30.07.2026
Weiter kein neuer Vertrag
Vor drei Jahren sorgte Jonathan Taylor mit einem Hold-in und einer öffentlichen Forderung nach einem Trade für Schlagzeilen. Diesmal läuft der Vertragspoker mit den Indianapolis Colts deutlich ruhiger ab. Der Star-Running-Back verzichtet auf Druckmittel und zeigt sich überzeugt, dass beide Seiten eine Lösung finden werden.

Taylor geht in das letzte Jahr seines aktuellen Vertrags und zählt nach einer herausragenden Saison erneut zu den wichtigsten Leistungsträgern der Colts. Eine Vertragsverlängerung steht zwar weiterhin aus, doch der 27-Jährige setzt auf Vertrauen statt Konfrontation.
Vor dem Start des Training Camps machte Taylor deutlich, dass er keine Absicht habe, dem Team fernzubleiben oder zusätzlichen Druck aufzubauen. Stattdessen vertraue er auf die Gespräche zwischen seinem Management und der Franchise. "Ich habe Vertrauen. Es gab bereits gute Gespräche und ich habe Vertrauen in meinen Agenten und das Front Office. Wie ich schon gesagt habe: Ich würde gerne mein ganzes Leben ein Colt bleiben und ich glaube, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen."
Damit unterscheidet sich die aktuelle Situation deutlich von den Verhandlungen im Jahr 2023, als Taylor öffentlich einen Trade forderte und die Beziehung zur Organisation zeitweise angespannt war.
Taylor kommt aus einer dominanten Saison, in der er mit 1.585 Rushing Yards, 323 Läufen und 18 Rushing Touchdowns zu den besten Running Backs der NFL gehörte. Mit inzwischen 69 Touchdowns am Boden ist er bereits der erfolgreichste Running Back der Colts-Geschichte und benötigt nur noch 1.629 Yards, um Franchise-Legende Edgerrin James als Rekordhalter bei den Rushing Yards einzuholen.
Der Colts-Star sieht sich selbst als Beleg dafür, dass Running Backs auch langfristig auf höchstem Niveau produzieren können. "Ich denke, wir haben alle weiterhin auf einem sehr hohen Niveau gespielt - nicht nur ich, sondern auch viele andere Running Backs in der Liga. Ich glaube, wir zeigen, dass das Alter keine entscheidende Rolle spielt, wenn man ein Elite-Spieler ist."
Besonders Derrick Henry und Saquon Barkley dienen Taylor als Beispiele dafür, dass Spitzenleistungen auch mit zunehmendem Alter möglich sind. "Saquon ist zwar nicht so alt wie Derrick Henry, aber was Derrick macht, ist verrückt und ich finde, die Leute sollten das anerkennen. Er hat wieder fast 1.600 Yards erlaufen und macht einfach weiter."
Taylor glaubt deshalb nicht daran, dass analytische Modelle allein den Wert eines Running Backs bestimmen können."Am Ende des Tages spielen Analysen keine Rolle. Wenn du ein Baller bist, deinem Team zum Gewinnen verhilfst und zu den Elite-Spielern in dieser extrem schwierigen Liga gehörst, dann hat das einen Wert."
nkr