt von Ja'Marr Chase, der einen Deal über 161 Millionen Dollar unterschrieben hat.
Insgesamt haben sechs dieser zwölf Spieler aus den Top 15 Verträge mit einem Gesamtvolumen von mindestens 100 Millionen Dollar abgeschlossen. Noch beeindruckender: Acht der zwölf Akteure gehören, gemessen am durchschnittlichen Jahresgehalt (AAV), zu den fünf bestbezahlten Spielern ihrer jeweiligen Positionsgruppe.
Kaum eine Draftklasse der vergangenen Jahre hat eine vergleichbare Anzahl an Spielern hervorgebracht, die inzwischen zur Elite der gesamten Liga zählen.
Besonders interessant ist allerdings, welche Spieler nicht auf dieser Liste stehen. Die einzigen Top-15-Picks aus dem Draft 2021, die bislang keinen zweiten Vertrag dieser Größenordnung erhalten haben, sind die Quarterbacks Zach Wilson, Trey Lance und Mac Jones.
Gerade diese drei Namen galten damals aufgrund ihrer Position als einige der wichtigsten Talente des gesamten Jahrgangs. Während fast alle anderen ihre Erwartungen erfüllen oder sogar übertreffen konnten, verlief die Entwicklung dieser Quarterbacks deutlich enttäuschender.
Alle drei sind mittlerweile Backup-Quarterbacks und stehen nicht mehr bei den Organisationen unter Vertrag, die sie ursprünglich gedraftet haben. Fairerweise gehört allerdings noch ein vierter Quarterback zu dieser Draftklasse, dessen Karriere einen anderen Verlauf genommen hat: Justin Fields.
Auch er spielt inzwischen nicht mehr für das Franchise, das ihn ursprünglich ausgewählt hat. Dennoch unterschrieb Fields nach seinem Rookie-Vertrag einen Zweijahresvertrag über 40 Millionen Dollar bei den Jets, von denen 30 Millionen garantiert waren. Damit erhielt auch er bereits einen signifikanten zweiten Vertrag, selbst wenn er mittlerweile als Backup für die Kansas City Chiefs aufläuft.
| Pick | Spieler | Vertragswert | AAV | Platzierung AAV im Ligavergleich |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Trevor Lawrence | $275M | $55M | 3 |
| 4 | Kyle Pitts | $54M | $18M | 3 |
| 5 | Ja'Marr Chase | $161M | $40,25M | 2 |
| 6 | Jaylen Waddle | $84,75M | $28,25M | 14 |
| 7 | Penei Sewell | $112M | $28M | 4 |
| 8 | Jaycee Horn | $100M | $25M | 4 |
| 9 | Patrick Surtain II | $96M | $24M | 5 |
Damit liefert die Draftklasse 2021 ein weiteres Beispiel dafür, wie schwer die Evaluation von Quarterbacks selbst für NFL-Teams bleibt.
Mit der Verlängerung von Kyle Pitts haben die Falcons in dieser Offseason bereits zwei wichtige Bausteine langfristig an sich gebunden. Zuvor erhielt bereits Wide Receiver Drake London einen neuen Vierjahresvertrag über 141,05 Millionen Dollar.
Der nächste Kandidat dürfte Running Back Bijan Robinson sein. Sollte auch er zeitnah eine Vertragsverlängerung erhalten, würden die Falcons gleich drei zentrale Säulen ihrer Offensive langfristig abgesichert haben.
Mehr als fünf Jahre nach dem NFL Draft 2021 wird immer deutlicher, wie außergewöhnlich dieser Jahrgang war. Zwölf der ersten 15 Picks haben inzwischen Verträge unterschrieben, die zusammen mehr als 1,3 Milliarden Dollar wert sind.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Breite des Erfolgs. Von Wide Receivern über Offensive Tackles bis hin zu Cornerbacks und Defensive Stars haben sich zahlreiche Spieler als Elite-Akteure etabliert.
Während einige Quarterbacks des Jahrgangs hinter den Erwartungen zurückblieben, hat sich die Draftklasse insgesamt längst als eine der prägendsten und wertvollsten der modernen NFL-Geschichte etabliert.
val
| 10 | DeVonta Smith | $75M | $25M | 18 |
| 11 | Justin Fields | $40M | $20M | 19 |
| 12 | Micah Parsons | $186M | $46,5M | 2 |
| 13 | Rashawn Slater | $114M | $28,5M | 2 |
| 14 | Alijah Vera-Tucker | $42M | $14M | 17 |