vor 9 Stunden
Diese Stars performen unterm Radar
In der NFL dreht sich die öffentliche Aufmerksamkeit meist um Quarterbacks, Top-Receiver oder spektakuläre Pass Rusher. Doch hinter den großen Schlagzeilen gibt es in jeder Mannschaft Spieler, die Woche für Woche wichtige Aufgaben übernehmen, ohne dafür die verdiente Anerkennung zu erhalten.

Vor der Saison 2026 lohnt sich deshalb ein Blick auf jene Profis, die für ihre Teams oft unverzichtbar sind, deren Leistungen aber häufig im Schatten prominenterer Mitspieler verschwinden.
Der dänische Center gehört seit Jahren zu den konstantesten Spielern der Cardinals. Seit seinem Wechsel nach Arizona hat Froholdt mehr als 3100 Offense-Snaps absolviert und damit deutlich mehr Spielzeit gesammelt als jeder andere seiner Teamkollegen.
Während die Cardinals sportlich schwierige Jahre durchleben, war der 29-Jährige dabei stets eine der wenigen festen Konstanten. Mit seiner Erfahrung könnte er unter dem neuen Trainer Mike LaFleur zu einem der wichtigsten Führungsspieler im Kader werden.
Die Bedeutung von Divine Deablo wird besonders deutlich, wenn man die Zahlen einmal genauer unter die Lupe nimmt. Mit dem Linebacker auf dem Feld spielte Atlantas Defense wesentlich effektiver als ohne ihn. Nach seiner Rückkehr von der Injured Reserve List stabilisierte sich die Verteidigung dann spürbar.
Obwohl andere Defensivspieler häufiger im Rampenlicht standen, war Deablo einer der entscheidenden Faktoren für den Aufschwung der Falcons in der zweiten Saisonhälfte.
Jalen Coker droht erneut zwischen prominenten Namen unterzugehen. Bereits als ungedrafteter Rookie überraschte er 2024 mit mehreren starken Auftritten. Doch nach der Verpflichtung weiterer Receiver steht er wieder nicht im Mittelpunkt.
Dabei hat sich der 24-Jährige als zuverlässige Anspielstation in wichtigen Spielsituationen etabliert. Besonders bei dritten und vierten Versuchen bewies Coker immer wieder seine Bedeutung für die Panthers-Offensive.
Der Running Back wird häufig als etablierter Veteran wahrgenommen, der vor allem durch seine Erfahrung hilft - obwohl auch seine Leistungen auf dem Feld weiterhin auf hohem Niveau liegen. So erzielte Swift in der vergangenen Saison zehn Touchdowns für die Bears und gehörte bei der Effizienz pro Ballberührung sogar zu den besten Running Backs der gesamten Liga.
Trotz alledem richtet sich der Fokus vieler Beobachter inzwischen stärker auf jüngere Spieler.
Die Saison der Cowboys verlief enttäuschend, doch Williams lieferte trotzdem eine herausragende Spielzeit ab. Mehr als 1200 Rushing Yards und elf Touchdowns machten ihn zu einem der produktivsten Running Backs der Liga.
Historisch betrachtet reiht sich seine Leistung sogar neben die besten Cowboys-Saisons von DeMarco Murray und Ezekiel Elliott ein. Dennoch stehen meist andere Offensivstars wie Dak Prescott, CeeDee Lamb oder George Pickens im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Nach schwierigem Start hat sich Jameson Williams in den letzten Jahren endgültig als verlässliche und hocheffiziente Waffe für das Team von Head Coach Dan Campbell etabliert. Zwei aufeinanderfolgende Spielzeiten mit jeweils mehr als 1000 Receiving Yards unterstreichen seinen Durchbruch.

Während die meisten NFL-Fans beim Stichwort 'Detroit' erst einmal an Amon-Ra St. Brown denken, und die Anhänger der Lions sich zuletzt vor allem mit der enttäuschenden Teamleistung beschäftigten, entwickelte sich Williams zu einem der wichtigsten Bausteine der immer noch so gefürchteten Offense.
Die Verpflichtung von Edge Rusher Micah Parsons sorgte in Green Bay für Schlagzeilen ohne Ende - wodurch Edgerrin Coopers Name automatisch etwas in den Hintergrund rückte. Dabei führte der Linebacker die Packers zuletzt in Run Stops an und entwickelte sich zu einer wichtigen Stütze der Defense.
In seiner, nun kommenden, dritten NFL-Saison könnte er endgültig den Sprung in die obere Liga seiner Position schaffen.
Poona Ford ist einer jener Spieler, deren Einfluss sich oft erst bei genauer Analyse zeigt. Der Defensive Tackle half so zuletzt unter anderem entscheidend dabei, das Laufspiel der Gegner des Teams aus L.A. deutlich besser zu kontrollieren.
Obwohl er einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der Rams leistet, verdient er im Vergleich zu seinem Einfluss auf die Defense eigentlich deutlich mehr öffentliche Anerkennung.
Nach einer unscheinbaren Rookie-Saison gelang Turner 2025 der Durchbruch. Acht Sacks zeigten sein Potenzial als Edge Rusher. Da seine Leistungen in einer sportlich enttäuschenden Saison der Vikings stattfanden, blieb seine Entwicklung jedoch weitgehend unbeachtet.
In der vergangenen Spielzeit konzentrierten sich die Blicke eher auf die andere Seite des Balls - speziell auf Quarterback J.J. McCarthy.
Kaum ein Saints-Spieler hat in den vergangenen Jahren mit so vielen verschiedenen Quarterbacks zusammengearbeitet wie Juwan Johnson. Trotz dieser ständigen Veränderungen blieb der Tight End stets ein verlässlicher Faktor im Passspiel.
Besonders die Verbindung zu Quarterback Tyler Shough könnte sich in der kommenden Saison als wichtiger Erfolgsfaktor erweisen.
Während viele Fans von Rookie Cam Skattebo begeistert waren, produzierte Tyrone Tracy Jr. still und leise seine zweite Saison mit mehr als 1000 Yards Raumgewinn.
Damit gelang ihm etwas, das bei den Giants zuletzt nur Saquon Barkley geschafft hatte. Als Passempfänger und Läufer bietet Tracy enorme Vielseitigkeit und dürfte auch künftig eine zentrale Rolle in den Plänen von Offensive Coordinator Matt Nagy spielen.
Tank Bigsby wurde nach seinem Wechsel nach Philadelphia kaum wahrgenommen. Dabei gehörte er zu den explosivsten Running Backs der Liga. Seine durchschnittlichen Werte pro Laufversuch lagen sogar deutlich über denen von Saquon Barkley.

Sollte die Belastung für Barkley reduziert werden, könnte Bigsby bei den Eagles künftig sogar eine noch größere Rolle übernehmen.
Der Tight End gehört nicht zu den bekanntesten Namen im Kader der 49ers, spielte zuletzt jedoch mehrfach eine entscheidende Rolle in den Planungen von Offensive Coordinator Klay Kubiak.
Immer dann, wenn George Kittle ausfiel, sprang Tonges zuverlässig ein und lieferte wichtige Touchdowns. Seine Bedeutung für die Tiefe des Kaders wird trotzdessen häufig unterschätzt.
Außerhalb des Nordwestens der USA wird Abraham Lucas oft übersehen. Dabei zählt der Right Tackle zu den besten Passblockern der NFL.
Seine Quote zugelassener Sacks bewegte sich auf einem Niveau mit den besten Spielern seiner Position. Für Quarterback Sam Darnold könnte Lucas einer der wichtigsten Schutzfaktoren der so erfolgreichen Seahawks-Offense sein.
Die Verbindung zwischen Quarterback Baker Mayfield und Cade Otton gehört zu den konstantesten Partnerschaften der Buccaneers-Offensive. So war der Tight End in den vergangenen Jahren regelmäßig eine der meistgenutzten Anspielstationen seines Quarterbacks.
Seine Zuverlässigkeit macht ihn zu einem der wertvollsten, aber dennoch gleichzeitig am wenigsten beachteten Spieler des Teams.
Die Verpflichtungen zahlreicher neuer Defensivspieler könnten Armstrong erneut in den Hintergrund drängen. Dabei zeigte der Defensive End bereits in der vergangenen Saison, welchen Einfluss er auf das Pass Rush der Commanders haben kann.
Vor seiner Verletzung gehörte er zu den produktivsten Verteidigern des Teams und könnte 2026 erneut eine Schlüsselrolle übernehmen.
nkr