vor 12 Stunden
Preview auf Woche 8
Week 8 der NFL hat einiges zu bieten: Während die Kansas City Chiefs nach ihrer ersten Saisonniederlage im Divisionsduell mit den Denver Broncos unter Druck stehen, kämpfen die Philadelphia Eagles ohne Jalen Hurts gegen die Washington Commanders um den Ausweg aus ihrer Krise. Zum Abschluss der Spielwoche trifft der amtierende Super-Bowl-Champion aus Seattle auf die Chicago Bears um Quarterback Caleb Williams. Doch auch abseits der Primetime-Spiele stehen zahlreiche spannende Duelle an: Die Patriots wollen ihren Aufwärtstrend fortsetzen, die Bills ihre starke Saison bestätigen und die Rams ihre Negativserie beenden. Von richtungsweisenden Divisionsduellen über Verletzungssorgen bis hin zu Mannschaften im Kampf um den Anschluss an die Playoff-Plätze - die achte NFL-Woche verspricht jede Menge Brisanz.

Zum Auftakt von Week 8 empfangen die Green Bay Packers (4-3) die Carolina Panthers (3-3) im Lambeau Field. Nach der knappen 17:20-Niederlage gegen die Detroit Lions wollen die Packers wieder einen Sieg einfahren. Auch Carolina steht nach der deutlichen 13:43-Niederlage gegen die Tampa Bay Buccaneers unter Druck.
Besonders interessant ist das Duell am Boden. Green Bay stellt mit durchschnittlich nur 59,9 Rushing Yards pro Spiel das schwächste Laufspiel der NFL. Gleichzeitig lassen die Panthers mit 153,2 Rushing Yards pro Partie ligaweit die meisten zu. Für Packers-Running-Back Josh Jacobs, der gegen Detroit sein Saisondebüt feierte, bietet sich damit die Gelegenheit, dem Laufspiel neue Impulse zu geben.
Auch das Passspiel könnte entscheidend werden. Panthers-Quarterback Bryce Young gehört mit durchschnittlich 285,3 Passing Yards zu den produktivsten Quarterbacks der Liga, muss allerdings auf wichtige Spieler seiner Offensive Line verzichten. Auf der Gegenseite führt Jordan Love die NFL mit 30 erfolgreichen Pässen über mindestens 20 Yards an. Mit Christian Watson, der bereits sechs Receiving Touchdowns erzielt hat, verfügt Green Bay zudem über eine gefährliche Anspielstation für explosive Spielzüge.
Die Jacksonville Jaguars (4-2) empfangen die Indianapolis Colts (2-5) zum AFC-South-Duell. Während Jacksonville nach seiner Bye Week die Tabellenführung in der Division verteidigen möchte, befinden sich die Colts mitten in einer sportlichen Krise. Nach drei Niederlagen in Folge und der Entlassung von General Manager Chris Ballard hat Indianapolis mit Quenton Nelson und DeForest Buckner bereits zwei langjährige Leistungsträger abgegeben.
Besonders interessant ist das Quarterback-Duell. Jaguars-Spielmacher Trevor Lawrence hat in dieser Saison bereits 14 Touchdown-Pässe geworfen und trifft auf eine Colts-Defense, die bislang lediglich zwei Interceptions verbuchen konnte. Indianapolis hat dagegen weiterhin Probleme auf der Quarterback-Position. Daniel Jones steht nach sieben Interceptions bei nur vier Touchdown-Pässen und konnte die jüngste 10:16-Niederlage gegen die Minnesota Vikings nicht verhindern.
Hinzu kommt eine bemerkenswerte Serie: Die Colts haben seit 2014 nicht mehr in Jacksonville gewonnen. Die Jaguars entschieden die vergangenen elf offiziellen Heimspiele gegen Indianapolis für sich, wobei eines davon 2016 in London ausgetragen wurde. Für die Colts geht es somit nicht nur darum, ihre Niederlagenserie zu beenden, sondern auch einen langjährigen Negativlauf gegen den Divisionsrivalen zu durchbrechen.
Die Cincinnati Bengals (4-2) empfangen die Tennessee Titans (1-6) zum Duell in Week 8. Während Cincinnati nach zwei Siegen in Folge mit Rückenwind in die Partie geht, wartet Tennessee weiterhin auf den zweiten Saisonsieg. Die Bengals setzten sich zuletzt mit 35:13 gegen die Baltimore Ravens durch, während die Titans trotz zwischenzeitlicher Führung mit 24:27 gegen die Cleveland Browns verloren.
Besonders die Bengals-Offense präsentiert sich in starker Verfassung. Cincinnati erzielt durchschnittlich 27,2 Punkte pro Spiel und stellt damit die viertbeste Scoring-Offense der NFL. Quarterback Joe Burrow steht bereits bei 1653 Passing Yards, 15 Touchdowns und lediglich drei Interceptions. Gegen Baltimore führte er sein Team nach einem 0:13-Halbzeitrückstand mit vier Touchdown-Pässen zum Sieg. Mit Ja'Marr Chase und Tee Higgins verfügt Burrow zudem über zwei gefährliche Anspielstationen gegen die Passverteidigung der Titans.
Auf der Gegenseite steht Tennessee vor allem offensiv vor großen Herausforderungen. Quarterback Cam Ward, der sich in seiner zweiten NFL-Saison befindet, hat in fünf aufeinanderfolgenden Spielen eine Interception geworfen. Hoffnung macht dagegen Running Back Tony Pollard, der gegen Cleveland mit 129 Rushing Yards und drei Touchdowns überzeugte. Cincinnati lässt durchschnittlich 116,3 Rushing Yards pro Spiel zu. Allerdings müssen die Titans nach dem Trade von All-Pro Defensive Tackle Jeffery Simmons zu den Chicago Bears auch defensiv einen schwerwiegenden Abgang verkraften.
Die Pittsburgh Steelers (5-2) empfangen die Cleveland Browns (5-2) zum direkten Duell um die Tabellenführung in der AFC North. Beide Teams gehen mit identischer Bilanz in das zweite Aufeinandertreffen der Saison. Das erste Duell entschieden die Browns in Week 4 mit 27:24 für sich. Ein 56-Yard-Field-Goal von Andre Szmyt brachte Cleveland kurz vor Schluss in Führung, ehe Safety Grant Delpit den Sieg mit einer Interception gegen Aaron Rodgers besiegelte.
Besonders im Fokus steht erneut das Duell zwischen Rodgers und Clevelands Pass Rush. Beim ersten Aufeinandertreffen warf der Steelers-Quarterback zwar für 299 Yards und drei Touchdowns, musste allerdings auch fünf Sacks und zwei Interceptions hinnehmen. Die Browns haben in dieser Saison bereits 20 Sacks gesammelt, während Pittsburghs Defense mit 18 Sacks ebenfalls zu den gefährlicheren Einheiten der Liga gehört. T.J. Watt führt die Steelers mit 5,5 Sacks an, aufseiten der Browns steht Defensive Tackle Mason Graham bei vier Sacks.
Auch die Ausgangslage verspricht Spannung. Pittsburgh reist mit drei Siegen in Folge und einem 16:10-Erfolg gegen die New Orleans Saints in Paris im Rücken an. Cleveland hat fünf seiner vergangenen sechs Spiele gewonnen. Während die Steelers offensiv auf Rodgers, DK Metcalf und Running Back Jaylen Warren setzen, führt Deshaun Watson die Browns-Offense an. Für beide Mannschaften geht es nicht nur um einen wichtigen Divisionssieg, sondern auch um die alleinige Spitzenposition in der AFC North.
Die Detroit Lions (4-2) empfangen die Minnesota Vikings (6-0) zum Spitzenspiel der NFC North. Minnesota ist das letzte ungeschlagene Team der NFL und will seine perfekte Bilanz auch im Ford Field verteidigen. Detroit hingegen möchte mit einem Heimsieg den Rückstand auf den Divisionsrivalen verkürzen. Dabei treffen zwei Mannschaften aufeinander, die ihre bisherigen Erfolge auf unterschiedliche Weise eingefahren haben.
Im Mittelpunkt steht das Duell zwischen der Lions-Offense und Minnesotas Defense. Detroit erzielt durchschnittlich 30,7 Punkte pro Spiel und stellt damit die zweitbeste Scoring-Offense der Liga. Quarterback Jared Goff hat bislang 14 Touchdown-Pässe geworfen und noch keine Interception zugelassen. Auf der Gegenseite steht die Defense von Coordinator Brian Flores, die mit lediglich 12,3 zugelassenen Punkten pro Partie den NFL-Bestwert hält. Beide Teams haben zudem bereits 21 Sacks gesammelt.

Während Detroit vor allem offensiv überzeugt, verdanken die Vikings ihre makellose Bilanz insbesondere ihrer starken Verteidigung. Die Offense um Quarterback Kyler Murray erzielt durchschnittlich nur 20,8 Punkte pro Spiel. Vor dem direkten Duell gibt es zudem auf beiden Seiten personelle Fragezeichen: Bei den Lions verpassten Jahmyr Gibbs und Amon-Ra St. Brown verletzungsbedingt den Trainingsauftakt, während Minnesota unter anderem um Running Back Aaron Jones bangt.
Die Tampa Bay Buccaneers (2-5) empfangen die Atlanta Falcons (3-4) zum wichtigen NFC-South-Duell. Nach einem schwierigen Saisonstart meldete sich Tampa Bay zuletzt mit einem deutlichen 43:13-Erfolg gegen die Carolina Panthers zurück. Atlanta reist ebenfalls mit Rückenwind an, nachdem die Falcons den zuvor ungeschlagenen San Francisco 49ers beim 29:20 die erste Saisonniederlage zufügten. Für die Buccaneers geht es zudem um den ersten Heimsieg der Saison.
Im Mittelpunkt steht das Duell zwischen Tampas Laufspiel und der starken Run Defense der Falcons. Die Buccaneers erzielen durchschnittlich 146,4 Rushing Yards pro Partie und stellen damit das drittbeste Laufspiel der NFL. Running Back Bucky Irving kommt bereits auf 558 Rushing Yards und vier Touchdowns. Atlanta lässt dagegen lediglich 88,9 Rushing Yards pro Spiel zu. Gleichzeitig bildet das Passspiel der Buccaneers mit durchschnittlich 150,4 Yards das Schlusslicht der Liga.
Auf der Gegenseite befindet sich Falcons-Quarterback Michael Penix Jr. in guter Form. Beim Sieg gegen San Francisco warf er drei Touchdown-Pässe und wurde anschließend zum NFC Offensive Player of the Week ausgezeichnet. Tampa Bays Defense präsentierte sich zuletzt ebenfalls verbessert und sammelte in den vergangenen beiden Spielen insgesamt zehn Sacks. Auch die jüngere Geschichte verspricht ein enges Duell: Die vergangenen sechs Begegnungen zwischen beiden Teams wurden jeweils mit höchstens sechs Punkten Unterschied entschieden.
Die Dallas Cowboys (3-4) empfangen die Arizona Cardinals (2-5) zum Duell in Week 8. Nach dem überzeugenden 38:21-Erfolg gegen die Philadelphia Eagles will Dallas den nächsten Sieg einfahren und seine Bilanz ausgleichen. Arizona befindet sich dagegen weiterhin in einer schwierigen Saisonphase. Während die Cowboys durchschnittlich 27,0 Punkte pro Spiel erzielen, stellen die Cardinals mit 29,7 zugelassenen Punkten pro Partie die anfälligste Scoring-Defense der NFL.
Besonders im Fokus steht die Offensive der Cowboys um Quarterback Dak Prescott. Der Spielmacher hat in dieser Saison bereits 1.851 Passing Yards, 13 Touchdowns und fünf Interceptions verbucht. Gegen Philadelphia überzeugte Dallas zudem mit 204 Rushing Yards und zeigte damit eine deutliche Steigerung im zuvor schwachen Laufspiel. Mit Wide Receiver CeeDee Lamb, der bereits 651 Receiving Yards und sechs Touchdowns gesammelt hat, verfügt Prescott über eine seiner wichtigsten Anspielstationen.
Auf der Gegenseite setzt Arizona auf Quarterback Jacoby Brissett, der bislang 1.600 Passing Yards und zehn Touchdowns erzielt hat. Seine wichtigste Anspielstation ist Tight End Trey McBride mit 59 Receptions für 472 Yards. Allerdings könnte auch die Cardinals-Offense von den defensiven Problemen des Gegners profitieren: Dallas lässt durchschnittlich 25,7 Punkte pro Spiel zu und hat bislang lediglich zehn Sacks sowie zwei Interceptions gesammelt. Beide Defensivreihen stehen somit vor einer anspruchsvollen Aufgabe.
Die New York Jets (2-5) empfangen die Las Vegas Raiders (3-4) zum Duell in Week 8. Beide Mannschaften befinden sich nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen unter Druck. Während die Jets ihre vergangenen beiden Spiele verloren haben, wartet Las Vegas nach einem starken 3-0-Saisonstart mittlerweile seit vier Partien auf einen weiteren Sieg. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Rückkehr von Jets-Quarterback Geno Smith gegen sein ehemaliges Team.
Smith, der in der vergangenen Saison noch für die Raiders spielte, präsentiert sich statistisch deutlich verbessert. Mit einer Completion Rate von 70 Prozent gehört er zu den präzisesten Quarterbacks der NFL und steht bislang bei 1.623 Passing Yards, zehn Touchdowns und lediglich zwei Interceptions. Auf der Gegenseite führt Kirk Cousins die Liga mit 16 Touchdown-Pässen an. Trotz der Niederlagenserie hält Raiders-Head-Coach Klint Kubiak weiterhin am erfahrenen Spielmacher fest. Nummer-1-Draftpick Fernando Mendoza muss sich somit weiter gedulden.

Besonders interessant wird das Duell zwischen dem Jets-Laufspiel und der anfälligen Raiders-Defense. Las Vegas lässt durchschnittlich 143,6 Rushing Yards pro Spiel zu, während Jets-Running-Back Braelon Allen in seinen vergangenen vier Partien 357 Yards am Boden erzielte. Offensiv setzen die Raiders vor allem auf ihr Tight-End-Duo Brock Bowers und Michael Mayer. Bowers steht trotz zweier verpasster Saisonspiele bereits bei 455 Receiving Yards. Zusammen mit Wide Receiver Tre Tucker, der 474 Yards und vier Touchdowns gesammelt hat, gehört er zu den wichtigsten Anspielstationen von Cousins.
Die Buffalo Bills (5-1) empfangen die Baltimore Ravens (4-3) zu einem der spannendsten Duelle der achten NFL-Woche. Während Buffalo nach seiner Bye Week ausgeruht in die Partie geht, stehen die Ravens nach zwei Niederlagen in Folge unter Druck. Besonders im Fokus steht das mögliche Aufeinandertreffen der beiden Star-Quarterbacks Josh Allen und Lamar Jackson. Bereits in der vergangenen Saison lieferten sich beide Teams einen spektakulären Schlagabtausch, den die Bills nach einer Aufholjagd im Schlussviertel mit 41:40 für sich entschieden.

Baltimore hofft dabei auf die Rückkehr von Lamar Jackson, der aufgrund einer Sprunggelenksverletzung die vergangenen drei Spiele verpasste. Der zweimalige MVP absolvierte am Mittwoch erstmals wieder das vollständige Mannschaftstraining und steht damit vor seinem Comeback. Allerdings bereitet die Offensive Line den Ravens Sorgen. Rookie-Guard Vega Ioane zog sich zuletzt eine Innenbandverletzung im Knie zu und droht auszufallen. Für Buffalos Defense um Coordinator Jim Leonhard könnte sich dadurch eine Gelegenheit ergeben, Jackson verstärkt unter Druck zu setzen.
Auch bei den Bills gibt es vor dem AFC-Duell personelle Fragezeichen. Defensive Tackle Ed Oliver und Wide Receiver DJ Moore kehrten nach jeweils zwei verpassten Spielen eingeschränkt ins Training zurück. Right Tackle Spencer Brown fehlte dagegen aufgrund von Rückenproblemen, während Tight End Dalton Kincaid ebenfalls nur eingeschränkt trainieren konnte. Aufseiten der Ravens waren neben Ioane unter anderem die Defensivspieler Kyle Hamilton und Roquan Smith nicht im Training. Beide Mannschaften müssen somit vor dem direkten Duell noch wichtige Personalentscheidungen treffen.
Die Los Angeles Rams (3-4) empfangen die Los Angeles Chargers (0-6) zum Stadtduell im SoFi Stadium. Während die Rams nach ihrem jüngsten 35:21-Erfolg gegen die Las Vegas Raiders ihre Bilanz ausgleichen wollen, warten die Chargers weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg. Besonders die unterschiedlichen Leistungen der beiden Offensivreihen prägen die Ausgangslage. Die Rams gehören offensiv zu den produktivsten Teams der NFL, während die Chargers bislang erhebliche Probleme haben, Punkte auf das Scoreboard zu bringen.
Im Mittelpunkt steht das Quarterback-Duell zwischen Matthew Stafford und Justin Herbert. Stafford führt mit den Rams das bislang yardstärkste Passspiel der Liga an und hat bereits 14 Touchdown-Pässe geworfen. Herbert kommt dagegen erst auf fünf Touchdowns bei acht Interceptions. Insgesamt erzielten die Chargers in ihren ersten sechs Spielen lediglich neun Touchdowns. Für die Defense der Chargers wird es deshalb besonders wichtig, Staffords Passspiel unter Kontrolle zu bringen.
Auch personell gibt es vor dem Battle of Los Angeles einige Fragezeichen. Bei den Chargers verpassten unter anderem Safety Derwin James und Cornerback Deane Leonard den Trainingsauftakt, während Wide Receiver Ladd McConkey nach seiner Gehirnerschütterung wieder vollständig teilnehmen konnte. Aufseiten der Rams fehlten Center Coleman Shelton und Tight End Colby Parkinson verletzungsbedingt. Während die Chargers ihre Niederlagenserie beenden wollen, bietet sich den Rams die Gelegenheit, nach einem schwierigen Saisonstart wieder eine ausgeglichene Bilanz zu erreichen.
Die Miami Dolphins (1-5) empfangen die New England Patriots (4-3) zum Divisionsduell in der AFC East. Nach fünf Niederlagen zum Saisonstart feierte Miami zuletzt beim 28:25 gegen die New York Jets den ersten Sieg. Quarterback Malik Willis führte die Dolphins dabei mit zwei Touchdown-Pässen zum Erfolg. New England möchte dagegen nach der jüngsten Niederlage gegen die Chicago Bears wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und den Anschluss an die Spitze der AFC East halten.

Besonders im Fokus steht das Duell zwischen Miamis Laufspiel und der starken Run Defense der Patriots. Nach dem verletzungsbedingten Saisonaus von De'Von Achane übernimmt Ollie Gordon II eine zentrale Rolle im Backfield der Dolphins. Der Running Back erlief gegen die Jets 103 Yards und einen Touchdown. Insgesamt erzielt Miami durchschnittlich 131,5 Rushing Yards pro Partie und gehört damit zu den sieben besten Teams der NFL. New England lässt dagegen lediglich 95,3 Rushing Yards pro Spiel zu und stellt die achtbeste Laufverteidigung der Liga.
Auf der Gegenseite könnte vor allem das Passspiel der Patriots entscheidend werden. Quarterback Drake Maye hat in dieser Saison bereits 1.784 Passing Yards und 13 Touchdowns erzielt. Besonders bei längeren Pässen zeigte er sich zuletzt gefährlich. Nun trifft er auf eine Dolphins-Defense, die mit einem gegnerischen Passer Rating von 116,8 den schlechtesten Wert der NFL aufweist. Zudem hat Miami bislang erst sechs Sacks gesammelt. Für die Dolphins wird es deshalb besonders wichtig, Maye unter Druck zu setzen und die Big Plays der Patriots zu verhindern.
Die Denver Broncos (5-2) empfangen die Kansas City Chiefs (5-1) zum Spitzenspiel der AFC West. Während Denver mit drei Siegen in Folge in das Divisionsduell geht, kassierten die Chiefs zuletzt beim 3:20 gegen die Seattle Seahawks ihre erste Saisonniederlage. Besonders brisant ist das Wiedersehen nach dem ersten Aufeinandertreffen in Week 1, das Kansas City deutlich mit 31:10 für sich entschied. Damals dominierte Running Back Kenneth Walker III mit 173 Rushing Yards, während die Chiefs-Defense Denver lediglich 176 Total Yards erlaubte.
Inzwischen haben sich die Broncos deutlich stabilisiert. Zuletzt gewann das Team von Sean Payton mit 30:16 gegen die Arizona Cardinals. Quarterback Bo Nix überzeugte dabei nicht nur als Passgeber, sondern erzielte auch einen spektakulären 62-Yard-Touchdown-Lauf. Dennoch bleibt Denvers Offense mit durchschnittlich 270 Yards pro Spiel eine der statistisch schwächsten der NFL. Umso wichtiger ist die starke Defense der Broncos, die nun erneut auf Patrick Mahomes trifft. Die Chiefs-Offense erzielt durchschnittlich 379,8 Yards pro Partie, blieb gegen Seattle allerdings ohne Touchdown und erreichte kein einziges Mal die Red Zone.
Vor dem direkten Duell gibt es auf beiden Seiten personelle Fragezeichen. Bei Denver fehlten Wide Receiver Jaylen Waddle und Defensive Lineman Zach Allen zum Trainingsauftakt, während Cornerback Pat Surtain II nach seiner Knöchelverletzung wieder vollständig teilnehmen konnte. Kansas City hofft dagegen auf die Rückkehr von Rashee Rice, der nach seiner Verletzung in Week 4 erstmals wieder eingeschränkt trainierte. Auch Mahomes stand trotz Knieproblemen vollständig auf dem Trainingsplatz. Für die Broncos geht es darum, ihre Siegesserie fortzusetzen und sich für die deutliche Niederlage zum Saisonauftakt zu revanchieren.
Die Washington Commanders (1-4-1) empfangen die Philadelphia Eagles (2-5) zum Divisionsduell in der NFC East. Beide Mannschaften stehen nach einem enttäuschenden Saisonstart unter Druck. Besonders Philadelphia befindet sich mit fünf Niederlagen in Folge in einer schweren Krise. Erschwerend kommt der langfristige Ausfall von Quarterback Jalen Hurts hinzu, der aufgrund einer Blutgerinnsel-Erkrankung voraussichtlich für den Rest der Saison fehlen wird. Bereits in Week 1 trafen beide Teams aufeinander, damals setzten sich die Eagles noch knapp mit 24:22 durch.
Während Philadelphia auf Backup-Quarterback Tanner McKee setzt, kehren die Commanders aus ihrer Bye Week zurück. Washingtons Quarterback Jayden Daniels konnte trotz seiner Ellbogenverletzung zuletzt wieder vollständig trainieren. Die Eagles-Offense gehört mit durchschnittlich 18,1 Punkten und 264,9 Yards pro Spiel zu den schwächsten der NFL. Auch defensiv läuft es für Philadelphia nicht rund: Bei der jüngsten 21:38-Niederlage gegen die Dallas Cowboys ließ die Mannschaft 416 Total Yards zu, darunter 204 am Boden.
Vor dem direkten Duell gibt es zudem auf beiden Seiten personelle Fragezeichen. Bei den Commanders fehlten unter anderem Defensive Tackle Javon Kinlaw, Tight End John Bates und Wide Receiver Stefon Diggs zum Trainingsauftakt. Philadelphia bangt dagegen um mehrere Leistungsträger, darunter Running Back Saquon Barkley und Wide Receiver DeVonta Smith. Für Washington bietet sich nach der spielfreien Woche die Gelegenheit, die eigene Negativserie zu beenden, während die Eagles dringend einen Erfolg benötigen, um den Anschluss in der NFC East nicht vollständig zu verlieren.
Die Seattle Seahawks (4-3) empfangen die Chicago Bears (5-2) zum Abschluss der achten NFL-Woche bei Monday Night Football. Der amtierende Super-Bowl-Champion aus Seattle meldete sich zuletzt mit einem überzeugenden 20:3-Erfolg gegen die zuvor ungeschlagenen Kansas City Chiefs zurück. Chicago reist dagegen mit zwei Siegen in Folge an und hat seit der Rückkehr von Quarterback Caleb Williams deutlich an offensiver Durchschlagskraft gewonnen. Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt vor allem auf unterschiedlichen Seiten des Balls überzeugen konnten.
Im Mittelpunkt steht das Duell zwischen Caleb Williams und Seattles herausragender Passverteidigung. Der Bears-Quarterback warf in seinen vergangenen beiden Spielen für insgesamt 613 Yards und führte Chicago zu Erfolgen gegen Atlanta und New England. Nun wartet eine Seahawks-Defense, die durchschnittlich lediglich 144,4 Passing Yards pro Partie zulässt und damit den NFL-Bestwert hält. Bislang gelang es keinem gegnerischen Quarterback, gegen Seattle die Marke von 300 Passing Yards zu erreichen. Auf der Gegenseite muss sich Sam Darnold gegen eine Bears-Defense behaupten, die bereits zehn Turnover erzwungen hat. Darnold selbst steht in dieser Saison bei acht Interceptions.
Personell gibt es vor dem Duell einige Fragezeichen. Seattle bangt um Left Tackle Charles Cross, der sich gegen Kansas City am Knöchel verletzte. Mit der Verpflichtung von All-Pro-Guard Quenton Nelson haben die Seahawks ihre Offensive Line allerdings prominent verstärkt. Zudem könnten die Running Backs Zach Charbonnet und Jadarian Price nach ihren Verletzungen zurückkehren. Chicago kann dagegen wieder auf Pass Rusher Montez Sweat setzen, der seine Sperre abgesessen hat. Besonders das Aufeinandertreffen zwischen Chicagos produktiver Offense und Seattles starker Defense verspricht ein interessantes Kräftemessen.