25.05.2026
Chiefs, Packers & Co.
Der NFL-Spielplan für 2026 steht - und damit läuft auch die jährliche Diskussion um die "Strength of Schedule" bereits auf Hochtouren. Basierend darauf zeichnet sich schon jetzt ab: Einige Teams bekommen in dieser Saison kaum eine Verschnaufpause.

Vor allem fünf Franchises müssen sich Woche für Woche durch ein echtes Playoff-Minenfeld kämpfen, darunter gleich zwei Teams aus der NFC North.
Die Chiefs gehören erneut zu den Teams mit einem brutal schweren Schedule. Allein die AFC West bringt mit den Broncos und Chargers zwei echte Schwergewichte mit sich - auf beide trifft man natürlich auch dieses Jahr wieder doppelt.
Dazu kommen Duelle gegen Seahawks, Bills, Texans, Rams, Patriots, Bengals und 49ers. Für Kansas City bedeutet das: kaum einfache Wochen, ständig Top-Quarterbacks auf der anderen Seite und ein Spielplan, der wenig Raum für Ausrutscher lässt. Gerade mit einem alternden Kern und mehreren Baustellen im Kader dürfte jede Niederlage sofort Druck erzeugen.
Mit einer projizierten Gegner-Siegquote von rund 0,538 gehören die Packers ebenfalls zu den härtesten Fällen der NFC. Neben den ohnehin unangenehmen Divisions-Duellen gegen Lions, Bears und Vikings warten unter anderem Spiele gegen Patriots, Rams und Texans.
Viele dieser Gegner bringen entweder explosive Offenses oder physische Defenses mit - oft sogar beides. Für das weiterhin junge Packers-Team wird 2026 damit schnell zur Reifeprüfung.
Eigentlich soll ein 4th-Place-Schedule helfen. In Arizona fühlt sich davon allerdings wenig nach Erleichterung an. Die Cardinals treffen erneut doppelt auf Rams, Seahawks und 49ers innerhalb der starken NFC West, dazu kommen weitere unangenehme Matchups gegen Lions, Broncos, Chiefs und Eagles.
Besonders problematisch: Der schwere Auftakt mit vielen Auswärtsspielen könnte Arizona früh unter Druck setzen. Mehrere US-Analysen sehen den Cardinals-Spielplan deshalb sogar als den härtesten der gesamten NFL.
Auch Miami bekommt 2026 kaum Luft zum Atmen. Die Dolphins müssen neben Bills und Patriots innerhalb der eigenen Division auch noch gegen die 49ers, Chiefs, Lions, Chargers, Broncos, Packers, Bears und Bengals ran - also gleich mehrere Teams aus dem erweiterten Super-Bowl-Kreis.
Gleichzeitig gelten vermeintlich "einfachere" Gegner wie Colts oder Raiders ebenfalls als unangenehme Stolperfallen.
Allerdings scheint man in Miami intern ohnehin nicht auf den ganz großen Soforterfolg zu setzen. Rund um das Franchise herrscht zunehmend das Gefühl, dass 2026 eher als Übergangs- und Reparaturjahr genutzt werden soll, um den Kader und die gesamte Struktur langfristig neu aufzubauen.
Laut mehreren Auswertungen haben die Bears den schwersten Spielplan der NFL-Saison 2026. Chicago trifft auf eine Mischung aus etablierten Contendern und gefährlichen jungen Teams: Bills, Jaguars, Seahawks, Eagles und Patriots stehen alle auf dem Programm.
Dazu kommen die ohnehin komplizierten NFC-North-Duelle gegen Packers, Lions und Vikings. Und genau das macht ihre Ausgangslage so spannend.
Chicago ist vergangene Saison unter Neu-Head-Coach Ben Johnson überraschend wie ein Phönix aus der Asche aus dem NFL-Mittelmaß aufgestiegen, gewann direkt die NFC North und zog in die Playoffs ein. Nun wartet also der Härtetest. Es wird sich zeigen, ob die Bears tatsächlich dauerhaft zur NFC-Spitze gehören - oder ob der schnelle Erfolg dem vergleichsweise günstigen Spielplan im Vorjahr zu verdanken war.
mhh
