06.02.2026
Knappe Duelle und klare Sieger
In der Nacht der NFL Honors bekamen mehrere Spieler persönliche Auszeichnungen. Neben den altbekannten Awards wurde dieses Jahr auch zum ersten Mal der Award des Protector of the Year vergeben. Alle Spieler haben Besonderes geleistet, um diese Auszeichnung zu erhalten.

In der NFL geht es immer um den Erfolg des Teams. Für jeden Spieler ist es wichtig, dass sein Team erfolgreich ist und es in die Playoffs oder sogar bis in den Super Bowl schafft. Doch bei den NFL Honors werden Spieler für ihre persönliche Leistung ausgezeichnet. Dabei werden besondere Leistungen über die gesamte Saison honoriert und gewürdigt.
Stafford gewann den MVP-Award nur hauchzart vor seinem Kontrahenten Drake Maye. Patriots-Quarterback Maye hatte nur eine First-Place-Vote weniger, die engste Wahl in der Geschichte der NFL (ausgenommen Co-MVPs). Doch Stafford überzeugte letztendlich mit seiner Leistung und seinen Statistiken in dieser Saison. Mit 4707 Yards warf er die viertmeisten Yards seiner Karriere und die meisten aller NFL-Quarterbacks in dieser Saison. Seine 46 Passing-Touchdowns sind nicht nur Spitzenwert in der NFL, sondern auch in seiner NFL-Laufbahn.
Zudem machte Stafford fast keine Fehler. Mit acht Interceptions warf er die achtwenigsten Interceptions in der NFL (bei mindestens 300 Pass Attempts). Maye kam an diese Statistiken nicht ganz heran und verlor somit die Wahl knapp. Stafford überzeugte auch in den Playoffs und führte sein Team zu siegen in der Wild Card Round und in der Divisional Round. Erst im NFC Championship Game mussten die Rams eine Niederlage gegen die Seahawks hinnehmen.
Nach der Entlassung von Tyler Lockett und dem Trade von DK Metcalf standen die Seahawks plötzlich nur noch mit einem Receiver ihres Trios da. Nach einer guten Saison sollte Jaxon Smith-Njigba nun die Rolle des Number-One-Receivers übernehmen, eine Rolle, die ihm viele nicht zutrauten. Zudem holten die Seahawks mit Sam Darnold einen neuen Quarterback. Doch Smith-Njigba spielte eine phänomenale Saison und übertraf alle Erwartungen. Mit 1793 Yards führte er die Liga in Receiving-Yards an und steuerte zehn Touchdowns zum großen und positiven Output der Seahawks-Offense bei.
Smith-Njigba war das wichtigste Ziel für den neuen Quarterback Darnold und entschied einige Spiele durch seine Zuverlässigkeit und sein perfektes Spiel. Auch in den Playoffs konnte er in zwei Spielen 172 Yards und zwei Touchdowns erzielen. Als bester Receiver bei den Seahawks hatte der 23-Jährige einen großen Anteil an der starken Saison der Seahawks und bekam völlig verdient den Award des besten Offense-Spielers in der NFL. Nun steht Smith-Njigba mit den Seahawks im Super Bowl.
Beim Defensive Player of the Year war es keine Frage, wer den Award gewinnen würde. Es konnte nur Myles Garrett von den Cleveland Browns werden. Denn Garrett lieferte eine typisch starke Saison. Doch dieses Jahr war er nicht nur deutlich besser und hatte mehr Impact als alle anderen Defense-Spieler, sondern er spielte eine historische Saison und brach einen NFL-Rekord. Als Pass-Rusher wurde seine Saison wie immer in Sacks gemessen und Garrett dominierte die Liga wie kein zweiter.
Mit 23 Sacks in der Saison 2025 brach er den Rekord der meisten Sacks in einer Saison um einen halben Sack. Vor ihm hatten Michael Strahan und T.J. Watt 22,5 Sacks erzielen können. Doch Garrett schaffte dies, obwohl er einer der Spieler war, die am meisten mit Double-Teams zu kämpfen hatten und jeder über seine Stärken genau Bescheid wusste. Dennoch hatte Garrett beim Pass-Rush Erfolg, was sich in der Leistung seines Teams, der Cleveland Browns, allerdings nicht widerspiegelte.
McMillan musste sich gegen einige Kontrahenten durchsetzten im Kampf um den Offensive Rookie of the Year. Besonders die beiden Quarterbacks Jaxson Dart und Tyler Shough hatten ebenfalls gute Chancen auf die Auszeichnung. Doch McMillan setzte sich durch. Die Panthers setzten mit dem Eight-Overall-Pick erneut auf Receiver und holten McMillan. Diesmal hatte Carolina auf den richtigen Receiver gesetzt.
McMillan war eine Soforthilfe für Bryce Young und erzielte schon im zweiten Spiel 100 Yards. Mit beeindruckenden Catches und extremer Zuverlässigkeit in wichtigen Momenten spielte sich McMillan nicht nur in die Herzen der Panthers-Fans, sondern auch in den Fokus bezüglich der NFL Awards. Mit 70 Catches für 1014 Yards und 7 Touchdowns besteht McMiIlan nicht nur den Eye-Test, sondern liefert auch Zahlen, die eines Offensive-Rookie-of-the-Year-Awards würdig sind.
Beim besten Rookie in der Defense gab es ebenfalls mehrere Kandidaten: Abdul Carter, Nick Emmanwori und James Pearce Jr. rechneten sich alle Chancen auf den Award aus. Doch der favorisierte Carson Schwesinger erhielt letztendlich den Award. Als klassischer Off-Ball-Linebacker hatte Schwesinger eigentlich nicht so gute Karten im Rennen um den DROY, weil er weder viele Interceptions (wie Defensive Backs) noch viele Sacks (wie Pass-Rusher) verzeichnen konnte. Dennoch verdient er den Award, denn sein Impact auf die Defense der Browns war kaum zu übersehen.

Schnell war der junge Schwesinger Dreh- und Angelpunkt der Browns-Defense und verzeichnete mit 156 Tackles die sechstmeisten der gesamten Liga. Mit elf Tackles for Loss liegt er dazu auch noch auf Platz 27 aller NFL-Spieler. Diese Statistiken unterstreichen den Eye-Test. Denn Schwesinger war für die Browns-Defense überall auf dem Platz und vereitelte Spielzug um Spielzug der gegnerischen Offense.
Der Award des Comeback Player of the Year bingt immer besondere Geschichten mit sich. Denn häufig sind es schwere Verletzungen oder Schicksalsschläge, die die Athleten für ein Jahr aus der Bahn werfen, bevor sie erneut stark zurückkommen. So war es auch bei Christian McCaffrey, der sich gegen Trevor Lawrence, Dak Prescott, Stefon Diggs und Aiden Hutchinson durchsetzte. McCaffrey fiel in der Saison 2024 die ersten acht Spiele wegen Problemen an der Achillessehne aus. Nach seiner Genesung stand McCaffrey allerdings nur vier Spiele auf dem Platz, bevor er sich erneut schwer verletzte.
Ein Riss des hinteren Kreuzbandes beendete eine kurze Saison für den Star-Runningback. Doch in der Regular Season 2025 zeigte McCaffrey, dass er immer noch einer der besten Running Backs der Liga ist und setzte mit 2131 Total Yards und 17 Touchdowns ein deutliches Zeichen. Auch im Wild Card Game gegen die Eagles trug McCaffrey mit zwei Receiving-Touchdowns einen großen Teil zum Sieg der 49ers bei. Die Saison 2025 zählte zu den stärksten von McCaffreys Karriere und er erzielte die zweitmeisten Yards in seiner NFL-Laufbahn.
Der Award des Protector of the Year feierte sein Debüt in diesem Jahr bei den NFL Honors. Er würdigt den herausragendsten Offensive Lineman einer einzelnen NFL-Saison und basiert ausschließlich auf der Leistung auf dem Feld. Initiiert wurde die Auszeichnung von Buffalo-Bills-Tackle Dion Dawkins. Der Gewinner wird von einem exklusiven Auswahlkomitee aus ehemaligen All-Pro-Centern, Guards und Tackles bestimmt. Erster Gewinner des Awards wurde Joe Thuney.
Der Guard der Chicago Bears setzte sich gegen große Namen wie Penei Sewell, Creed Humphrey Aaron Brewer und die beiden O-Liner der Broncos Quinn Meinerz und Garett Bolles durch. Thuney brachte Erfahrung, Führungsqualität und Konstanz in die Offensive Line der Bears. Die Jury würdigte insbesondere seine Beständigkeit über die komplette Saison. Zudem zeigte er erneut, dass er im Notfall auch die Position des Left Tackles übernehmen kann - eine Qualität, die ihn als Guard nahezu einzigartig macht.
zu den New England Patriots und veränderte das Franchise sofort grundlegend. Von sportlicher Bedeutungslosigkeit führte er das Team zu einer 14-3-Bilanz und am Ende sogar (auch wenn für die Abstimmung nicht relevant) der ersten Super-Bowl-Teilnahme seit 2019. Besonders eindrucksvoll war der dominante Saisonabschluss gegen Miami, der letzte Zweifel an der Legitimität der Patriots beseitigte.
Zwar hatten die Patriots einen relativ leichten Spielplan, doch es stachen dennoch die starken strukturellen Veränderungen hervor und die Entwicklung des Teams innerhalb einer Saison unter dem neuen Head Coach besonders hervor.
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