05.05.2026
Harmonie statt Skepsis
Konkurrenzkampf gehört in der NFL zum Alltag - vor allem, wenn mehrere Spieler Anspruch auf die gleiche Position haben. Running Back Alvin Kamara fühlt sich durch die Verpflichtung von Kollege Travis Etienne jedoch keineswegs unter Druck gesetzt. Im Gegenteil.

Neue Konkurrenz im Backfield - doch statt Unruhe bringt sie bei Alvin Kamara vor allem eines: Zustimmung. Die New Orleans Saints haben mit Travis Etienne nachgelegt, doch Kamara sieht darin keine Bedrohung, sondern eine Chance für das Team.
Anstatt mit Skepsis zu reagieren, zeigt sich der langjährige Running Back Kamara, der seit 2017 bei den Saints unter Vertrag steht, erfreut über die Unterstützung:
"Ich glaube, viele Leute denken, es gäbe Streit oder so, wenn solche Moves stattfinden", sagte Kamara in einem Interview beim Podcast The Set, "aber ehrlich gesagt könnte ich nicht glücklicher sein. Erstens hat mein Freund einen guten Vertrag bekommen und zweitens ist das nichts anderes als eine Verstärkung im Backfield. So läuft das nun mal. Ein Mensch allein schafft das nicht. Ich finde das okay. Egal, in welche Richtung es geht, ich bin dabei", betont der 30-Jährige.
Zu Beginn der Offseason haben die Saints Kamaras Vertrag angepasst. Diese Veränderung sollte es einfacher machen, den Running Back nach dem 1. Juni zu traden oder ihn freizustellen. Aktuell zählt sein Vertrag 10,45 Millionen US-Dollar gegen den Salary Cap der Saints. Das bedeutet: Um in New Orleans zu bleiben, dürfte er wohl eine Gehaltsanpassung in Kauf nehmen müssen.
Zusätzlich hat das Team aus New Orleans einen neuen Running Back in dieser Offseason verpflichtet: Travis Etienne. Der 27-Jährige kam von den Jacksonville Jaguars und unterschrieb einen Vierjahresvertrag im Wert von 52 Millionen US-Dollar.
In der abgelaufenen Saison hatte Kamara mit Problemen am Knöchel und am Knie zu kämpfen. Dadurch stand er in elf Spielen als Starter auf dem Feld und kam auf nur 657 Scrimmage Yards und einen Touchdown. In seinen neun Jahren bei den Saints entwickelte er sich zum erfolgreichsten Läufer der Franchise-Geschichte. Nach seinen Aussagen blieb jedoch offen, ob er noch eine weitere Saison in New Orleans spielen wird - ein Karriereende wirkt aktuell allerdings eher unwahrscheinlich.
lgr