16.10.2026
Super-Bowl-Champion fällt auf 3-3
Die Seattle Seahawks retteten sich bei den Denver Broncos spät in die Verlängerung. Dort kostete Sam Darnolds nächster Ballverlust den amtierenden Champions jedoch den Sieg.

Der Frust saß tief. "Da gibt es nichts schönzureden. Das war richtig beschissen", sagte Sam Darnold nach der 14:17-Niederlage bei den Denver Broncos. "Ich darf den Ball nicht verlieren. Es beginnt bei mir."
Seattle hatte sich nach einem 3:14-Rückstand noch in die Overtime gekämpft. Die Defense hielt Denver in der gesamten zweiten Halbzeit ohne Punkte und bei insgesamt nur 168 Yards. Darnold warf allerdings bereits kurz vor Ende der regulären Spielzeit eine Interception. Nachdem die Broncos daraus kein Kapital schlagen konnten, führte er die Seahawks noch zum Ausgleich.
In der Verlängerung folgte jedoch der entscheidende Fehler. Darnold suchte beim Third Down den tiefen Pass auf Rashid Shaheed, obwohl gleichzeitig Cooper Kupp für eine sichere Completion frei gewesen war. Denvers Ja’Quan McMillian fing den Ball ab, Wil Lutz entschied die Partie anschließend mit einem Field Goal aus 53 Yards.
"Ich wurde einfach zu gierig", räumte Darnold ein. Der Quarterback brachte 27 seiner 51 Pässe für 278 Yards an, blieb ohne Touchdown und warf zwei Interceptions. Er steht in dieser Saison bereits bei sieben Picks - sechs davon unterliefen ihm in Seattles drei Niederlagen.
Auch Darnolds Gegenüber Bo Nix gab kein gutes Bild ab: Der Broncos-Quarterback brachte 17 von 27 Pässen für lediglich 107 Yards an und blieb ohne Touchdown - eine Vorstellung, für die ihn Ryan Fitzpatrick anschließend heftig kritisierte.
Die Probleme lagen allerdings nicht ausschließlich bei Darnold. Er kassierte fünf Sacks und insgesamt 17 Quarterback Hits. Dennoch steht der Super-Bowl-Champion nach der zweiten Niederlage hintereinander nur noch bei 3-3 und hat bereits genauso viele Spiele verloren wie in der gesamten vergangenen Saison.
Als Nächstes wartet ausgerechnet der bislang ungeschlagene Titelkandidat aus Kansas City. Gegen die Chiefs muss Seattle beweisen, dass aus dem durchwachsenen Saisonstart keine echte Krise wird.
mhh