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    NFL

    vor 13 Stunden

    Wie schwarze Magie

    Genialer Trick: So verwirren die Patriots gegnerische Kicker

    In der NFL kommt es in manchen Spielen auf nur wenige Punkte an und ein Field Goal kann den Ausgang des gesamten Spiels entscheiden. Während andere Stadien aber auf Lautstärke setzen, haben die New England Patriots einen ganz anderen Trick in petto, der gegnerische Kicker zur Verzweiflung bringt.

    Die Minnesota Vikings bei einem Field-Goal-Versuch gegen die New England Patriots im Gillette Stadium in Foxborough.
    Die New England Patriots entwickelten eine Strategie gegen Field Goals. IMAGO/ZUMA Press

    Wenn das Spiel auf der Kippe steht, kommt es häufig auf die Kicker an. Ein Field Goal oder ein Extrapunkt kann das ganze Spiel verändern und den Verlauf einer Saison beeinflussen. Im eigenen Stadion werden die Fans laut und versuchen alles, den gegnerischen Kicker irgendwie abzulenken. Schilder werden gebaut, Pfeile gemalt und Schlachtrufe geschrien.

    Die New England Patriots hingegen verfolgen eine ganz andere Strategie, die unglaublichen Erfolg aufwies. Viele Teams kamen bereits auf die Idee, auf den Videowänden und Anzeigetafeln hinter dem Goalpost lustige Bilder zu zeigen, um den Kicker abzulenken. Die Patriots dachten dieses System jedoch nochmal einen Schritt weiter:

    In Foxborough im Gillette Stadium wird auf dem großen Bildschirm hinter dem Goalpost eine Liveübertragung des Spiels gezeigt. Das ist erstmal nichts Besonderes: Einigen Spielern half diese Übertragung sogar, um beim Laufen zu sehen, ob sie von Gegnern eingeholt werden. Doch die Patriots wählen bei Field Goals einen ganz bestimmten Kamera-Winkel. Während der Kicker sich vorbereitet und Richtung Goalpost schaut, sieht er auf dem Bildschirm die Perspektive von der Kamera hinter der Endzone.

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    Durch die andere Perspektive verschieben sich die gelben Stangen und somit sieht der Kicker viermal eine gelbe Stange. Einmal den echten Goalpost und einmal den auf dem Bildschirm. Zudem werden durch die umgekehrte Perspektive auch die Fähnchen am Ende der Stangen spiegelverkehrt angezeigt, was den Kicker verwirren kann, aus welcher Richtung der Wind kommt.

    Die Position des Kickers erfordert eine besonders große Nervenstärke. Der Spieler kommt nur selten aufs Feld, muss dann aber voll abliefern und kann ganze Spiele entscheiden. Unter diesem enormen Druck können bereits kleine Unsicherheiten ausreichen - etwa ein falsches Anvisieren des Goalposts oder die Frage, aus welcher Richtung der Wind tatsächlich kommt.

    Und diese Strategie der Patriots zeigte großen Erfolg. Von 2001 bis 2019 lag die Differenz von erzielten eigenen Field Goals zu erzielten Field Goals des Gegners im Gillette Stadium bei über neun Prozent und damit 247 Prozent höher als beim zweitplatzierten dieser Statistik (Colts mit unter 4 Prozent).

    Während die Patriots in der Zeit immer wieder durch nicht ganz faire Mittel auffielen, war diese Strategie völlig legitim und ist bis heute nicht verboten. Jedes Team könnte also auf dieses System bauen und auf mehr verschossene Field Goals hoffen.

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