31.03.2026
Glenn lobt seinen neuen Quarterback
Die New York Jets gehen mit einer klaren Botschaft in die neue Saison und sie ist überraschend deutlich. Head Coach Aaron Glenn sieht in Geno Smith weit mehr als nur eine Übergangslösung. Stattdessen traut er dem Quarterback zu, das Franchise zurück an die Spitze zu führen.

Nach dem Trade von Geno Smith und dem Abgang von Justin Fields haben die New York Jets ihre Quarterback-Situation neu definiert. Statt auf eine kurzfristige Übergangslösung zu setzen, baut das Franchise nun bewusst auf Erfahrung und Spielintelligenz und verknüpft damit die Hoffnung, die Offense unter neuem Coordinator nachhaltig zu stabilisieren.
Mit einer Aussage sorgte Glenn bei den NFL-Meetings für Aufsehen: "Ich habe einfach das Gefühl, dass er derjenige ist, der uns ins gelobte Land führen wird."
Eine bemerkenswerte Einschätzung - vor allem vor dem Hintergrund der vergangenen Saison. Die Jets beendeten das Jahr mit einer Bilanz von drei Siegen und 14 Niederlagen, während Smith bei den Las Vegas Raiders ligaweit die meisten Interceptions (17) warf und sie zum First-Overall-Pick führte.
Doch Glenn bewertet die Situation differenzierter. Für ihn steht fest: Fehler gehören zur Entwicklung - entscheidend ist, wie ein Spieler damit umgeht.
Smith selbst sieht sich ebenfalls auf einem klaren Aufwärtstrend: "Ich habe noch viele Jahre vor mir in dieser Liga und ich glaube, dass die Jets einen besseren Spieler bekommen als den, der ich in Seattle war."
Diese Aussage passt zur Einschätzung des Coaching Staffs. Besonders seine Spielintelligenz, seine Erfahrung im Lesen von Defenses und seine Armstärke gelten intern als zentrale Faktoren für die Offensive unter dem neuen Coordinator Frank Reich.
Die Verpflichtung von Smith kam über einen vergleichsweise günstigen Trade zustande. Die Jets gaben lediglich einen Sechstrunden-Pick 2026 ab und übernehmen einen Teil seines Gehalts. Parallel trennte sich das Team von Justin Fields, der noch in der Vorsaison als Zukunftslösung galt.
Damit ist klar: Smith ist nicht als Backup eingeplant - er ist die neue Nummer eins.
Ein Blick auf seine Zeit bei den Seattle Seahawks zeigt, warum Glenn an ihn glaubt. In drei vollen Saisons als Starter kam Smith auf eine Bilanz von 27-22, warf 71 Touchdowns und durchschnittlich über 4000 Yards pro Jahr.
Gleichzeitig bleibt die Fehleranfälligkeit ein Thema: 35 Interceptions in diesen drei Jahren sowie die 17 Picks aus der Vorsaison werfen Fragen auf.
Die Jets stehen damit an einem spannenden Punkt. Mit den Picks zwei und 16 im kommenden Draft könnten sie bereits 2026 einen Quarterback der Zukunft auswählen - etwa Ty Simpson. Alternativ gilt auch der Draft 2027 als besonders talentreich.
Doch intern will man davon nichts wissen. Weder Glenn noch das Front Office denken öffentlich in langfristigen Szenarien. Der Fokus liegt klar auf der Gegenwart - und auf Geno Smith.
mgs