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    NFL

    vor 10 Stunden

    Konstant gut

    Die unterschätztesten NFL-Spieler der AFC

    Superstars dominieren Schlagzeilen, Social Media und TV-Übertragungen. Doch hinter den großen Namen gibt es in jeder NFL-Mannschaft Spieler, ohne die viele Erfolge überhaupt nicht möglich wären.

    Robert Spillane von den New England Patriots
    Es nicht nur die Superstars die ein Team zum Erfolg tragen IMAGO/Imagn Images

    Ob dominante Run-Blocker, unterschätzte Defensive Backs oder unscheinbare Teamleader: Diese Spieler gelten als die heimlichen Schlüsselspieler ihrer Teams in der AFC-Saison 2026.

    Baltimore Ravens - Chidobe Awuzie

    Als die Baltimore Ravens vor der Saison Jaire Alexander verpflichteten, richteten sich sämtliche Schlagzeilen auf den prominenten Neuzugang. Fast unbeachtet blieb dagegen die Verpflichtung von Cornerback Chidobe Awuzie.

    Während Alexander später nur zwei Spiele absolvierte, entwickelte sich Awuzie über weite Strecken zu einem der stabilsten Verteidiger Baltimores. Zwar erinnern sich viele Fans vor allem an seinen Ausrutscher in der entscheidenden Niederlage gegen Pittsburgh, doch insgesamt überzeugte der erfahrene Cornerback mit konstanten Leistungen und wichtigen Plays in der Secondary.

    Die Ravens honorierten das inzwischen sogar mit einem neuen Einjahresvertrag.

    Buffalo Bills - Jackson Hawes

    Tight Ends werden in der modernen NFL meist über spektakuläre Catches definiert. Jackson Hawes zeigt dagegen, wie wertvoll kompromissloses Blocking sein kann.

    Der Tight End fing 2025 nur 16 Pässe, spielte aber eine enorm wichtige Rolle im dominanten Laufspiel der Buffalo Bills. Mit Hawes als Blocker gewann James Cook III den Rushing-Titel, während Buffalo die beste Lauf-Offensive der gesamten NFL stellte.

    Besonders innerhalb des Teams genießt Hawes längst Kultstatus. Bills-Spieler schwärmen regelmäßig davon, wie aggressiv und physisch der 25-Jährige Gegenspieler aus dem Weg räumt.

    Cincinnati Bengals - DJ Turner II

    DJ Turner II galt schon beim Draft 2023 als außergewöhnlicher Athlet. Mit seiner 40-Yard-Zeit von 4,26 Sekunden war er damals der schnellste Spieler des Combines.

    Nach zwei durchwachsenen Jahren gelang dem Cornerback 2025 allerdings endgültig der Durchbruch. Turner verteidigte 18 Pässe bei lediglich 65 Targets - ein herausragender Wert im Liga-Vergleich.

    Selbst Bengals-Quarterback Joe Burrow zeigte sich überrascht darüber, dass Turner keine größere öffentliche Anerkennung erhielt. Viele in Cincinnati glauben inzwischen, dass 2026 sein endgültiger Durchbruch auf nationaler Bühne folgen könnte.

    Cleveland Browns - Maliek Collins

    Myles Garrett dominierte erneut die NFL und stellte mit 23 Sacks sogar einen neuen Rekord auf. Fast untergegangen ist dabei die starke Saison von Defensive Tackle Maliek Collins.

    Vor seiner schweren Quadrizepsverletzung gehörte Collins zu den produktivsten Interior-Pass-Rushern der Liga und sammelte 6,5 Sacks in den ersten elf Spielen.

    Gerade die Kombination aus Garretts Dominanz außen und Collins’ Druck durch die Mitte machte Cleveland zeitweise zu einer der gefährlichsten Defensivreihen der NFL.

    Denver Broncos - Ja’Quan McMillian

    Als Denver Cornerback Jahdae Barron in der ersten Runde draftete, schien Ja’Quan McMillian plötzlich ersetzbar zu sein.

    Doch der ehemalige Undrafted Free Agent reagierte mit seiner bislang besten NFL-Saison. Besonders als Nickelback in Vance Josephs aggressiver Defense entwickelte sich McMillian zu einem echten Difference Maker - sowohl gegen den Lauf als auch als Blitzer und Ballhawk.

    Spätestens sein spielentscheidender Interception-Return gegen Josh Allen in den Playoffs machte deutlich, wie wichtig er inzwischen für die Broncos geworden ist.

    Tommy Togiai von den Houston Texans
    Tommy Togiai von den Houston Texans IMAGO/Icon Sportswire

    Houston Texans - Tommy Togiai

    Die Defense der Houston Texans ist vollgepackt mit Stars wie Danielle Hunter, Will Anderson Jr. oder Derek Stingley Jr. Umso leichter geht Defensive Tackle Tommy Togiai unter.

    Innerhalb des Teams genießt der 26-Jährige allerdings enormes Ansehen. Togiai gilt als absolut verlässlicher Arbeiter in der Mitte der Defensive Line - einer, der jede Aufgabe erfüllt, ohne Aufmerksamkeit zu fordern.

    Sein Fumble-Return-Touchdown im Saisonfinale gegen Indianapolis wurde deshalb von der gesamten Mannschaft gefeiert wie kaum ein anderer Moment der Saison.

    Indianapolis Colts - Tanor Bortolini

    Ryan Kelly war jahrelang das Gesicht der Offensive Line der Colts. Sein Nachfolger Tanor Bortolini stand deshalb sofort unter Druck.

    Doch der junge Center überzeugte 2025 auf ganzer Linie. Besonders im Run Blocking spielte Bortolini stark und half Jonathan Taylor zu einer dominanten Saison mit 18 Touchdowns.

    Zusätzlich ließ der Center in über 500 Pass-Blocking-Snaps keinen einzigen Sack zu - ein beeindruckender Wert für einen jungen Starter.

    Jacksonville Jaguars - Antonio Johnsons

    Die Jacksonville Jaguars verfügen inzwischen über mehrere unterschätzte Leistungsträger. Besonders Safety Antonio Johnson spielte sich 2025 allerdings endgültig in den Fokus.

    Obwohl Johnson erst im November Stammspieler wurde, kam er am Ende bereits auf fünf Interceptions und gehörte damit zu den besten Ballhawks der NFL.

    Vor allem seine Vielseitigkeit macht ihn inzwischen zu einem enorm wichtigen Baustein in Jacksonvilles Defense.

    Kansas City Chiefs - Kingsley Suamataia

    Kingsley Suamataia galt nach seiner Rookie-Saison beinahe schon als Fehlgriff. Der junge Offensive Lineman hatte große Probleme als Left Tackle und wurde früh zur Zielscheibe der Kritik.

    2025 folgte jedoch die Kehrtwende. Nach seinem Wechsel auf Guard stabilisierte sich Suamataia deutlich und entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil der Chiefs-Offensive.

    In einer insgesamt enttäuschenden Saison für Kansas City gehörte er sogar zu den positiven Überraschungen.

    Las Vegas Raiders - Jeremy Chinn

    Jeremy Chinn startete einst spektakulär in seine NFL-Karriere, verlor danach jedoch durch Verletzungen und Trainerwechsel an Bedeutung.

    Inzwischen scheint der vielseitige Safety-Linebacker-Hybrid seine Form wiedergefunden zu haben. Nach starken Leistungen bei Washington überzeugte Chinn auch bei den Raiders als physischer Playmaker nahe der Line of Scrimmage.

    Besonders seine Flexibilität macht ihn für die neue Raiders-Defense enorm wertvoll.

    Donte Jackson von den L.A Chargers
    Donte Jackson von den L.A Chargers IMAGO/Imagn Images

    Los Angeles Chargers - Donte Jackson

    Donte Jackson gehört seit Jahren zu den zuverlässigsten Cornerbacks der Liga - ohne dafür große Aufmerksamkeit zu erhalten.

    2025 spielte der Veteran möglicherweise sogar die beste Saison seiner Karriere. Vier Interceptions, zwölf abgewehrte Pässe und starke Coverage-Werte machten ihn zu einem Schlüsselspieler der Chargers-Defense.

    Gerade nach dem Trainerwechsel in der Defense dürfte seine Erfahrung für Los Angeles besonders wichtig werden.

    Miami Dolphins - Patrick Paul

    Patrick Paul galt im Draft 2024 als rohes Talent mit enormem Potenzial. Nach einem Lernjahr gelang ihm 2025 der große Durchbruch.

    Der Left Tackle startete alle 17 Spiele und gehörte statistisch sofort zu den besten Pass-Blockern der NFL. Besonders bemerkenswert: Mit dem Wechsel auf einen rechtshändigen Quarterback wird Paul nun noch wichtiger für den Schutz der Blind Side.

    Die Dolphins sehen im 24-Jährigen längst einen zentralen Baustein ihres Neuaufbaus.

    New England Patriots - Robert Spillane

    Wie wichtig Robert Spillane für die Patriots ist, zeigte sich besonders während seiner Verletzungspause.

    Solange der Linebacker auf dem Feld stand, gehörte New England zu den besten Run-Defenses der Liga. Ohne ihn brach die Stabilität plötzlich massiv ein.

    Spillane ist dabei nicht nur Tackling-Maschine, sondern vor allem emotionaler Anführer der Defense - besonders wichtig in einer AFC East mit starken Running Backs wie James Cook, De’Von Achane oder Breece Hall.

    New York Jets - Harrison Phillips

    Viele Beobachter verstanden bereits den Trade von Harrison Phillips aus Minnesota nicht. Inzwischen wirkt die Entscheidung der Vikings noch fragwürdiger.

    Während Minnesotas Run-Defense nach seinem Abgang massiv einbrach, entwickelte sich Phillips bei den Jets zu einem der besten Run-Stopper der gesamten NFL.

    Mit 51 Run Stops führte er alle Defensive Linemen der Liga an und bewies dabei, dass er weit mehr ist als nur ein klassischer Nose Tackle.

    Pittsburgh Steelers - Mason McCormick

    Zwischen all den bekannten Namen in Pittsburghs Offensive Line gerät Guard Mason McCormick oft in den Hintergrund.

    Dabei entwickelte sich der ehemalige Viertundenpick still und leise zu einem der verlässlichsten Linemen der Steelers. 2025 spielte McCormick jeden einzelnen Offensiv-Snap und verursachte dabei nur eine einzige Strafe.

    Mit seiner Vielseitigkeit könnte er künftig sogar mehrere Positionen in der Offensive Line übernehmen.

    Tennessee Titans - Peter Skoronski

    Als die Titans Peter Skoronski 2023 in der ersten Runde drafteten, wurde früh über seine ideale Position diskutiert.

    Inzwischen scheint klar: Der Wechsel auf Guard war die richtige Entscheidung.

    Skoronski spielte 2025 die beste Saison seiner Karriere und entwickelte sich zum konstantesten Offensive Lineman der Titans. Die Franchise zog deshalb bereits seine Fifth-Year-Option - ein wichtiges Signal nach mehreren gescheiterten Erstrundenpicks der vergangenen Jahre.

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