06.08.2026
Nach Robinsons Rekordvertrag
Der Running-Back-Markt nimmt weiter Fahrt auf: Die Indianapolis Colts verlängern vorzeitig mit Jonathan Taylor und garantieren ihrem Leistungsträger gleichzeitig eine gewaltige Summe.

Die Indianapolis Colts haben eine ihrer wichtigsten Personalfragen noch vor dem Start der neuen Saison geklärt. Running Back Jonathan Taylor hat sich mit dem Franchise auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung über zwei Jahre geeinigt.
Wie Taylors Berater Malki Kawa gegenüber US-Medien bestätigte, besitzt der neue Vertrag ein Gesamtvolumen von 44 Millionen Dollar. Durch Bonuszahlungen kann die Summe auf bis zu 47 Millionen Dollar steigen, 39 Millionen sind dem 27-Jährigen garantiert.
Taylor wäre nach seinem bisherigen Vertrag in das letzte Vertragsjahr gegangen. Durch die Verlängerung ist der dreimalige Pro Bowler nun bis einschließlich 2028 an die Colts gebunden.
Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 22 Millionen Dollar steigt Taylor zu einem der bestbezahlten Running Backs der NFL auf. Nur Bijan Robinson, der erst zwei Tage zuvor seinen Rekordvertrag bei den Atlanta Falcons unterschrieben hatte, verdient im Schnitt noch mehr.
Taylor hatte am Dienstag noch darauf gehofft, dass Robinsons Einigung Bewegung in seine eigenen Verhandlungen bringen könnte. "Hoffentlich", erklärte er auf eine entsprechende Frage. Er wolle sich bei seinem Berater erkundigen, konzentriere sich selbst aber weiterhin auf seine sportliche Vorbereitung.
Nach mehreren Verletzungsproblemen in den Spielzeiten 2022 und 2023 überzeugte Taylor zuletzt wieder mit starker Konstanz. In der vergangenen Saison führte er die NFL mit 323 Läufen und 18 Rushing Touchdowns an. Hinzu kamen 1585 Rushing Yards sowie persönliche Bestwerte von 46 gefangenen Pässen für 378 Yards.
Insgesamt überschritt Taylor in den vergangenen beiden Spielzeiten zudem jeweils die Marke von 300 Carries. Nur Baltimores Derrick Henry verzeichnete in diesem Zeitraum noch mehr Laufversuche.
Auch im langfristigen Vergleich gehört der Colts-Star zur Spitze. Seit seinem Einstieg in die NFL im Jahr 2020 sammelte lediglich Henry mehr Rushing Yards und Touchdowns from Scrimmage. Taylor steht mittlerweile bei 7598 erlaufenen Yards und 76 Scores.
Innerhalb der Colts-Historie belegt Taylor derweil bereits den zweiten Platz der ewigen Rushing-Bestenliste. Vor ihm liegt nur noch Hall of Famer Edgerrin James, der für Indianapolis 9226 Yards erlief.
Der neue Vertrag ist zugleich ein weiteres Zeichen für die veränderte Wahrnehmung der Running-Back-Position. Neben den Abschlüssen von Robinson und Taylor wartet auch Jahmyr Gibbs von den Detroit Lions auf eine langfristige Einigung und nimmt derzeit nicht am Mannschaftstraining teil.
Taylor hatte zuletzt bereits auf den Wandel hingewiesen und dabei den dritten Pick im diesjährigen Draft hervorgehoben. "Früher war es selten, dass ein Running Back unter den ersten fünf oder zehn Spielern ausgewählt wurde. Jetzt ist einer an dritter Stelle gegangen", sagte Taylor mit Blick auf Cardinals-Rookie Jeremiyah Love.
Nun profitiert Taylor selbst vom neu entfachten Markt für Running Backs - und erhält nach zwei äußerst produktiven Spielzeiten die gewünschte langfristige Sicherheit.