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Nach dem Garrett-Trade
Kommt es tatsächlich zu einem der spektakulärsten Comebacks der jüngeren NFL-Geschichte? Rams-Legende Aaron Donald schließt eine Rückkehr aufs Feld offenbar nicht aus. Und die Los Angeles Rams würden ihren ehemaligen Superstar mit offenen Armen empfangen.

Die NFL-Welt blickt derzeit gespannt nach Los Angeles. Nachdem die Rams erst vor wenigen Tagen den amtierenden Defensive Player of the Year Myles Garrett spektakulär via Trade verpflichtet haben, könnte nun der nächste Paukenschlag folgen.
Aaron Donald denkt offenbar ernsthaft über ein Comeback nach. "Ich spiele definitiv mit dem Gedanken", schrieb Donald laut Jordan Schultz von The Schultz Report. "Mit dem Super Bowl in diesem Jahr im SoFi Stadium ist das eine verdammt gute Gelegenheit. Wenn ich das Feuer wiederfinde, ist es möglich."
Der mittlerweile 35-Jährige hat seit seinem Rücktritt nach der Saison 2023 kein NFL-Spiel mehr bestritten. Rams-Head-Coach Sean McVay reagierte auf die Aussagen seines ehemaligen Superstars äußerst offen.
"Wenn er Interesse hat, dann würde ich sagen: Sprecht mit Aaron und hört euch an, was er dazu sagt", erklärte McVay auf der Pressekonferenz zur Vorstellung von Myles Garrett.
Gleichzeitig bestätigte der Rams-Coach, dass er nach dem Garrett-Trade bereits mit Donald gesprochen habe. "Aaron und ich stehen weiterhin sehr eng in Kontakt. Er hat großen Respekt für Myles", sagte McVay.
Zudem machte er deutlich, dass er Donald auch mit 35 Jahren weiterhin auf höchstem Niveau spielen sieht. "Wenn Aaron entscheidet, die Schuhe noch einmal zu schnüren, dann wette ich, dass er immer noch auf einem sehr hohen Niveau spielen kann."
Dass die Rams ein mögliches Comeback überhaupt ernsthaft in Betracht ziehen würden, überrascht kaum. Aaron Donald gilt für viele Experten als einer der besten Defensivspieler der NFL-Geschichte.
Der ehemalige First Round Pick der Rams wurde dreimal zum Defensive Player of the Year gewählt und gewann die Auszeichnung in den Jahren 2017, 2018 und 2020. Nur J.J. Watt und Lawrence Taylor konnten den Award ebenfalls so oft gewinnen wie der ehemalige Spieler der University of Pittsburgh. Hinzu kommen die Auszeichnung als Defensive Rookie of the Year, acht First-Team-All-Pro-Nominierungen sowie ein Super-Bowl-Sieg mit den Rams.
Besonders unvergessen bleibt dabei die entscheidende Szene im Super Bowl LVI. Mit weniger als einer Minute auf der Uhr stoppte Donald Joe Burrow bei einem entscheidenden vierten Versuch und sicherte Los Angeles damit die Vince Lombardi Trophy.

Es war der perfekte Höhepunkt einer Karriere, die zu den dominantesten der Geschichte gehört. Seit Donald das erste Mal ein NFL-Feld betreten hat, war er nicht nur einer der besten Defensive Tackles, sondern einer der größten Spieler, die der Sport je gesehen hat. Und das galt auch noch bei seinem verfrühten Retirement, das keineswegs erfolgte, weil er altersbedingt an Qualität verloren hatte. Donald war bis zu seinem bislang letzten NFL-Snap ein Spieler, dem das Wort "dominant" nicht einmal ansatzweise gerecht wird.
Wie außergewöhnlich Donald war, zeigt auch ein Blick auf seine Statistiken. Der Defensive Tackle beendete seine Karriere mit 111 Sacks und sammelte laut PFF insgesamt 841 Quarterback Pressures in zehn NFL-Saisons.
Zum Vergleich: Myles Garrett gilt aktuell als einer der dominantesten Pass Rusher seiner Generation und kommt nach neun NFL-Jahren auf 623 Pressures. Selbst wenn man Garretts Karriere-Durchschnitt auf eine zehnte Saison hochrechnet, würde er bei rund 692 Pressures landen - immer noch fast 150 weniger als Donald.
Dabei spielte Donald als Defensive Tackle eine Position, auf der Quarterback-Druck deutlich schwieriger zu erzeugen ist als für Edge Rusher.
Seine Dominanz war sogar so groß, dass die Rams ihn während seiner Karriere phasenweise bewusst aus bestimmten Trainingseinheiten heraushielten, weil er Spielzüge regelmäßig zerstörte, bevor die Offense überhaupt ihre Plays sauber ausführen konnte.
Genau deshalb sorgt die Vorstellung eines Duos aus Aaron Donald und Myles Garrett aktuell für so viel Aufsehen.
Garrett gilt für viele Experten nicht nur als der beste Edge Rusher der heutigen NFL, sondern auch als einer der besten Quarterback-Jäger der gesamten NFL-Historie. Selbst wenn man das nicht so sieht, wird man nicht darum herumkommen, ihn aktuell als elitären Spieler auf einer Premium-Position zu bezeichnen.
Und dieser könnte jetzt mit Donald einen kongenialen Partner bekommen, der über ein Jahrzehnt der beste Defensive Tackle seiner Generation war und dessen Name nicht nur in der Debatte um den besten Defensive Tackle aller Zeiten fällt, sondern mit Spielern wie Reggie White, Lawrence Taylor und anderen um den Titel des besten Defensivspielers der NFL-Geschichte konkurriert.
Gemeinsam würden sie eines der gefährlichsten Defensive-Line-Duos bilden, das die NFL erlebt hat.
Natürlich bleiben noch einige Hürden. Unter anderem müssten die Rams einen Weg finden, Donald unter den Salary Cap zu bekommen. Und beide müssten natürlich das Niveau ihrer bisherigen Karrieren erneut abrufen.
Sollte der künftige Hall-of-Famer Donald jedoch tatsächlich zurückkehren wollen und ein Duo mit dem ebenfalls zukünftigen Hall-of-Famer Garrett bilden, dürfte Los Angeles alles daransetzen, eine Lösung zu finden.
Noch ist ein Comeback von Donald keineswegs sicher.
Doch erstmals seit seinem Rücktritt spricht der ehemalige Superstar öffentlich über eine mögliche Rückkehr. Gleichzeitig macht Sean McVay keinen Hehl daraus, dass die Rams jederzeit bereit wären, Donald wieder aufzunehmen. Das würde perfekt zum All-in-Motto passen, das aktuell über den Rams in dieser Offseason schwebt.
Die Verpflichtung von Garrett hat offensichtlich etwas ausgelöst. Und sollte Donald tatsächlich noch einmal auf das Feld zurückkehren, könnte Los Angeles plötzlich eine der furchteinflößendsten Defenses der modernen NFL-Geschichte aufbieten.
val