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    GFL

    vor 10 Stunden

    Dominanz aus Niedersachsen

    Hildesheim Invaders im Plan, erster richtiger Test steht bevor

    103 Punkte in zwei Spielen, nur 19 kassiert. Was die Niedersachsen bislang abgeliefert haben, ist pure Dominanz. 58:6 gegen die Allgäu Comets zum Auftakt, 45:13 auswärts in Regensburg. Die Invaders sind die ersten zwei Wochen wie ein Dampfhammer durch die Liga marschiert. Doch am kommenden Samstag kommen die Düsseldorf Panther auf das Helios Field. Erst dann werden wir wirklich wissen, wie viel Substanz das Team aufweist.

    QB Hughes bei einem Spiel in der GFL 2026
    Quarterback Nelson Hughes ist Teil der Hildesheimer DNA. IMAGO/Foot Bowl

    Der Sheriff trägt den Stern

    Das Herzstück dieser Mannschaft ist und bleibt Nelson Hughes. Der Quarterback lebt und arbeitet in Hildesheim und ist kein Söldner, der im Frühling anreist und im Herbst wieder verschwindet. Er ist Teil dieser Stadt, Teil dieses Vereins. Nach seiner langen Verletzungspause meldete er sich mit einem 89-Yard-Touchdown-Pass auf Paul Terjung eindrucksvoll zurück und kreierte einen dieser Momente, die ein Stadion aus den Sitzen reißt.

    Gegen Regensburg war er der ruhende Pol einer Offense, die auch dann funktionierte, wenn sie ihren Rhythmus noch nicht ganz gefunden hatte. Kurze Pässe auf seine Receiver, kein Panik-Football. Hughes spielt, als hätte er das Playbook selbst geschrieben. Was er im Grunde auch hat. Schließlich stand er nach seiner letztjährigen Verletzung an der Seitenlinie und übernahm das Play Calling der Offense.

    Head Coach Marcus Herford hat nach dem Auftaktsieg einen treffenden Satz gesagt: „Gute Teams gewinnen Spiele, große Teams gewinnen auf die richtige Art und Weise." Das ist eine Ansage an sein Team, das sich an den besten dieser Liga misst und keine hübsche Saison spielen möchte, die im Mittelfeld endet.

    Kyle Kitchens: Mehr als ein Name auf dem Trikot

    Was bei allen Punkten der Offense aber nicht unter den Tisch fallen darf, ist die Defense. Neuzugang Kyle Kitchens zieht unglaublich viel Aufmerksamkeit auf sich und der Effekt ist auf dem Feld sichtbar. Beim Heimspiel gegen die Comets fand Hughes Kitchens sogar mit einem Touchdown-Pass, nachdem der Defensive End als Receiving-Waffe auflief. Solche kreativen Plays entstehen, wenn ein Team das ganze Jahr zusammen trainiert hat und sich blind versteht. Gegen Regensburg stoppte Kitchens einen Drive mit einem wichtigen Sack, der die Phoenix auf ein Turnover on Downs zwang. Diese Defensive Line aus Kyle Kitchens, Dean Samuel Vollbrecht, O.J. Thompson und Dorian Zuidema ist keine Sammlung guter Einzelspieler, sondern schon jetzt eine eingespielte Einheit.

    Der Gradmesser wartet

    Jetzt kommen die Düsseldorf Panther, der erste echte Prüfstein. Düsseldorf verlor sein erstes Spiel gegen die Dresden Monarchs mit 20:45 deutlich. Aber wer genauer hinschaut, sieht eine Panther-Defense, die durchaus Probleme bereiten kann. Rocky Lombardi wurde auf Dresdner Seite ständig unter Druck gesetzt. Wenn sich das auch nicht in zählbaren Statistiken niederschlägt, sollten die Invaders im nächsten Spiel vorm Pass Rush und den Ball Hawks in der Secondary gewarnt sein. Zur Halbzeit stand es lediglich 14:14. Düsseldorf war bis in die zweite Hälfte im Spiel, ehe Dresden dann die entscheidenden Plays machte und Quarterback Isaiah Weed das Spiel aus den Händen glitt. Die Panther sind ein Team, das gegen echte Titelanwärter lange mithalten kann.

    Hildesheim darf nicht mit der gleichen Leichtigkeit auftreten wie gegen Allgäu oder Regensburg. Denn der erste echte Test kommt jetzt. Die Invaders werden dort beweisen, dass wir in diesem Jahr mit ihnen zu rechnen haben. Ihre Dominanz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit und ganzjährigem Training. Ihr Quarterback ist der verlängerte Arm des Coaches auf dem Feld und ihre Defensive Line flößt jedem Gegner in der German Football League Respekt ein. 103 Punkte in zwei Spielen bei nur 19 zugelassenen Punkten ist keine Formsache oder auf leichte Gegner zurückzuführen.

    Ob Hildesheim neben Dresden und Potsdam die dritte Kraft im Norden ist und sogar um den Titel mitspielen kann, wird der nächste Samstag gegen Düsseldorf zeigen. Auf dem Helios Field gewinnt, frei nach Coach Herford, ein gutes Team einfach das Spiel, aber ein großes Team auf die richtige Art und Weise.

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    Philipp Forstner