03.05.2026
Nach Franchise-Tag-Unterschrift
Die überraschende Entscheidung von George Pickens, seinen Franchise Tag zu unterschreiben, hat für Diskussionen gesorgt - nicht jedoch bei den Dallas Cowboys. Head Coach Brian Schottenheimer reagiert auffallend gelassen und sieht keinen Anlass für weitere Gespräche.

Die Entscheidung von George Pickens, den Franchise Tag der Dallas Cowboys anzunehmen, hat ligaweit für Diskussionen gesorgt - vor allem, weil sie alles andere als selbstverständlich war. Nach einer starken Saison hatte er sich nämlich eigentlich in Position gebracht, einen langfristigen Top-Vertrag zu fordern - in Dallas oder anderswo.
Für die Cowboys bedeutet das sportlich zunächst Stabilität auf höchstem Niveau. Gemeinsam mit CeeDee Lamb bildet Pickens eine der gefährlichsten Receiver-Gruppen der Liga, das Quarterback Dak Prescott eine enorme Variabilität im Passspiel gibt.
Gleichzeitig bleibt die langfristige Zukunft jedoch offen - ein Faktor, der die Situation zusätzlich spannend macht.
Schottenheimer machte laut NBC Sports zuletzt klar, dass es intern trotzdem keinen Bedarf gebe, die Entscheidung seines Receivers weiter zu thematisieren.
"Ich sehe keinen Grund, darüber zu sprechen", erklärte der 52-Jährige demnach. "Das ist nichts, was wir vorhaben."
Für den Cowboys-Coach sei die Begründung simpel: "George würde dieses Spiel auch für einen Dollar spielen, so sehr liebt er Football (...) Spieler, die den Sport lieben, wollen einfach spielen."
Tatsächlich dürfte die Situation jedoch komplexer sein. Pickens hatte nämlich eigentlich kaum Alternativen:
Ein langfristiger Vertrag kam mit Dallas nicht zustande, und ein mögliches Angebot eines anderen Teams hätte eine Kompensation von zwei First-Round-Picks erfordert - ein Szenario, das aufgrund des teuren Preises praktisch ausgeschlossen war. Damit blieb dem Receiver einzig der Einjahresvertrag über rund 27,3 Millionen US-Dollar.
Die Entscheidung deutet jedenfalls darauf hin, dass Pickens voll auf die kommende Saison setzt. Statt auf Holdout oder Vertragsstreitigkeiten scheint der Fokus für ihn ganz klar auf seiner eigenen Leistung zu liegen.
Das wäre auch sinnvoll - ein weiteres starkes Jahr könnte ihm dann nämlich die Möglichkeit eröffnen, sich 2027 in eine deutlich bessere Verhandlungsposition zu bringen.
Für die Cowboys bedeutet das erst einmal kurzfristige Planungssicherheit - und die Chance, mit ihrem Top-Receiver nochmal die Playoffs anzugreifen.
mhh