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    NFL

    vor 17 Stunden

    Rams-Star spricht über persönliche Krise

    "Habe mich regelrecht betäubt": Nacua spricht offen über Alkoholprobleme

    Auf dem Footballfeld gehört Puka Nacua zu den größten Stars der NFL. Nun sprach der 25-Jährige bemerkenswert offen darüber, wie ihn Druck und persönliche Probleme zum Alkohol greifen ließen - und warum er sich professionelle Hilfe suchte.

    Puka Nacua von den Los Angeles Rams spricht offen über seine Alkoholprobleme und seinen Aufenthalt in einer Entzugsklinik
    Puka Nacua sprach erstmals offen über seine Alkoholprobleme. Kirby Lee

    Sportlich verlief der Aufstieg von Puka Nacua beinahe märchenhaft. In nur drei NFL-Spielzeiten entwickelte sich der Wide Receiver zu einem der wichtigsten Spieler der L.A. Rams. In der vergangenen Saison führte er die Liga mit 129 gefangenen Pässen an und sammelte 1715 Yards sowie zehn Touchdowns.

    Alkohol als Flucht vor dem wachsenden Druck

    Hinter den herausragenden Leistungen verbarg sich jedoch eine schwere persönliche Krise. In einem vor dem Saisonauftakt ausgestrahlten Netflix-Interview erklärte Nacua, dass er sich während der Offseason in eine Reha-Einrichtung begeben hatte.

    "Alkohol war definitiv ein Thema für mich. Ich habe mich damit regelrecht betäubt", sagte der 25-Jährige. Auf diese Weise habe er verhindert, sich mit seinen Problemen und dem empfundenen Stress auseinandersetzen zu müssen. Sorgen und Ängste habe er lange nicht mit anderen geteilt, sondern immer wieder nach Möglichkeiten gesucht, ihnen zu entkommen.

    "War nicht bereit, um Hilfe zu bitten"

    Als Gründe für seine Überforderung nannte Nacua den rasanten Wandel seines Lebens, die neue Rolle als öffentliche Person und den ständigen Druck, sportlich auf höchstem Niveau abzuliefern. Gleichzeitig wurde der Rams-Star erstmals Vater. Sein Sohn ist inzwischen zehn Monate alt.

    Auch die gemeinsame Organisation der Elternschaft mit der Mutter seines Kindes habe ihn belastet. Statt darüber zu sprechen, zog sich Nacua nach eigener Aussage zunehmend zurück. "Ich war nicht bereit, um Hilfe zu bitten", gestand der Wide Receiver.

    Erst während seines Aufenthalts in der Einrichtung sei es ihm gelungen, offene und ehrliche Gespräche zu führen. Nach den "dunkelsten Zeiten" seines Lebens wolle er nun an sich arbeiten und zu einem Menschen werden, auf den sein Sohn stolz sein könne.

    Turbulente Monate abseits des Feldes

    Nacuas Aussagen folgen auf mehrere Kontroversen. Im Dezember hatte er sich entschuldigt, nachdem er während eines Livestreams eine antisemitische Geste gezeigt hatte. Der Rams-Profi erklärte damals, dass ihm die Bedeutung der Bewegung nicht bewusst gewesen sei.

    Darüber hinaus läuft aktuell eine Zivilklage gegen Nacua. Eine Frau wirft ihm vor, an Silvester eine antisemitische Äußerung gemacht und sie in die Schulter gebissen zu haben. Nacua bestreitet die Anschuldigungen über seinen Anwalt, der den geschilderten Biss als Herumalbern bezeichnete. Das Verfahren ist derzeit noch nicht abgeschlossen.

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    In dem Interview äußerte sich Nacua vor allem zu den persönlichen Problemen hinter seinem Verhalten. Seine sportlichen Erfolge hätten die innere Belastung nicht verschwinden lassen. Mit dem Schritt in professionelle Behandlung habe er schließlich begonnen, sich ihr zu stellen.

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    DPA