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    NFL

    23.05.2026

    Mittelpunkt der Offense

    Jeanty als neuer CMC? Raiders planen Großes in Las Vegas

    Die Las Vegas Raiders planen offenbar eine deutlich größere Rolle für Running Back Ashton Jeanty in der NFL-Saison 2026. Head Coach Klint Kubiak machte bei den aktuellen OTAs klar, dass die Offense künftig noch stärker um den jungen Star aufgebaut werden soll - und zog dabei sogar indirekt Vergleiche zu Christian McCaffrey.

    Running Back Ashton Jeanty von den Las Vegas Raiders spricht während einer Pressekonferenz bei den Organized Team Activities im Intermountain Health Performance Center in Henderson (NFL, USA)
    Raiders-Running-Back Ashton Jeanty bei einer Medienrunde während der OTAs in Henderson Candice Ward

    Ashton Jeantys Rookie-Saison verlief alles andere als einfach. Hinter einer schwachen Offensive Line und in einer insgesamt enttäuschenden Raiders-Offense kam der Running Back dennoch auf über 1300 Scrimmage Yards und zehn Touchdowns.

    Raiders wollen Jeanty noch stärker belasten

    Für viele NFL-Fans blieb die Saison trotzdem hinter den Erwartungen zurück, die man an einen an Position sechs gedrafteten Spieler hat. Intern in Las Vegas scheint man das jedoch anders zu sehen.

    Denn mit dem neuen Head Coach Klint Kubiak soll Jeanty nun endgültig zum Mittelpunkt der Raiders-Offense werden. Kubiak machte bei den OTAs deutlich, dass die Raiders Jeanty künftig noch häufiger auf dem Feld sehen wollen.

    "Wir wollen Ashton noch stärker fordern", erklärte der neue Head Coach auf der Internetseite des Teams. "Die besten Running Backs der Liga wollen nicht vom Feld kommen."

    Dabei zog Kubiak sogar einen direkten Vergleich zu 49ers-Star Christian McCaffrey. "Wenn man sich Christian McCaffrey anschaut, sieht man, wie hoch sein Snap-Anteil ist. Solche Spieler wollen gar nicht vom Feld."

    Und genau das scheint nun auch der Plan der Raiders für Jeanty zu sein. Bereits vergangene Saison erhielt der Running Back viel Workload. Jeanty kam laut PFF auf 266 Carries und 68 Targets im Passing Game. Insgesamt stand er bei 770 offensiven Snaps auf dem Feld.

    Zum Vergleich: McCaffrey kam in seiner letzten kompletten Regular Season auf 931 offensive Snaps.

    Der Unterschied von 161 zusätzlichen Snaps klingt zunächst nicht riesig, würde über eine 17-Spiele-Saison allerdings rund neun weitere Snaps pro Partie bedeuten - und genau diese zusätzliche Belastung kann enorm sein.

    Jeanty will selbst kaum vom Feld

    Der Running Back selbst scheint mit dieser Rolle keinerlei Probleme zu haben. "Ich freue mich extrem darauf", sagte Jeanty. "Wenn ich dem Team helfen kann zu gewinnen, dann will ich eigentlich gar nicht vom Feld."

    Trotzdem verstärkten die Raiders ihren Running-Back-Raum zusätzlich mit Rookie Mike Washington Jr. von Arkansas, der beim NFL Combine mit einer 4,33er-40-Yard-Zeit der schnellste Running Back des Jahrgangs war.

    Jeanty sieht darin jedoch keinen Grund zur Sorge um seine Einsatzzeit."Er wird ein großartiger Spieler für uns. (…) Ich freue mich sehr, dass er bei uns ist."

    Große Hoffnung auf Produktionssprung

    Die Voraussetzungen für einen deutlichen Schritt nach vorne scheinen in Las Vegas tatsächlich vorhanden zu sein.

    2025 lief Jeanty noch hinter einer schwachen Offensive Line. Jetzt bekommt er nicht nur mit Klint Kubiak einen der angesehensten Playcaller im Run Game, sondern zusätzlich auch massive Verstärkungen vor sich.

    Mit Center Tyler Linderbaum investierten die Raiders gezielt in ihre Offensive Line, um Jeanty künftig bessere Bedingungen zu geben. Und trotzdem zeigte der Running Back bereits vergangene Saison beeindruckende Zahlen.

    Von seinen 975 Rushing Yards kamen laut PFF ganze 815 nach dem ersten Kontakt. Seine durchschnittlichen 3,06 Yards nach Kontakt pro Laufversuch waren sogar besser als die Werte von Christian McCaffrey (2,76) im selben Jahr.

    Wird Jeanty wirklich der neue McCaffrey?

    Natürlich liegt zwischen Jeanty und einem Spieler wie Christian McCaffrey weiterhin noch ein großer Unterschied.

    Running Back Christian McCaffrey von den San Francisco 49ers feiert einen Touchdown-Lauf gegen die Atlanta Falcons im Levi’s Stadium in Santa Clara (NFL, American Football, USA)
    Touchdown für San Francisco: Christian McCaffrey jubelt nach seinem kurzen TD-Run gegen die Falcons IMAGO/UPI Photo

    CMC gehört seit Jahren zu den komplettesten und produktivsten Skill-Playern der gesamten NFL. Gerade sein enormer Workload und seine Vielseitigkeit sind außergewöhnlich.

    Trotzdem scheint vieles darauf hinzudeuten, dass Ashton Jeanty 2026 vor einem massiven Produktionssprung stehen könnte.

    Mit besserem Coaching, einer verbesserten Offensive Line und einer Offense, die deutlich stärker auf ihn zugeschnitten sein dürfte, könnte der junge Raiders-Spieler in der kommenden Saison den Sprung in die Spitzengruppe der NFL-Running-Backs schaffen.

    Einordnung

    Die Aussagen von Klint Kubiak zeigen deutlich, welche Rolle Ashton Jeanty künftig in Las Vegas einnehmen könnte.

    Die Raiders wollen ihren explosiven Running Back offenbar ähnlich einsetzen wie die 49ers Christian McCaffrey - als klaren Mittelpunkt der Offense.

    Ob Jeanty wirklich jemals das Niveau eines CMC erreichen kann, bleibt offen. Die Voraussetzungen für eine deutlich stärkere Saison als 2025 scheinen jedoch definitiv vorhanden zu sein.

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