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    NFL

    vor 1 Tag

    Drei Interceptions

    Horrorstart: Was lief schief bei Maye?

    Die New England Patriots haben das NFL Kickoff Game gegen die Seattle Seahawks knapp mit 13:10 verloren. Dabei führte das Team rund um Quarterback Drake Maye bis ins vierte Quarter hinein und hatte noch die Chance das Spiel auszugleichen oder zu gewinnen. Doch Maye unterliefen einige schwerwiegende Fehler, die das Spiel am Ende entschieden.

    New England Patriots Quarterback Drake Maye nach dem Spiel gegen die Seattle Seahawks.
    Drake Maye hatte gegen die Seattle Seahawks einen rabenschwarzen Tag. Getty Images

    Es sollte ein ganz besonderer Abend für Drake Maye und die New England Patriots werden. Im Super-Bowl-Rematch sollte das verlorene Endspiel der vergangenen Saison endlich vergessen gemacht werden und mit einem Sieg die neue Spielzeit erfolgreich eingeleitet werden. Und es sah auch lange danach aus, als würde alles nach Plan laufen. Die Patriots gingen in Führung und Mayes Gegenüber Sam Darnold verletzte sich früh und fiel den Rest der Partie aus.

    Viel Druck auf Maye

    Doch die Offense der Patriots wurde von der starken Seahawks-Defense vor einige Probleme gestellt und der junge Quarterback wurde viel unter Druck gesetzt. Insgesamt dreimal wurde Maye per Sack zu Boden gebracht, viele weitere Male musste er den Ball aus schwierigen Positionen wegwerfen, um einem Sack zu entgehen.

    Ohnehin spielten die Seahawks, wie es die NFL von dem amtierenden Super Bowl Champion gewohnt ist. Die Defense von Mike Macdonald arbeitete viel mit verschiedenen Blitz-Packages und schickte immer wieder verschiedene Defensive Backs oder Linebacker auf Quarterback-Jagd, um Maye aus der Ruhe zu bringen. Dabei wechselte das Team zwischen Spielzügen bei denen sie viel Druck anzeigten und keinen brachten und Spielzügen, bei denen sie kaum Druck anzeigten, aber dennoch einen Blitz spielten.

    Maye ging mit diesen Situationen sehr unterschiedlich um. Bei einigen Plays schien er perfekt auf den Druck vorbereitet zu sein und wich den Spielern gut aus oder fand sehr schnell seinen Checkdown für einige Yards Raumgewinn. Im Gegensatz dazu zeigte sich der 24-Jährige von einigen Blitz-Spielzügen extrem überrascht und fand oft keine andere Antwort, als vor dem Verteidiger wegzulaufen oder den Ball ins Aus zu werfen.

    Der erste Fehler

    Im gesamten Spiel warf Maye drei Interceptions, die alle vermeidbar gewesen wären. Zu allem Überfluss passierten Maye alle drei Fehlwürfe in den entscheidenden Drives des vierten Quarters. Bei seiner ersten Interception warf Maye einen tiefen Pass auf Wide Receiver Romeo Doubs. Der Passempfänger lief eine Wheel-Route und fand eine gute Position zwischen zwei Verteidigern. Doch Mayes Pass flog zu nah in Richtung des Safetys und Doubs, der für seine Stärke bei umkämpften Catches bekannt ist, verlor das Duell gegen zwei Gegenspieler. Der Ball wurde getippt und von Defensive Back Nehemiah Pritchett abgefangen und einige Yards zurückgetragen.

    Schlechter Pass

    Die Seahawks glichen daraufhin das Spiel durch einen Touchdown aus. Bei seinem zweiten Fehlwurf ging die Schuld ganz klar auf den Passgeber selbst. DeMario Douglas lief eine gute Route über die Mitte des Feldes, aber Maye warf den Ball deutlich zu weit in seinen Rücken und während der Patriots-Receiver nichts mehr machen konnte, stand Seahawks-Safety Julian Love dahinter genau richtig und erzielte den zweiten Turnover der Secondary.

    Nachdem die Seahawks durch ein Field Goal mit 13:10 in Führung gegangen waren, erhielten die Gäste noch einmal den Ball und konnten durch einen letzten Drive entweder den Ausgleich per Field Goal oder den Sieg durch einen Touchdown klarmachen. Maye führte sein Team über das Feld und mit unter einer halben Minute zu spielen, standen die Patriots nahe der gegnerischen Redzone. Ein Sack machte die Ausgangslage zwar etwas schwieriger, Maye entschärfte die Situation durch einen Zwölf-Yard-Pass auf Mack Hollins. Mit nur noch 26 Sekunden Restspielzeit und einem 3rd&5 gab es für die Offense nur eine Regel: Kein Turnover und im Zweifel mit dem Field Goal den Ausgleich erzielen.

    Aller schlechten Dinge sind drei

    Doch Drake Maye machte in dieser Situation den entscheidenden, schwerwiegendsten und unnötigsten Fehler. Maye bekam Druck und rollte zu seiner rechten Seite aus der Pocket. Ein einfacher Ball ins Aus hätte die Patriots auf dem Feld gelassen und das Team hätte mit einem Field Goal den Ausgleich erzielen können. Doch Maye sah seinen Receiver Mack Hollins in der Endzone und warf aus einer instabilen Körperhaltung einen viel zu kurzen Pass in die Endzone. Statt Hollins stieg Seahawks-Safety Josh Jobe am höchsten, schnappte sich das Ei und brachte beide Füße in Bounds unter: Interception, Spielende und damit die erneute Niederlage der Patriots gegen die Seahawks.

    Seattle Seahawks Cornerback Josh Jobe (29) fängt die Interception von Drake Maye.
    Seahawks-Cornerback Josh Jobe entscheidet das Spiel durch die dritte Interception der Defense. Steven Bisig

    Maye zeigte sich so fehleranfällig wie lange nicht mehr. Er wollte das Spiel für die Patriots entscheiden und traf daraufhin in einem Spiel dreimal die Entscheidung, ein viel zu hohes Risiko einzugehen anstatt durch einen sicheren Ball im Ballbesitz zu bleiben. Maye beendete das Spiel mit 23 von 33 angebrachten Pässen für 178 Yards, einem Touchdown und drei Interceptions. Dadurch bekam er ein Quarterback-Rating von 56,4. Für die Patriots und Maye gilt es jetzt, diese unnötige Niederlage schnellstmöglich abzulegen und die knapp anderthalb Wochen bis zum nächsten Spiel gegen die Pittsburgh Steelers zu nutzen und die gemachten Fehler zu analysieren und aufzuarbeiten.

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