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    NFL

    14.08.2026

    Goodell trifft sich mit Illinois-Politiker

    NFL-Boss schaltet sich ein: Ziehen die Bears doch nicht nach Indiana?

    Die Chicago Bears haben Hammond zum alleinigen Fokus ihrer Stadionpläne erklärt. Parallel traf sich NFL-Commissioner Roger Goodell jedoch mit Abgeordneten aus Illinois. Ist der Umzug über die Staatsgrenze also doch noch nicht beschlossen?

    NFL-Commissioner Roger Goodell trifft Abgeordnete aus Illinois und spricht über die Stadionpläne der Chicago Bears
    NFL-Commissioner Roger Goodell arbeitet offenbar weiter an einer Lösung, durch die die Chicago Bears in Illinois bleiben könnten. IMAGO/Icon Sportswire

    Bleiben die Chicago Bears am Ende doch in Illinois? Während Teampräsident Kevin Warren öffentlich alle Blicke nach Hammond im Nachbarstaat Indiana richtet, arbeitet NFL-Commissioner Roger Goodell offenbar weiter an einer Lösung im bisherigen Heimatstaat des Franchise.

    Nach Informationen von Shia Kapos vom US-Nachrichtenportal Politico traf sich Goodell am Donnerstag mit mehreren ausgewählten Abgeordneten aus Illinois. Details zu den Gesprächen sind bislang nicht bekannt. Das Treffen fand allerdings ausgerechnet an dem Tag statt, an dem Warren Hammond als "alleinigen Fokus" der Bears bezeichnete.

    Milliardenangebot aus Indiana

    Die Suche nach einer neuen Heimat zieht sich bereits seit Jahren. 2023 kauften die Bears für rund 197 Millionen Dollar das 326 Hektar große Gelände der ehemaligen Pferderennbahn in Arlington Heights. Dort sollte ein überdachtes Stadion mit einem umliegenden Unterhaltungsviertel entstehen.

    Die Gespräche mit Illinois gerieten jedoch ins Stocken. Die Bears fordern langfristige Sicherheit bei der Grundsteuer sowie Unterstützung beim Ausbau der umliegenden Infrastruktur. Zwei unterschiedliche Gesetzesentwürfe passierten jeweils eine Kammer des Parlaments, wurden vor der Sommerpause aber nicht mehr zusammengeführt.

    Indiana schuf dagegen bereits die rechtlichen Voraussetzungen für ein Stadionprojekt und stellte Unterstützung von bis zu einer Milliarde Dollar in Aussicht. Die Bears prüfen in Hammond derzeit die Standorte Lost Marsh und Wolf Lake. Einen endgültigen Vertrag oder konkreten Baubeginn gibt es jedoch weiterhin nicht.

    Hammond nur als Druckmittel?

    Genau deshalb könnte Hammond auch dazu dienen, den Druck auf Illinois zu erhöhen. Goodells Treffen bedeutet zwar noch keine Kehrtwende, zeigt aber, dass eine Einigung in Arlington Heights offenbar weiterhin möglich ist. Gouverneur JB Pritzker hatte sich zuletzt offen für eine Sondersitzung des Parlaments gezeigt, falls ein tragfähiger Kompromiss gefunden wird.

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    Der Bears-Präsident drängt derweil auf eine schnelle Entscheidung. Denn nach seinen Angaben verteuert sich das Projekt mit jedem Jahr Verzögerung um etwa 150 Millionen Dollar. Der aktuelle Mietvertrag im Soldier Field läuft noch bis 2033.

    Fest steht daher bislang nur: Die Bears wollen das Soldier Field verlassen. Ob sie dafür tatsächlich erstmals in ihrer Geschichte Illinois den Rücken kehren, ist trotz aller öffentlichen Aussagen wohl noch längst nicht entschieden.

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