30.06.2026
Rückschlag für den Quarterback
Chicago-Bears-Quarterback Caleb Williams muss im Streit um seinen Spitznamen einen ersten Dämpfer hinnehmen. Das US-Patent- und Markenamt hat seinen Antrag auf die Eintragung von "Iceman" zunächst zurückgewiesen.

Der Weg zur eigenen Marke wird für Caleb Williams komplizierter als gedacht. Nicht NBA-Legende George Gervin, sondern eine mehr als 35 Jahre alte Markenanmeldung für Winterstiefel steht der Eintragung des Namens "Iceman" derzeit im Weg.
Wie aus Unterlagen des US-Patent- und Markenamts (USPTO) hervorgeht, wurde Williams' Antrag zunächst abgelehnt. Die Behörde sieht eine "Verwechslungsgefahr" mit einer bereits 1988 eingetragenen Marke des Schuhherstellers LaCrosse Footwear, der den Namen "Iceman" für isolierte Winterstiefel verwendet. Nach Auffassung der Prüfer seien die Bezeichnungen "in Aussehen, Klang und Bedeutung identisch".
Williams hatte den Begriff für eine breite Produktpalette schützen lassen wollen - darunter Kleidung, Sonnenbrillen, Taschen, Trinkflaschen, Sammelkarten sowie weitere Football-Artikel.
Die Ablehnung bedeutet allerdings nicht das endgültige Aus für die Markenanmeldung. Williams kann gegen die Entscheidung Widerspruch einlegen oder den Antrag entsprechend anpassen.
Experten für Markenrecht weisen darauf hin, dass erste Zurückweisungen bei Markenanmeldungen keineswegs ungewöhnlich sind und häufig im weiteren Verfahren noch überwunden werden können.
Den Spitznamen "Iceman" erhielt Williams während der vergangenen NFL-Saison aufgrund seiner Ruhe und Nervenstärke in entscheidenden Spielsituationen. Der Quarterback selbst zeigte sich von der Bezeichnung begeistert.
"Das ist ein cooler Name", sagte Williams. "Eis wirkt nach außen ruhig, aber darunter steckt jede Menge Energie. Genau so fühle ich mich - nach außen bleibe ich gelassen, auch wenn innerlich eine Menge passiert."
nkr