31.03.2026
Baltimores Präsident äußert sich
Der spektakuläre Trade für Pass-Rusher Maxx Crosby galt bereits als nahezu beschlossen - doch kurz vor dem Start des neuen Ligajahres platzte der Deal. Nun haben die Ravens erneut Stellung bezogen und betonen: Die Entscheidung sei "niemandes Schuld" gewesen.

Der geplatzte Blockbuster-Trade zwischen den Baltimore Ravens und den Las Vegas Raiders für Star-Pass-Rusher Maxx Crosby sorgt weiterhin für Gesprächsstoff rund um die NFL. Baltimore hatte Berichten zufolge ein Paket inklusive zweier First-Round-Picks angeboten, zog sich jedoch nach Crosbys Besuch beim Team kurzfristig aus den Gesprächen zurück.
Als möglicher Hintergrund wurden medizinische Bedenken genannt, offiziell äußerten sich die Verantwortlichen dazu jedoch nur zurückhaltend.
Teampräsident Sashi Brown erklärte bei den League Meetings in Arizona nun, dass man die Situation mit der nötigen Diskretion behandeln wolle.
"Wir werden all das mit der richtigen Privatsphäre sowie mit Respekt und Würde behandeln", sagte Brown laut The Athletic. Gleichzeitig stellte er klar, dass aus seiner Sicht keine der beteiligten Parteien für das Scheitern verantwortlich sei. "Es ist weder Maxx’ Schuld noch unsere oder die der Raiders - manchmal entwickeln sich solche Situationen einfach so."
Trotz der großen öffentlichen Aufmerksamkeit erwartet Brown keine langfristigen Auswirkungen auf das Vertrauen zwischen den Franchises. Die Ravens verfügten über überaus intakte Beziehungen innerhalb der Liga und würden weiterhin großen Wert darauf legen, "die Dinge auf die richtige Art zu lösen".
Der kurzfristig gescheiterte Deal hat ligaweit Diskussionen ausgelöst. Hintergrund ist der Zeitpunkt des möglichen Trades während des sogenannten Legal Tampering Window, in dem Teams bereits Transfers vorbereiten, diese jedoch noch nicht offiziell vollzogen werden können.
Platzt ein Trade in dieser Phase, kann das Auswirkungen auf Salary-Cap-Planungen und parallel verhandelte Verpflichtungen haben. Brown sieht dennoch keinen unmittelbaren Änderungsbedarf am aktuellen Ablauf.
Sportlich haben die Ravens inzwischen reagiert und mit Trey Hendrickson einen neuen Pass-Rusher verpflichtet. Er gilt nun als wichtigste Verstärkung der Defense in dieser Offseason.
Der Fall Crosby zeigt jedoch, wie komplex hochkarätige Deals in der NFL sein können. Insbesondere dann, wenn medizinische Bewertungen kurzfristig eine entscheidende Rolle spielen. Ob andere Teams künftig vorsichtiger agieren, wenn es um Trade-Gespräche mit Baltimore geht, bleibt abzuwarten - auch wenn das Franchise weiterhin seine stabilen Beziehungen innerhalb der Liga beteuert.
mhh