23.07.2026
30 Millionen Dollar
Die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr von Aaron Donald in die NFL reißen nicht ab. Doch selbst wenn sich der langjährige Star-Defensive-Tackle für ein Comeback bei den Los Angeles Rams entscheidet, dürfte dieses nicht ohne Weiteres über die Bühne gehen. Grund dafür ist sein bestehender Vertrag.

Dem Mann, der sonst alles aus seinem Weg räumte, könnte nun ausgerechnet sein alter Vertrag einen Strich durch die Rechnung machen.
Wie ESPN-Insider Adam Schefter in seinem Podcast erklärte, steht Donald trotz seines Karriereendes im Frühjahr 2024 weiterhin bei den Rams unter Vertrag. Grundlage dafür ist die 2022 neu ausgehandelte Vertragsverlängerung über drei Jahre und 95 Millionen US-Dollar, die auf seinem ursprünglichen Sechsjahresvertrag aus dem Jahr 2018 aufbaute. Da Donald vor Ablauf dieses Deals zurücktrat, würden ihm bei einer Rückkehr nach aktuellem Stand noch 30 Millionen US-Dollar zustehen.
"Es würde mich überraschen, wenn es schon bald eine Einigung mit Aaron Donald gäbe", sagte Schefter. "Er steht aktuell mit 30 Millionen Dollar bei den Rams unter Vertrag. Ich weiß nicht, ob die Rams bereit sind, ihm diese Summe zu zahlen."
Auch Jason Fitzgerald, Gründer der auf Gehaltsstrukturen spezialisierten Plattform OverTheCap, bestätigte diese Einschätzung. Nach aktuellen Berechnungen verfügen die Rams für die Saison 2026 lediglich über rund 18,8 Millionen Dollar an verfügbarem Salary Cap. Daher gilt es als wahrscheinlich, dass beide Seiten zunächst einen neuen Vertrag aushandeln müssten, sollte Donald tatsächlich sein Comeback geben.
Die finanzielle Situation in Los Angeles macht die Verhandlungen zusätzlich kompliziert. Erst kürzlich passten die Rams nach der Verpflichtung von Pass Rusher Myles Garrett dessen Fünfjahresvertrag über 208,2 Millionen Dollar an. Zudem stehen die Rams vor einer weiteren kostspieligen Verlängerung. Star-Receiver Puka Nacua ist ab dieser Offseason berechtigt, einen neuen Vertrag zu erhalten.
Bevor jedoch über Zahlen und Vertragsdetails gesprochen werden kann, muss Donald zunächst eine grundsätzliche Entscheidung treffen. Erst wenn der dreimalige NFL-Defensive-Player-of-the-Year tatsächlich auf das Spielfeld zurückkehren will, können die Rams die nächsten Schritte einleiten.
nhu