24.12.2025
Nach Week 16
Während einige Franchises im Endspurt der Regular Season fast nur noch auf Schwergewichte treffen, bekommen andere Teams einen vergleichsweise soften Abschluss serviert. Im Dezember entscheidet der Spielplan mit darüber, wer noch einmal Richtung Playoffs anziehen kann - und wer trotz guter Ausgangslage womöglich liegen bleibt.

Beim Blick auf den restlichen Spielplan und der Analyse, wie schwer dieser ist, steht die kombinierte Siegquote aller noch ausstehenden Gegner im Mittelpunkt. Ein niedriger Wert bedeutet: viele Partien gegen Teams mit negativer Bilanz oder ohne realistische Playoff-Chancen, also tendenziell machbare Aufgaben. Ergänzend lohnt sich der Blick auf Power Rankings und Playoff-Projektionen, um einzuordnen, ob der leichte Schedule wirklich ein Geschenk ist - oder ob die eigenen Probleme so groß sind, dass selbst ein softer Endspurt wenig hilft.
Einige Franchises dürfen sich im Schlussspurt über eine Mischung aus Kellerkindern und Teams im Umbruch freuen. Für Playoff-Anwärter kann das zum entscheidenden Vorteil werden - für manch strauchelndes Team reicht jedoch selbst das leichteste Restprogramm nicht mehr, um die Saison noch zu retten.
Nach dem Sieg über die Baltimore Ravens befinden sich die Patriots weiter in der Pole Position für den AFC-East-Titel. New England liegt noch immer einen Sieg vor den Buffalo Bills - und der verbleibende Spielplan kommt den Patriots entgegen.
Die letzten zwei Gegner, die Miami Dolphins und New York Jets, sind bereits eliminiert. Für beide Teams geht es nicht mehr um viel, weswegen die Dolphins bereits auf der Quarterback-Position gewechselt haben. Die Chancen auf den Divisiontitel stehen also gut für Drake Maye und sein Team.
Die Saison für die New York Giants ist schon längst gelaufen, Head Coach Brian Daboll musste bereits gehen. Während es sportlich dadurch zwar nicht sonderlich besser geworden ist, bietet sich für die Giants um Rookie-Quarterback Jaxson Dart nun die Chance, mit dem drittleichtesten Schedule noch einige Plätze in der NFL gutzumachen.
Auf dem Spielplan stehen noch die Raiders und die Cowboys - alles Teams, deren Playoff-Hoffnungen entweder bereits dahin sind oder gegen null gehen. Dabei kommt es am Wochenende zum Showdown um den First Overall Pick, denn sowohl Las Vegas als auch New York haben erst zwei Siege gesammelt.
Auch die Raiders können im Saisonendspurt noch ihre Bilanz aufpolieren, sofern sie das denn möchten. Dabei wird das Duell mit den Giants entscheiden sein, wer im April die ersten Draftpick verkünden darf.
Zum Saisonabschluss wartet mit den Kansas City Chiefs noch ein Rivale aus der AFC West. Nachdem mit Patrick Mahomes und Gardner Minshew gleich zwei Quarterbacks ausfallen, stehen die Chancen auf einen Sieg so gut wie schon lange nicht mehr.
Die Cincinnati Bengals stehen mit fünf Siegen aus 15 Spielen in der umkämpften AFC North hinter den Baltimore Ravens (7-7) und den Pittsburgh Steelers (8-6). Während die Playoffs bereits außer Reichweite sind, bietet der Restspielplan für Burrow und Co. noch die Chance, offensiv wieder Spaß und Explosivität zu finden - etwas, das vor allem Joe Burrow in den letzten Wochen sichtbar vermisst hat.
Nun geht es noch gegen die Arizona Cardinals und Cleveland Browns - zwei Gegner, die man auch im aktuellen Zustand schlagen sollte. Beide haben erst drei Siege eingefahren und weisen somit eine noch schlechtere Bilanz als die Bengals auf.
Ein ebenso einfaches Restprogramm weisen auch die Dallas Cowboys auf, bei denen Eigentümer Jerry Jones bereits Versäumnisse eingeräumt hat. Sein Team hat immerhin noch die Möglichkeit, einen ausgeglichenen Schedule hinzubekommen.
In den verbleibenden zwei Spielen stehen Duelle mit den Washington Commanders und Giants ein - zwei Begegnungen, in denen es gegen Divisionrivalen auch noch um viel Prestige geht. Dementsprechend dürften die Cowboys noch hochmotiviert für den Saisonendspurt sein.
red



