06.02.2026
Ein Kicker ist dabei
Nach der professionellen Karriere hofft jeder Spieler darauf, eines Tages in die Hall of Fame der NFL aufgenommen zu werden. Dort sammeln sich alle Superstars und Legenden aus der Geschichte der NFL. Wer sich als Hall of Famer bezeichnen kann, hat ein besonderes Standing und hat seine sportliche Karriere komplettiert.

Jedes Jahr werden kurz vor dem Super Bowl bei den NFL Honors vier bis acht Spieler in die NFL Hall of Fame aufgenommen. Dieses Jahr schafften es fünf Spieler in die Hall of Fame. Darunter ist ein berühmter Quarterback, ein älterer Running Back, ein unglaublicher Receiver, ein legendärer Linebacker und sogar ein Kicker.
Drew Brees spielte von 2001 bis 2020 in der NFL, zuerst bei den San Diego Chargers und dann die meiste Zeit seiner Karriere bei den New Orleans Saints. Brees war bekannt als extrem präziser Pocket-Passer, der immer die Ruhe bewahrte und so Lösungen fand, die außer ihm keiner sah. Er dominierte gegnerische Defenses und ließ sich nicht von Druck verunsichern. Brees beendete seine Karriere 2020 und ist immer noch der zweitbeste Quarterback in Bezug auf Passing Yards (80.358), Touchdown-Pässe (571) und Completion Percentage (67,7%). In fünf NFL-Spielzeiten warf Brees für mehr als 5000 Yards, was ihn zum alleinigen Rekordhalter in der Kategorie macht. Der Quarterback wurde in 13 Pro Bowls gewählt und wurde zweimal Offensive Player of the Year.
Craig spielte auf der Position des Running Backs von 1983 bis 1993 in der NFL. Mit den San Francisco 49ers gewann er dreimal den Super Bowl. Später spielte Craig noch für die Los Angeles Raiders und die Minnesota Vikings. Der agile Running Back war bekannt für seine flexible Einsetzbarkeit. Während gegnerische Defenses sein Laufspiel fürchten mussten, war er auch ein begnadeter Receiver, der als Running Back unüblich viele Bälle fing. Im Jahr 1985 wurde Craig zum ersten Running Back in der NFL-Geschichte, der über 1000 Yards Rushing und 1000 Yards Receiving in einer Saison erzielen konnte. Nach ihm schafften das nur zwei weitere Spieler: Hall of Famer Marshall Faulk (1999) und Christian McCaffrey (2019).
Fitzgerald war ein Receiver, der besonders für eins bekannt war: Seine guten Hände und seine Fangsicherheit. In 17 NFL-Saisons ließ Fitzgerald nur 35-Mal den Ball fallen. Das Kuriose daran ist, dass er als Receiver mehr Tackles (37) erzielte, als er Drops aufwies. Eine Statistik, von der alle Receiver nur träumen können. Seine gesamten 17 Jahre in der besten Football-Liga der Welt spielte Fitzgerald bei den Arizona Cardinals. In seiner Karriere fing Fitzgerald 1431 Bälle für 17.492 Yards und 121 Touchdowns. Der Wide Receiver wurde elfmal in den Pro Bowl gewählt und ins 2010er All-Decade Team.
Von allen diesjährigen Hall of Famern hatte Kuechly die kürzeste Karriere in der NFL. Von 2012 bis 2019 spielte der Linebacker bei den Carolina Panthers und schaffte es selbst in dieser etwas kürzeren Karriere komplett von sich zu überzeugen. Als Anführer der Panthers-Defense wurde er siebenmal in den Pro Bowl gewählt, war fünfmal im All-Pro-Team und wurde wie Fitzgerald ins 2010er All-Decade-Team gewählt. Zudem gewann er den Award des Defensive Player of the Year im Jahr 2013. In seiner Karriere erlitt er mindestens drei Gehirnerschütterungen und hing seine Profi-Karriere 2019 überraschend früh an den Nagel. Kuechly war bekannt für sein exzellentes Spielverständnis und seine Arbeitsmoral auch neben dem Platz. Kuechly wusste oft, was die gegnerische Offense tun würde, bevor sie es selbst wusste und unterband Spielzüge in Bruchteilen einer Sekunde, da er bereits wusste, was auf die Defense zukommen würde.
Der Kicker spielte am längsten von allen diesjährigen Hall of Famern in der NFL. Vinatieri begann seine Karriere 1996 bei den New England Patriots. Er kickte die Patriots zweimal in letzter Sekunde zum Super-Bowl-Sieg und überzeugte mit seiner geringen Fehleranfälligkeit. Er hält die Rekorde der meisten Field-Goal-Versuche (715), für die meisten verwandelten Field Goals (599), die meisten Spiele (365), die meisten verwandelten Field Goals am Stück (44) und die meisten erzielten Punkte (2673). Vinatieri erzielte 29 Game-Winning-Field-Goals, inklusive zehn in der Overtime. Nach seinem Wechsel zu den Indianapolis Colts im Jahr 2006 gewann er einen weiteren Super Bowl zusammen mit Peyton Manning.
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