05.09.2026
Jahrelange Verluste
Wenige Tage nach der Rettung vor einer drohenden Insolvenz haben Rhein Fire und die AFLE erstmals Hintergründe der finanziellen Notlage genannt.

In einem gemeinsamen offenen Brief führen Rhein Fire und die AFLE die wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf "jahrelang angesammelte Verluste unter der vorherigen Ligastruktur" zurück. Diese hätten die Zukunft des traditionsreichen Franchise gefährdet.
Die AFLE habe während der Saison eng mit Rhein Fire zusammengearbeitet, um die Organisation umzustrukturieren und wirtschaftlich neu aufzustellen. Dabei sei deutlich geworden, dass eine kurzfristige Lösung jedoch nicht ausreiche. Stattdessen sei ein dauerhaftes finanzielles Engagement notwendig gewesen.
Ende August hatte die Liga schließlich bekannt gegeben, über ihren sogenannten "Stabilization Plan" die Mehrheit an Rhein Fire zu übernehmen. Dadurch sei eine unmittelbar drohende Insolvenz abgewendet worden. Die AFLE besitzt nun die finanzielle und operative Kontrolle über das Franchise.
Einige bisherige Gesellschafter hätten ihre Position aufgegeben, um Platz für die AFLE als strategischen Investor und neuen Mehrheitseigentümer zu schaffen. Wer seine Anteile abgegeben hat und wie die Eigentümerstruktur nun genau aussieht, geht aus der Stellungnahme nicht hervor.
Unter der im offenen Brief genannten "vorherigen Ligastruktur" spielte Rhein Fire bis einschließlich 2025 in der European League of Football. Die ELF wird in der Stellungnahme allerdings nicht ausdrücklich genannt oder direkt für die finanziellen Schwierigkeiten verantwortlich gemacht.
Konkrete Zahlen zur Höhe der Verluste, zum Kapitalbedarf oder zu möglichen Verbindlichkeiten veröffentlichten Rhein Fire und die AFLE ebenfalls nicht. Die neue Eigentümerstruktur soll dem Franchise nach Angaben der Verantwortlichen eine langfristig nachhaltige wirtschaftliche Grundlage verschaffen.
mhh